Schiff Erde
»Ich will den Kapitän sehn«, schrie
die Frau, »den Kapitän, verstehn Sie?« –
»Das ist unmöglich«, hieß es. »Gehn Sie!
So gehn Sie doch! Sie sehn ihn nie!«
Das Weib, mit rasender Gebärde:
»So bringen Sie ihm das – und das –.«
(Sie spie die ganze Reling naß.)
Das Schiff, auf dem sie fuhr, hieß ›Erde‹.
Wer bin ich auf meinem Lebensschiff? Laß ich das Boot treiben, wo greife ich ein?
Beschäftige ich mich mit der Gestaltung des Schiffes oder mit seiner Mechanik?
Wen rufe ich an Bord?
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Tolle Fragen sind das. Und das Weib kann man auch verstehen in ihrer grenzenlosen Wut.
AntwortenLöschenOb das Schiff "Erde" noch zu steuern ist? Und von wem?
Lieben Gruss,
Brigitte
Jede für sich und alle gemeinsam, jeder an seinem Platz, ist dieses Schiff zu steuern. Es geht nicht ohne die Erkenntnis, dass wir gemeinsam auf einem Stern leben und es keinen Ersatz gibt. Und Geld und Macht dürfen nicht Gewinner sein.
LöschenSchönen Sonntag wünscht Roswitha
Das sind Fragen,
AntwortenLöschenliebe Roswitha,
die beschäftigen. Und auf die es keine einfachen Antworten gibt...
Ein Gedicht (es ist von Ingeborg Kaiser), das ich immer wieder hervornehme und lese, hat in seinem Ende eine Antwort, die Mut macht:
zeitreise
rudern
gegen den
strom beharrlich und
langsam mit
blossem auge die
ufer sehen vögel
und steine endlich
anlegen bei
sich
Lieben Gruss ins spätsommerliche Wochenende
Hausfrau Hanna
Danke für diesen Text, ich habe ihn sofort ausgedruckt und werde ihn sicher noch oft lesen, er macht Hoffnung! Er spricht mich sehr an.
LöschenEinen schönen Sonntag wünscht Roswitha
Raumschiff Erde
AntwortenLöschenSeit Urzeiten, seit dem großen Knall,
jagt die Erde durch das endlose All.
Diese Reise durch Raum und Zeit
erfolgt in rasender Geschwindigkeit.
Und doch dauert die Fahrt unendlich lang,
denk ich dran, wird mir manchmal bang,
Denn obwohl ich nur Gast einer Etappe bin,
behalt ich doch auch das Ganze im Sinn.
Niemand hat jemals das Ziel genannt,
den Klügsten selbst, ist es unbekannt !
Am Abend die Myriaden der Sterne,
sie blinken sehr kalt in der Ferne.
Noch scheint uns auch die Sonne,
sie wärmt uns, welch eine Wonne.
Doch eines Tag's wird verlöschen das Licht,
was dann ?, wir wissen es nicht !
Und gleichgültig, was wir Winzlinge machen,
aus der Leere hört man der Götter Lachen !
(Reinhard Horber)
*sonnigsommerlichschönesWEwünsch*
Die Götter werden gewaltig lachen, wir Winzlinge, die sich für die Krone der Schöpfung halten und so kopflos agieren...
LöschenLiebe Annette, Dir einen schönen Sonntag, Roswitha