Muffin unterwegs, ich bin sicher, er freut sich über den Geruch der Rapsfelder und die liebevolle Behandlung durch seine Reiterinnen. Eine Ahnung von Sommer durchzieht das Land, leider schon fast zu trocken. Die Blüten sind überall überwältigend, weil es vorher feucht war. Ich finde das wird zu wenig wahrgenommen.
Mein letzter Blog über das Altenheim löste bei Leserinnen Angst aus, kann ich gut verstehen. Diese Zustände entstehen, wo Gewinnstreben trotz aller gegenteiligen Behauptungen dazu führt, dass Menschen verwahrt werden, statt mit ihnen einen Lebensabend zu gestalten. Nur weil wir alt werden, werden wir nicht bedürfnislos zu einer unwichtigen Gruppe der Gesellschaft. Diesem Zustand ist nicht wirklich mit Gesetzen beizukommen, es zählt jede einzelne von uns. Wir wählen die Menschen, die die Regeln aufstellen, jede und jeder der Verantwortlichen verweist auf andere, die etwas verursachen: die Bauvorschriften verhindern das alte, heimelige Heim zugunsten eines kühlen Neubaus, die Pflegeversicherung braucht Kategorien zur Aufteilung der alten Menschen, die Sozialgesetzgebung schreibt vor, wieviel Geld der alte Mensch noch für sich behalten darf(151,- Euro). Und das Personal gerät in eine Situation, die nichts mit dem früher gewählten Beruf zu tun hat.
Trotz alledem: Besuchen wir die Menschen in Heimen, machen wir Leben in der vertrauten Wohnung möglich, halten wir Kontakt. Und schauen wir genau hin, wer wann welche Entscheidungen trifft, und in wessen Interesse. Grundsätzlich sollten wir uns an einem soziales Netzwerk um uns beteiligen, auch mit jungen Menschen.
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der schreckliche alte mann über dem teich hat seinen verstand verloren, wenn er ihn dann je hatte. er ist es nicht allein, und wir werden sehr darauf achten müssen, unsere offene gesellschaft mit demokratischen regeln zu behalten. wirtschaft hat auch bei uns macht, wenn es druck gibt. viele kleine schritte führen auch zum ziel der mächtigen alten männer.
"Wir sind uns beide ganz einig, dass dieses Regime zusammenbricht.
Die Frage ist nur, wieviel Schaden es dabei noch anrichtet, und wie
das dann alles wieder repariert werden soll. J. sehr sicher, dass das
weit länger dauern wird als unsere noch verbleibende Lebenszeit."
(André Spiegel über die USA) fortlaufend

Danke für deine immer analytische und mutige Sicht der Dinge, die uns teilweise sehr belasten. Vielleicht können wir in unserem kleinen Umfeld durch kleine Taten und grosse Motivation zumindest ein wenig die schwierige oder gar missliche Weltlage verbessern ...
AntwortenLöschenLieben Gruss, Brigitte
danke, liebe brigitte, ja, es geht nur so. viele menschen an vielen orten schauen und handeln, sagen was sie denken und tun, was der tag fordert. es ist wie ein mosaik, alles ist gleichzeitig. auch das blühende rapsfeld und die frohe reiterin, die uns kraft schenken. hab einen schönen tag, roswitha
LöschenLiebe Roswitha,
AntwortenLöschengerade gestern habe ich im Wohnheim meines Vaters erneut erfahren, was es bedeutet, wenn Menschen trotz aller prekärer Pflegesituationen handeln. Die Mitarbeiter*innen, die meinen Vater betreuen, schätze ich überaus. Bei der Pflege meiner Mama erlebe ich immer wieder Fragezeichen und auch großen Frust bei den Pflegenden.
Nummer 47 hatte nie einen Verstand, der Mitgefühl und soziales Verhalten einschließt. Nummer 47 hat nur gelernt, wie er sein Geld vermehren kann. Wie auch nur eine Person so einen Wicht wählen kann, bleibt mir ein ewiges Rätsel.
Danke für Deine Unermüdlichkeit, über Wesentliches zu berichten.
Liebe Grüße, C Stern
laß uns schauen, aber auch entspannen. mit musik? herzlich grüßt roswitha
Löschen«Lebensfreude»: „Wie du am Ende deines Lebens wünschest gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben.“ (Marc Aurel)
AntwortenLöschenHerzlichen Wochenstart - Gruß und frühlingshaft, schöne kurze Woche in den MAI ☀️💞 von Annette 🌿🪻🤗
also singen wir maienlieder und freuen uns über den frühling, er kommt trotz alledem, herzlichen gruß, roswitha
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