Teilbare Macht



Das Recht auf Macht

Endlich war ich aus der Lethargie erwacht! Alles schien nun selbstverständlich und logisch. Zu wissen, dass es auch auf mich ankommt, mich mit all meinen persönlichen Ausprägungen, mit der mir eigenen Geschichte, macht mich stark und mutig.

Ja, auch ich habe das Recht auf mein Stück Macht! Es steht mir zu, selbstverständlich, ohne Zuteilung von anderen. Ich hatte das vergessen, ich wollte nicht kämpfen. Ich wollte nicht Macht ausüben über andere.

Dabei hatte ich übersehen, dass mit meinem Rückzug dieses Vakuum von anderen gefüllt wird. Sie üben dann auch über mich Macht aus.
Darauf kommt es an: Jeder beansprucht seinen Teil der Macht, und nur den, der ihr oder ihm in aller Verantwortung vor sich zusteht, und übernimmt auch die Verantwortung für sein Tun.

Weil ich mich für alles verantwortlich fühlte, meine Frauenrolle voll aus schöpfend,
war ich unverantwortlich. Ich hatte keine Antworten, weil ich keine für mich fand. Ich lamentierte über die Ungerechtigkeit der Welt und begann den Kreislauf des Leidens bei mir.

Menschen, die auf sich achten, gehen achtsamer mit anderen Menschen um. Menschen, die auf sich hören, sich ernst nehmen und Zeit für sich in Anspruch nehmen, diese Menschen werden harmonischer.
Sie haben keine Leere in sich, die ausgefüllt werden muss mit Konsum, übersteigertem Machtstreben und Ehre. Sie brauchen keine Fassaden, sondern begegnen uns als lebendige Menschen, unvollkommen und fehlbar.

Darum brauchen wir Menschen einander: Um uns gegenseitig das Fehlende zu ersetzen, statt die Fehler der anderen zu bekämpfen. Zuhörend und handelnd können wir über uns und unsere Mitmenschen nachdenken.
Menschen brauchen Menschen, um lebendig zu bleiben, um zu wachsen und die eigenen Facetten in die Welt zu bringen.

Ich beanspruche Macht für die ich Verantwortung übernehmen kann, will Streiten für Dinge, für die sich das Streiten lohnt. Hoffnung und Vision einer Welt, wie sie auch sein könnte, lassen mich nicht ruhen.

Gemeinsam mit anderen Menschen kann ich daran arbeiten, dieses Stückchen Erde für alle bewohnbarer zu machen. Und dies nicht auf Kosten der Menschen, die entfernter wohnen!





Kommentare

  1. Sehr schöne Worte und tolles Foto dazu....

    DIR frohe besinnliche ✿ Ostertage - Roswitha - wünscht - von Herzen - Annette ♥

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    1. Danke, liebe Annette, wünsche ich auch Dir! Ich freue mich schon...

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