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Es werden Posts vom September, 2019 angezeigt.

Altweibersommer?

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Eine 78-jährige Frau hatte gegen die Bundesrepublik Deutschland geklagt. In den Wetterberichten des Deutschen Wetterdienstes solle zukünftig der Begriff "Altweibersommer" nicht mehr verwendet werden. Sie fühlte sich durch diese Bezeichnung wegen des Wortes "Weib" im Hinblick auf ihr Geschlecht diskriminiert, weil dieses Wort "seit altersher" abfällig gebraucht werde. Noch schlimmer sei die Bezeichnung "altes Weib", weil dadurch "zum Ausdruck gebracht werde, dass die Betreffende keine richtige Frau mehr sei." Der Begriff "Altweibersommer" verletze sie daher in ihren Persönlichkeitsrechten.

Das Landgericht Darmstadt wies die Klage ab. Die Klägerin sei im Hinblick auf die Bezeichnung "Altweibersommer" in Wetterberichten nicht "beleidigungsfähig". Zum einen setze eine Beleidigung einen Angriff auf die Ehre dadurch voraus, dass jemand seine Missachtung über eine Person gegenüber dem Betroffenen od…

Pläne für den Herbst

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Im Herbst sammelte ich
alle meine Sorgen und vergrub
sie in meinem Garten.
Als der Frühling wiederkehrte – im April –
um die Erde zu heiraten,
da wuchsen in meinem Garten schöne Blumen. Khalil Gibran Eine gute Idee weil das Kerzenlicht mich manchmal melancholisch werden lässt. Die Sorgen vergraben ist jedenfalls besser, als sie in ein Glas Wein zu schütten, wie ein altes Lied rät.
Aber noch ist Herbst und Kastanien fallen und Blätter rascheln und Feste allüberall...

Der Butt und mehr

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DER BUTT, geschaffen von Günter Grass(Lübeck, am Museum)
Zitat von Günter Grass: Je größer die Intelligenz, desto verheerender kann ihre Dummheit ins Kraut schießen. ----------------------------------------------- Wortgewaltig seine Romane, die hervorgerufenen Bilder im Kopf sehr detailreich. Ich verlor mich oft in seinen Romanen, wollte nicht aufhören zu lesen. Die Filme waren Entdeckungen einer neuen Sicht der Literaturverfilmung. Und dann kam das Buch "Mein Jahrhundert" heraus, mit Grafik und Texten, und ich lernte einen anderen Grass kennen. Seine Grafik und seine Skulpturen sprechen mich auch an. Was für ein Werk hinterlies er uns!  „Zukunft wird nur dann möglich sein, wenn wir lernen, auf Dinge, die machbar wären, zu verzichten, weil wir sie nicht brauchen.
Günter Grass
- https://gutezitate.com/autor/g%C3%BCnter-grassZukunft wird nur dann möglich sein, wenn wir lernen, auf Dinge, die machbar wären, zu verzichten, weil wir sie nicht brauchen.
Günter Grass
- h…

Grüß dich, Herbst

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Text : Reinhard Mey  Grüß Dich, Gestern, (Zitat, auszugsweise)
Grüß dich, Gestern
Willkommen in unserer Runde
Grüß dich, Gestern
Willkommen in dieser Stunde
In deinem goldenen Kleid
Ähnelst du dem Wein vom Vorjahr
Hüllst in Flitter die Zeit
Lässt vergessen, was nicht Gold war
Grüß dich, Gestern
Willkommen in unserer Runde

Grüß dich, Leben
Willkommen in unserer Runde
Grüß dich, Leben
Willkommen in dieser Stunde
Im Mantel der Ungewissheit
Verbirgst du heut' noch das Morgen
Nein, ich halt mich bereit
Für neue Freuden, neue Sorgen
Grüß dich, Leben
Willkommen in unserer Runde 

Gehen wir weiter mit einem mutigen "trotz alledem" !

Schmetterlinge im Bauch

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Heute ist Weltkindertag und weltweiter Umweltdemonstrationstag. Dieses Foto habe ich bei einer Schülerin aufgenommen, auch in unserer Kleinstadt war eine für hier große Demonstration. Da sah ich all die jungen und älteren Menschen und dachte daran, wie gut es uns doch geht. Und ich stellte mir die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker vor, wie sie in Zukunft mit dem Pinsel unsere Pflanzen und Bäume bestäuben, weil es kaum Insekten geben wird. 
Doch halt: Wir sind alle Teil dieses Systems, es geht nicht ohne einschneidende Veränderungen des Gesamtsystems. Solange unser höchstes Gut Wohlstand und Geld und Gewinnmaximierung ist, ändert niemand etwas, der noch einmal gewählt werden will.
Erst wenn sich Wertvorstellungen ändern, gibt es eine Grundlage für Veränderung.
Schmetterlinge im Bauch machen froh, Schmetterlinge, die auf Pflanzen tanzen auch. Aber dazu müsst ihr zumindestens Brennessel wachsen lassen. Neben allem anderen, was NOTWENDIG ist...

Bild: unsere Schnakenfänger

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„Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler begangen: ein Attentat auf sich selbst.“ — Émile Michel Cioran rumänischer Philosoph 1911 - 1995 E. M. Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein, Suhrkamp Verlag, 1993, ISBN 351837049-9, S.

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/weisheit-und-wahrheit/ „Wer gut schläft, geht besser, wer gut geht schläft besser doch warum können Schlafgestörte trotzdem laufen?
Clara Schumann
- https://gutezitate.com/autor/clara-schumann „Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht.“ — Hannah Arendt Wahrheit und Politik, S. 338 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/hannah-arendt/ Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs,
es ist mir die Luft, in der ich atme
Zitat von Clara Schumann   

Zweihundert Jahre sind seit ihrer Geburt am 13. September 1…

Herr Nebelkrähe, verwischt

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Herr Nebelkrähe geht heute auf zwei Füssen bummeln. Er wartet nicht zu Unrecht auf die Menschen,  die ihm immer wieder essbares zuwerfen. Leider wissen die Menschen nicht was Nebelkrähen bekommt, nicht einmal, was gut für sie ist.
Sonst würden sie mehr auf die Natur achten, in und außerhalb der Stadt! Über und unter der Erde, immer.


Marie Luise Kaschnitz Ohne Ort und Ziel
Keinen Ort mehr haben
Kein auszuweisendes Ziel
Nicht greifbarer sein
Als Spiegelbilder der Tauben
Auf der regenroten Terrasse
Als der Klagschrei der Eulen
Im Schwarznadelbaum.
Forttragen nichts
Als leichthin jenes mein Tal
In der offenen Hand.
Aufwachen nachts
Ins Tretrad springen
Meine kreisende Himmelsleiter.
Unten wie oben
Ist Anfang und Ende
Oben wie unten
Schlag ich mich frei.
(aus: M.L.K.: Dein Schweigen - meine Stimme. Gedichte 1958-1961, 1962)

Maar und Veränderung

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Eifelmaar

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

 Georg Christoph Lichtenberg


An manchen Tagen möchte ich keine Nachrichten mehr hören oder sehen, Ohnmacht und eine gewisse Lethargie überwältigen mich fast. Wenn ich dann Bilder wie dieses von einem Maar anschaue relativiert sich manches. Ich weiß wieder die Nachrichten einzuordnen. Die Aufgeregtheit des Tages von wirklich bedrohlichem zu unterscheiden ist wichtig.

Weisheit gesucht

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Aber will jeder/jede zur Weisheit finden?  Und was ist das? Meine Idee von Weisheit ist anders als die meines Nachbarn. Ist Weisheit nur individuell, oder gibt es eine allumfassende Weisheit? Ist es nicht wunderbar, wenn etwas gut ist und nicht schlechter wird? Ist Zufriedenheit nicht der Urgrund der Weisheit?


Es reden und träumen die Menschen
viel von besseren Tagen,
nach einem glücklichen, goldenen
Ziel,
sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wieder jung,
doch der Mensch erhofft
Verbesserung.

Autor: Friedrich von Schiller





Herbst ist es

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Herbstliche Wege

Des Sommers weiße Wolkengrüße
zieh'n stumm den Vogelschwärmen nach,
die letzte Beere gärt voll Süße,
zärtliches Wort liegt wieder brach.

Und Schatten folgt den langen Wegen
aus Bäumen, die das Licht verfärbt,
der Himmel wächst, in Wind und Regen
stirbt Laub, verdorrt und braun gegerbt.

Der Duft der Blume ist vergessen,
Frucht birgt und Sonne nun der Wein
und du trägst, was dir zugemessen,
geklärt in deinen Herbst hinein.
Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler

Feste überall läuten den Herbst ein, Musik und Essen, bunte Stände mit Früchten der Ernte locken.  Ein sehr angenehmes Wetter: zunächst Regen, damit gegossen ist, dann nachts kühl, um gut zu schlafen, und mittags wunderbar wärmende Sonne.


buntes Totholz

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Vorgefühl
Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen, und muß sie leben,
während die Dinge unten sich noch nicht rühren:
die Türen schließen noch sanft, und in den Kaminen ist Stille;
die Fenster zittern noch nicht, und der Staub ist noch schwer.
Da weiß ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer.
Und breite mich aus und falle in mich hinein
und werfe mich ab und bin ganz allein
in dem großen Sturm.Rainer Maria Rilke

(1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker

Ein Baum für Insekten und Kleintiere? Hoffentlich erschrecken sie nicht wegen der Fähnchen. Eine Idee zum Ausschmücken eines Totgehölzes? Wäre es sonst langweilig? Jedenfalls ist der Baum international geschmückt, schön.

altes Auto und junge Ehe

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Und dann war da gestern noch Hochzeit, das Auto begeisterte mich, obwohl ich sonst kaum Interesse an Autos habe. Es gefiel mir sogar mehr als die Braut, eine zierlich junge Frau mit schulterfreiem weißen Brautkleid. Und auf den Oberarmen hatte sie eine riesige Fratze von der Schulter bis zum Ellenbogen tätowiert, sah komisch aus.
Ich war nur zufällige Zuschauerin, bin wohl zu alt dafür, um dieses Schmerzen zufügen für Geld und die entstehenden Bilder zu verstehen.




Der schönste Anblick
Schön ist’s, wenn zwei Sterne
Nah sich stehn am Firmament,
Schön, wenn zweier Rosen
Röte ineinander brennt.

Doch in Wahrheit! immer
Ist’s am schönsten anzusehn:
Wie zwei, so sich lieben,
Selig beieinander stehn.
Autor: Justinus Kerner


Gedanken am Markttag

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Die Zeichen an der Wand erinnern mich an Gaunerzinken. Sind sie versteckte Symbole einer Geheimorganisation? Sollen sie uns etwas mitteilen?

Jedenfalls fand ich um die Ecke diese wunderbaren Tomaten, in Pappschalen, ohne Plastik. Und schmecken tun sie auch noch. Ich mache es wie die Vögel des Himmels, ich säe nicht, ich ernte nicht, ich esse einfach.
Und der Tisch ist reichlich gedeckt.





Gott ist allmächtig und voll Mitleid,
doch wenn du Gerste anbaust,
hoffe bei der Ernte nicht auf Weizen.

Rumi

Lebendig sein

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Rose Ausländer
SO VIEL

Wer kann
so viel sagen
wie er will

Wer will so viel
wie er denkt

Wer denkt soviel
wie er lebt
Wer lebt so sicher
wie er stirbt

Es denkt in mir, eine unablässige Kette von Gedanken, Wünschen und Vorstellungen läuft in mir ab,
ich interpretiere, während ich sehe, habe Erinnerungen, die sich zu Ideen formen, und mein Handeln manifestiert mein Sein.

Und dazu kommen die Gedanken anderer Menschen...

Gedanke über Intelligenz

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Ein Mensch, der sich etwas auf seine Intelligenz einbildet,
ist wie ein Sträfling, der mit einer großen Zelle prahlt.
Simone Weil (1909 - 1943), französische Philosophin und Verfasserin religiöser Schriften

Da ich nicht denke, daß die Frau von Natur aus dem Manne unterlegen ist, denke ich auch nicht, daß sie ihm von Natur aus überlegen ist. Die Katze und der Vogel Ein Dorf hört, voller Mitleid, Den Gesang eines verletzen Vogels. Das ist der einzige Vogel des Dorfs Und die einzige Katze des Dorfs Hat ihn halb gefressen. Und der Vogel hört auf zu singen Und die Katze hört auf zu schnurren Und ihre Schnauze zu lecken. Und das Dorf organisiert für den Vogel Eine wundervolle Beerdigung. Und die Katze, die eingeladen ist, Geht hinter dem kleinen Sarg aus Stroh, In dem der tote Vogel liegt, Den ein kleines Mädchen trägt, Das weint und weint. „Hätte ich nur gewusst, dass es Dich so traurig machen würde, Sagt die Katze, Dann hätte ich ihn ganz gefressen. Und dann hätte ich erzählt, Dass ich i…

September

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Der September

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.
Das ist ein Abschied mit Posaunen,
mit Erntedank und Bauernball.
Kuhglockenläutend ziehn die braunen
und bunten Herden in den Stall.
Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.
Das ist ein Abschied mit Getümmel,
mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
Luftschaukeln möchten in den Himmel.
Doch sind sie wohl nicht fromm genug.
Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.
(Gedicht von Erich Kästner)


Es fehlen die Kartoffelfeuer, keine Kuhglocken läuten im Odenwald, und doch spüre ich den Herbst kommen.  Als Kinder brieten wir im Kartoffelfeuer rohe Kartoffeln, ohne Alufolie!
Morgens ist es angenehm frisch, Kürbisse liegen zuhauf herum, …