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Es werden Posts vom Dezember, 2020 angezeigt.

Brauchen Menschen Silvester?

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  Silvester Gedicht Joachim Ringelnatz Dass bald das neue Jahr beginnt, Spür ich nicht im geringsten. Ich merke nur: Die Zeit verrinnt Genauso wie zu Pfingsten. Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt in heimlichen Geweben. Wenn heute Nacht ein Jahr beginnt, beginnt ein neues Leben. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- mein großvater war ein wunderbarer mann, ich war sein erstes enkelkind. ehe ich schulkind wurde ging er oft mit mir durch die kleinstadt. er ließ manchmal heimlich einen groschen fallen und machte mich dann darauf aufmerksam, dass dort geld läge. ich hob den groschen auf und war sehr froh, durfte ich mir nun beim bäcker allein etwas kaufen.  morgen würde er einhundertvierzig jahre alt! es war schön dass er silvester geburtstag hatte, außerdem hatte er noch am nikolaustag namenstag - auch der wurde in der katholischen gegend gefeiert. Steinhauer war er, während des 2.WK hausmeister in unserer volksschule un

Zeit zum (Um-)Denken

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 Kingsnorth und Hine beschäftigten sich nach 2008 mit der Finanzkrise und den Folgerungen und erarbeiteten ein Manifest. Unter amderem schrieben sie: "Uns geht es darum, die Geschichten in Frage zu stellen, die unserer Zivilisation zugrunde liegen: den Mythos des Fortschritts, den Mythos, dass sich alles um den Menschen dreht, und den Mythos unseres Getrenntseins von der Natur. Die Mythen sind umso gefährlicher, da wir vergessen haben, dass es Mythen sind." Zitat aus Natalie Knapp, Der unendliche Augenblick, Rowohlt 2016 das schlagwort von der krise als chance geistert immer mal wieder umher, aber kaum jemand meint es ernst. der mensch ist nicht krone der schöpfung, sondern mitbewohner in dem biotop erde. es ist kein fortschritt, wenn die vermögen einer minderheit sich vergrössern und aktien gewinn abwerfen und gleichzeitig menschen das lebensnotwendige fehlt.  wir brauchen ein umdenken, vorallem aber ein anderes handeln. was ich fast unerträglich finde sind z.b. die vielen t

Chressdaach Morje/ Weihnachten

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 ich wünsche allen leserinnen und lesern dieses blogs ein frohes weihnachtsfest und eine gute zeit mit mut und zuversicht. und  hoffentlich zur freude von euch einmal ein text in meinem dialekt aus der eifel. wir mussten es in der grundschule lernen(volksschule, 50-er jahre!)  Chressdaach Morje von Peter Zirbes(1825- 1901) Ob Chressdaach Morje woaret kalt un kneppelhort jefror, doh kräht de Honn un aller Freh: „De Heiland oß jebor!"   Doh bellt da Hund: „Wowoh, wowoh, woh oß en daan zefunne?" Doh bläzt die Jeeß: „Ze Bedleheem!" un bleift net langä hunne.   Da Hund, da sät: „Ech loten doar, un wären et hunnert Stunne, un lack nimm sein kaal Feßcher woarm, wenn ech en hon jefunne."   Do

unverstand und hoffnung trotzdem

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»Möge die Kraft, die immer wieder eine Balance anstrebt, doch diesen gequälten Erdball nun auch bald wieder in ein Gleichgewicht bringen damit die Besten der Spezies Mensch wieder zum Wirken kommen können und nicht mehr die Destruktiven, die rohen Egoisten, die geistig Beschränkten, Viehischen.« Hannah Höch in ihrem Notizkalender am 25. Januar 1946 dieses zitat scheint mir sehr passend. vielleicht kommen in krisenzeiten die besten und die destruktivsten eigenschaften von menschen ans licht.  ich freue mich an der gewissheit, dass ich von menschen weiß, die gemeinsam mit anderen diese krise überstehen wollen. denen nicht kurzfristiger spass das wichtigste ist, oder konsum um jeden preis. diese zeit macht mich müde, trotz alledem sind wir nun eine gute strecke gegangen und werden auch die letzte mauer überwinden. wenn ich an den zustand im deutschland im januar 1946 denke, bewundere ich die kraft der menschen damals umso mehr.  hoffentlich lernen alle und helfen mit , die erde könn

reiten und miteinander leben

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es war wohltuend über die wiesen zu reiten. die luft war klar und alle dummen gedanken verwehten.  bürostress abbauen und gedanken über manchmal sinnlose planungen waren vergessen. schritt für schritt für schritt nehme ich raum ein, mit meinem pferd. coronaabstände und maske brauche ich hier nicht, hände wasche ich ohnehin hinterher immer. das pferd ist warm und lebendig, ich spüre seine bewegungen und es spürt mich. das verhalten mancher mitbürger ist sehr erschreckend. ein mann führte sich völlig unangebracht wie ein blockwart auf  und beschimpfte eine ehrenamtliche mitarbeiterin. dann musste ich von einer dame lesen, die mit positivem covid- test noch schnell zum friseur wollte mit der begründung " man wolle ja anständig aussehen im krankenhaus". solidarität braucht es in krisen, verantwortungsvolles handeln und fürsorge, auch für mitmenschen. ich konnte mir die kurz aufkommende genugtuung  bei der nachricht, dass der afd-abgeordnete, der im bundestag letzthin mit kaputter

Advent- Vorfreude

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                                          Engel neben dem gruseligen Relief am alten Haus sie lachen, die beiden, über die rennenden menschen, die heute panisch letzte weihnachtseinkäufe erledigen? jeder/jede würde auf befragen sagen, das sein nicht so wichtig. warum rennen so viele menschen trotzdem wie aufgescheucht durchs städtchen? entspannt schauen die beiden, haben schon viel gesehen. und sie wissen auch, jede zeit hat ihre plage, und ihre freude. Vorfreude auf Weihnachten Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt. Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht, Dann blüht er Flämmchen. Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. - Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt, Wird dann doch gütig lächeln. Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! – Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s all

Winterschlaf?

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 Relief an einem alten Haus, rätselhaft Eine seltsame Zeit haben wir. Ab morgen geht das Land wieder in den Vorruhestand, die Infektionen mit Covid 19 nehmen weiter zu. Die Schließung der Hotels, Geschäfte, Theater und Museen zieht sich wie eine dicke, lähmende Decke über alles.  Gut wäre, wir Menschen könnten auch in den Winterschlaf gehen. Aber dann brauchte es ja trotzdem Menschen, die für eine Versorgung der Alten und Kranken arbeiten. Ich bin müde von diesem Jahr. Es hatte zu wenig Leichtigkeit und Gemeinschaft, zu wenig von vielem, was mir wichtig ist. Jedenfalls verabschiede ich dieses Jahr gerne, und auch dies ist ihm egal. Diese rätselhafte Figur auf dem Foto scheint bedrohlich. Ich möchte laut lachen und sie verscheuchen.  Alles ist mein Leben, gehört dazu. Uns hier in Mitteleuropa geht es immer noch gut, wir müssen hellwach und mutig sein, solidarisch und offen für neue Wege.     Für die kommende Ruhezeit haben wir viele verschiedene Bücher.

was ist KUNST?

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  KUNSTBEGRIFF des GRUNDGESETZES EINE KÜNSTLERISCHE TÄTIGKEIT IM SINNE DES  ARTIKELS 5, ABSATZ 3 GG ist eine GEISTIGE, EMPFANGSORIENTIERTE, SINNGEBENDE  TÄTIGKEIT, DIE DURCH EIGENWERTIGES UND SELBSTÄNDIGES  GESTALTEN ERNSTHAFT EIN FERTIGES WERK ANSTREBT, DAS ALS  SINNERWARTUNGSTRÄGER BEIM EMPFÄNGER subjektiv originäres erleben auslöst oder auslösen will. Ist das nicht schön? 

Fallstricke

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  "Alles in allem wird deutlich, dass die Zukunft gute Chancen bereit hält; sie enthält aber auch Fallstricke. Der Trick ist den Fallstricken aus dem Weg zu gehen und um sechs Uhr wieder zu Hause zu sein." Woody Allen es ist halt wie immer, und es war auch schon immer so. und dabei geht es uns um vieles besser als generationen vor uns oder in anderen teilen der welt. lernt hüpfen und schaut, wo ihr hintretet! 

Gelingen

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Was können wir dazu beitragen, dass unser Leben "gelingt"? Was heißt dieses "gelingt"? Ich denke, wir leben um uns mit den uns eigenen Fähigkeiten in die Welt zu tragen und dabei manchmal glücklich, und über weite Strecken zufrieden zu sein. Wenn wir erst gelernt haben, uns nicht mit anderen zu vergleichen, weil jede/jeder anders ist, und unser Lebensziel nicht auf Dinge, sondern auf  Zustände, Gefühle oder Ziele zu richten, dann erahnen wir unseren Weg. Dieser ist nicht einfach, aber uns.  Verena Kast schrieb dazu: "Es gelingt denen, die die Fähigkeit haben, nicht nur sich selber, sondern die Menschen und die Welt um sich herum wahrzunehmen. Und es gelingt denen, die dem folgen, woran sie ihr Herz gehängt haben, die irgendeine Leidenschaft antreibt. Und es gelingt denen, die an ihre eigenen Möglichkeiten glauben, die grundsätzlich Vertrauen in das Leben haben." (Verena Kast, Vom gelingenden Leben, dtv 2000) Dabei muss ich zugeben, dass ich manchmal angesi