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Es werden Posts vom März, 2020 angezeigt.

Formen und Erkenntnis

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Der Bildhauer Paul Wagner hat eine Steinplatte voller Gesichter gemeißelt. Auf die Rückseite schrieb er eine wichtige Erkenntnis zur gegenwärtigen Lage (und überhaupt): WIR BRAUCHEN ALS LEBENS-MITTEL : VITAMIN A, VITAMIN B UND KUNST

Quasten und Neidköpfe

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Nun ist eine Quaste vom Quastenkopf um irgendwelche Blätter geschlungen, und der Herr darunter ist auch schön grün geschmückt! Was sich die Künstler vom Bau wohl bei dieser Dekoration gedacht haben? Eigentlich heißen diese Köpfe ja Neidköpfe und sollen Unglück abhalten von den Bewohnern. Ich habe noch einige Bilder, es ist angeblich das größte Fachwerkhaus in Süddeutschland, und über 400 Jahre alt. Es ist entspannend für mich zu fotografieren.

historisches Kopfrätsel mit Schnur?

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Nun mal ein Rätsel: Was bedeutet dieser Kopf? Es ist ein Auflagesockel an einem historischen Fachwerkhaus. Hat er eine Bretzel im Mund? Warum die Schnur aus den Haaren? Weitaus besser gefällt mir ein weiterer Kopf an der Fassade: Da weiß ich doch gleich was er will, oder?

Zeit als Engel?

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So sah es am Samstag auf dem Markt aus, die Ordnungshüter hatten Standflächen gesprüht. Dieser Mann wusste wohl nicht, ob er rechts oder links stehen wollte. Aber der Abstand reichte. Es macht manchmal müde, dieses Virus bringt uns aus dem Takt. Trotz alledem gibt es viele freundliche Begegnungen, es gibt Singen und Musik und Kerzen(wenn der Wind nicht so stark ist). Des Menschen Engel ist die Zeit, schrieb Schiller im Wallenstein.  Es braucht noch Zeit, bis sich etwas ändert. Viel Angst haben manche Menschen, wir rücken näher zueinander, oberflächliche Dinge werden unwichtig. Nur nicht der Illusion anhängen, dass nach einigen Wochen alles sei wie vorher. Es gibt kein Zurück, aber eine Chance zu einem anderen Miteinander, im besten Fall zu einer Gemeinschaft, deren Werte sich geändert haben. In einer Welt begrenzter Ressourcen kann es kein grenzenloses Wachstum geben. Es kann auch nicht das Eigentum an Wasser oder Luft in Privathand sein.  Lasst uns mutig den nächsten Schrit

Evolutionsbeschleuniger Virus? System reset.

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"Wir werden durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen- im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen." Slavo Zizek im Höhepunkt der Coronakrise Mitte März Dieses Zitat steht in einem sehr lesenswerten Text von Matthias Horx, frei abdruckbar mit dem Hinweis: www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de In diesem Text geht es darum, wie wir uns wundern werden, wenn die Krise "vorbei" ist. Er erinnert uns an die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Und an die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen... "Wenn das Virus so etwas kann- können wir es womöglich auch? Vielleicht war das Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt."    Zitat Matthias Horx ---------------

sportliche Übungen- Abwehr stärken

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                                                 Abbildung DDR-Museum Berlin " Jogger: der eine läuft ganz schlaff und nichtssagend, der andere reißt die Hacken bis zum Arsch hoch, kommt aber auch nicht schneller voran. Wenn der tätowierte Radfahrer übers Kopfsteinpflaster holpert und das ganze lasche Fleisch wackelt mit (bibbernde Schmetterling-Adler- Drachen). Kleiner Junge mit Kochlöffel am Lattenzaun entlang: Der Löffel am Gatter, meinen Segen hat er..." Peter Rühmkorf, Tabu I, rororo, Seite 204 Da hatte ich Bilder vor mir die mich lachen ließen. Rühmkorf war manchmal genial! Ich sammle Momente des Wohlbefindens zur Immunstärkung, Lachen hilft da.  Und gut denken, und heute und die nächsten Tage immer in die Sonne gehen.  Und nicht sich treiben lassen von wem auch immer, sondern selbst denken, sich verantwortungsbewusst verhalten, nicht zuviel Nachrichten hören oder schauen.

auf Straßen unterwegs

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Augen in der Großstadt Zitat, von Kurt Tucholsky "Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn du am Bahnhof stehst Mit deinen Sorgen: da zeigt die Stadt dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider – Was war das? vielleicht dein Lebensglück … vorbei, verweht, nie wieder." _____________________________________________________________________ Wir sehen und sehen und manchmal wissen wir Minuten später nicht mehr, was es war.  Wie wunderbar ist es, ohne Erwartung zu schauen?

Wettergeschichte

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Frühling war heute, immer für kurze Stündchen. Als ich unbedingt nach draußen musste goss es in Strömen. Hinterher verspottete mich der Himmel wieder: Was willst du, die Sonne scheint doch? Schön dass mit dem Wetter nie langweilig wird. Ich könnte nicht nur mit einem Wetter leben. Es ist schön die Sonne, den Wind, den Schnee, Kälte und Wärme und alle Stadien dazwischen zu spüren, zu sehen, zu riechen...

Frauentag

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                                   Ur- Ei, Bronze, gestaltet von Marianne Wagner, Breuberg Weltfrauentag ist heute, wie viele Frauen auf der Welt wissen es nicht? Wie viele brauchten Hilfe, Solidarität und einen Grund zur Freude? Wir haben viel erreicht, sind unterwegs und sollten nicht müde werden. Sophie (1770-  Mereau 1806)   An einen Baum am Spalier Armer Baum! - an deiner kalten Mauer fest gebunden, stehst du traurig da, fühlest kaum den Zephir, der mit süßem Schauer in den Blättern freier Bäume weilt und bei deinen leicht vorübereilt. O! dein Anblick geht mir nah! und die bilderreiche Phantasie stellt mit ihrer flüchtigen Magie eine menschliche Gestalt schnell vor mich hin, die, auf ewig von dem freien Sinn der Natur entfernt, ein fremder Drang auch wie dich in steife Formen zwang.

Frauentag

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                                                  Skulptur Marianne Wagner Froh sein beim Tanz mit Lendenschurz, sich drehen, den Wind auf der Haut, standfest und stark und frei- diese Erfahrung wünsche ich allen Frauen jeden Alters, die es sich wünschen. Es ist Frauentag und immer noch müssen Frauen leiden weil sie Frauen sind.  Und immer noch wird unser Alltag größtenteils von Männern bestimmt: in der Politik und in der Wirtschaft. Schon 1992 lernte ich in den Ethikvorlesungen in der Uni, dass Frauen zum Bruttosozialprodukt  noch einmal ungefähr den gleichen Betrag erwirtschaften ohne Bezahlung. Es hat sich nicht viel geändert seit damals. _________________________________________________________________________ Lysistrate, Komödie von Aristophanes(geschrieben ca. 450-444 vor Chr.!) "Die hellenischen Frauen sind es leid, Söhne als Kanonenfutter zu gebären und auf die ihnen angetrauten, mehr oder weniger lädierten Krieger zu warten. Sie wollen endlich Frieden. Da Kri