Ein paralympischer Rollstuhlbasketballspieler wird Gouverneur in Iowa. Das erste Mal überhaupt wird eine indigene Frau Gouverneurin (in New Mexico).
ich schrieb vor einiger zeit:
Mehr als jedes Geschenk wünsche ich mir lebendigen Austausch von Gedanken, gegenseitige freundschaftliche Anteilnahme am Leben der Anderen, Reflexion des jeweiligen Standortes. Mich beschäftigt sehr die Veränderung beim Älterwerden. Was passiert mit uns, was wollen wir, was wollten wir nie?
ich möchte keine böse alte frau sein, zu der kann ich aber werden, falls ich nicht aufpasse. meine ungeduld ist heftiger an manchen tagen. auch mein verständnis für einige verhaltensweisen hat abgenommen. warum sind wir nicht ehrlicher miteinander, spielen uns etwas vor? eigentlich reichte einfache freundlichkeit, es tut so wohl unterwegs angelächelt zu werden. lassen wir uns doch nicht von nachrichten treiben, auf die wir kaum einfluß haben. sie belegen unsere gedanken und halten uns ab davon, wirklich in unserer welt zu sein.
Marie Ebner-Eschenbach . 1830-1916
Ein kleines Lied
Ein kleines Lied, wie geht’s nur an,
dass man so lieb es haben kann?
Was liegt darin? erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang,
ein wenig Wohllaut und Gesang
und eine ganze Seele.
ruhe erwarte ich auch, und bewegung im wasser und außerhalb. endlich werde ich schwimmen können im winter, ohne hinterher ins kalte draußen zu müssen. ich erhoffe mir hilfe für meine müden knochen, besonders für die beine. im januar werde ich kuren.
meine erwartungen versuche ich nicht zu hoch zu halten, aber mit freundlichkeit und einsatzbereitschaft bin ich motiviert. da die klinik auf mehrgewichtige menschen eingestellt ist, hoffe ich zu recht auf verständnisvollen umgang mit mir. meine erfahrungen in vielen lebensjahren beim umgang mit medizinischem personal sind überwiegend negativ. abwertend, als ernähre ich mich mit süßigkeiten und pommes, tränke cola und bier, esse riesensteaks. erstaunen über meine blutwerte, die das gegenteil beweisen.
mein frust war so weit, dass ich bei einem hautarzt fast weinend aus der praxis ging, weil er als erstes fragte, ob ich schon einmal an abnehmen gedacht hätte. heute würde ich entsprechend reagieren. und wenn jemand das liest und orthopäde/-in ist oder gute kontakte hat, bitte bei mir melden.
nach vorne schauen ist die devise, zuversicht und positve bilder in mir stärken.
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Tritte des Herbstes
Du lieber Herbst
Das Laub
Noch heiß vom Sommer
und leuchtet feurig
Dann im Wind
Die feinen
Knöchernen Tritte
Zweigauf
Zweigab.
Marie Luise Kaschnitz (1901 - 1974)
meine gedanken sind bereits im november angekommen. gedanken über unseren umgang miteinander und mit der natur beschäftigen mich. ein busfahrer sagte in einem bericht, früher hätten die kinder nach dem einsteigen in den schulbus miteinander geredet, heute schauten sie sofort aufs handy. es kommt kaum jemand ohne konkrete verabredung zu besuch, vorher wird gefragt. sorgfältig wird erkundet, ob der besuch wegen essenszeiten/mittagsschlaf oder sonstiger alltäglicher beschäftigung ungelegen sei.
mir fehlen die spontanen anrufe, für die sind textnachrichten kein ersatz, ich möchte manches thema lieber mit einem gegenüber besprechen, diskutieren geht auch schlecht per geschriebener worte. ist es nicht so, dass die sogenannten "sozialen medien" uns voneinander entfernen? für informationen finde ich sie sehr gut, ich lese gerne in blogs und bekomme denkanstösse aus fremden blickwinkeln, ich lese artikel in nicht abonnierten zeitschriften.
was bedeutet menschsein, stand gestern in der RNZ. der heidelberger 12. literaturherbst stellt unter dem schwerpunkt mensch große fragen.
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Heute ist der Todestag von Ingeborg Bachmann, am 17.Oktober 1973 starb sie in Rom. Eine Frau, in deren Bücher ich mich reinkämpfte. "Das dreißigste Jahr" las ich in meinem 30. Jahr, es war mir sehr fremd. Gerne hätte ich weniger Verzweiflung gespürt in ihren Texten, und mehr Kraft, sich gegen die Zumutungen der Männer zur Wehr zu setzen. Auch mehr Mut für sich selbst, Zeit zu suchen, ohne zu zerbrechen.
Ich hätte gerne ihr Alterswerk gelesen, sie war genauso alt wie meine Mutter, das fand ich unglaublich.
Schaut euch vielleicht in der ARD -mediathek den Film zum 100. Geburtstag an, den es leider nie gab.
manche treten gerne in fußstapfen, die ihnen zu groß sind. und dann wollen sie, daß niemand genau hinschaut und sie gelobt werden für den schritt. da leiden nun viele unter dem schritt, außer dem, der hornhaut auf der seele hat.
wie kam es, dass unsere sprache so verrohen konnte, wie früher auch manchmal? Kann nicht mehr unterschieden werden zwischen sachfragen und persönlicher beleidigung?
manchmal spüre ich selbst schadenfreude, z.b. bei menschen, die robert habeck beschimpften wegen seines kurses und nun über hohe heizölpreise lamentieren.
zum glück gibt es bücher, es gibt wachsame menschen und mutige. ich halte bärbel bas für mutig, ihr rücktritt vom amt verständlich. unmöglich der befehl des kanzlers an alexander schweitzer, sofort dem entwurf der rentenkommission zuzustimmen. herr merz sollte nochmal lesen, was er vor seiner wahl wollte, und was im koalitionsvertrag steht.
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das neue buch von helga schubert schon gelesen, konnte nicht aufhören: Die Woche danach, dtv. ihre art mit dem leben umzugehen bewegt mich. ein stundenbuch über den tod des partners nach 60 jahren gemeinsamkeit. sie schreibt über erinnerungen und das gefühl von freiheit zwischen traurigkeit und erlösung. und viel über ingeborg bachmann und klagenfurt und ddr und...
wenn ich am pc sitze und schreibe, ist es gut. leider erfahre ich so viele negative nachrichten, die wirklichkeit ist kaum zu übersehen. nichts kann ich ändern, dass schrieb ich oft. ja, politik ist mir seit jugendalter wichtig, die natur um uns nimmt schaden durch unverstand und gier und dummheit.
hoffe die KI hält mich weiterhin nicht ab zu bloggen.
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eine sehr gute politische analyse: https://blog.vanessagiese.de/ text vom 30.09.26
der wind hat sich gedreht, manche machen zuviel wirbel. da könnte einer manchmal die luft wegbleiben.
eine dichterin bekam den literaturnobelpreis, anne carson, wunderbar. vielleicht könnten uns dichterinnen und dichter retten, wir sollten ihren texten nachspüren.
auszug aus dem gedicht von erich kästner, er schrieb es 1931:
"Das Jahr vergeht in Monatsraten.
Es ist schon wieder fast vorbei."
lest es weiter, es ist urheberrechtlich geschützt und kann nicht ganz hier stehen. mir bedeutet der text etwas.
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Ein Grashalm sagte
Ein
Grashalm sagte zu einem Blatt im Herbst: „Du machst solchen
Lärm,
wenn Du fällst! Du störst meine Winterträume."
Das Blatt
antwortete ungehalten: „Du bist von niedriger Herkunft und
hast
dich nie über deine Niedrigkeit erhoben, griesgrämiges, stummes
Ding. Du lebst nicht in den höheren Sphären und hast von
Musik keine Ahnung."
Dann
legte sich das Blatt auf die Erde und schlief ein.
Als der
Frühling kam, erwachte es wieder- und war ein Grashalm.
Als es
Herbst wurde, die Zeit für den Winterschlaf nahte und in den Lüften
die Blätter fielen, murmelte es: „O diese Blätter im Herbst!
Sie
machen so einen Lärm! Sie stören meine Winterträume."
Kahlil Gibran (1883-1931)
Ein paralympischer Rollstuhlbasketballspieler wird Gouverneur in Iowa. Das erste Mal überhaupt wird eine indigene Frau Gouverneurin (in...