Meerfelder Maar, Foto: Uli Boll, Manderscheid
meine gedanken sind bereits im november angekommen. gedanken über unseren umgang miteinander und mit der natur beschäftigen mich. ein busfahrer sagte in einem bericht, früher hätten die kinder nach dem einsteigen in den schulbus miteinander geredet, heute schauten sie sofort aufs handy. es kommt kaum jemand ohne konkrete verabredung zu besuch, vorher wird gefragt. sorgfältig wird erkundet, ob der besuch wegen essenszeiten/mittagsschlaf oder sonstiger alltäglicher beschäftigung ungelegen sei.
mir fehlen die spontanen anrufe, für die sind textnachrichten kein ersatz, ich möchte manches thema lieber mit einem gegenüber besprechen, diskutieren geht auch schlecht per geschriebener worte. ist es nicht so, dass die sogenannten "sozialen medien" uns voneinander entfernen? für informationen finde ich sie sehr gut, ich lese gerne in blogs und bekomme denkanstösse aus fremden blickwinkeln, ich lese artikel in nicht abonnierten zeitschriften.
was bedeutet menschsein, stand gestern in der RNZ. der heidelberger 12. literaturherbst stellt unter dem schwerpunkt mensch große fragen.
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Trinkt die Sonne und seid nicht bang,
Leben wandert wie Luft und
Klang,
Sturmwind muss stürmen,
Wolke sich türmen,
Krater
muss sprühen,
Blume verblühen,
Leben und Tod sind Duft
und Klang,
Seid nicht bang.
Paula Dehmel
(1862-1918) deutsche Schriftstellerin und Kinderbuchautorin
Das
Gedicht ist integriert in ihre Erzählung „Von der hundertjährigen
Agave“





