Mein letzter Blog über das Altenheim löste bei Leserinnen Angst aus, kann ich gut verstehen. Diese Zustände entstehen, wo Gewinnstreben trotz aller gegenteiligen Behauptungen dazu führt, dass Menschen verwahrt werden, statt mit ihnen einen Lebensabend zu gestalten. Nur weil wir alt werden, werden wir nicht bedürfnislos zu einer unwichtigen Gruppe der Gesellschaft. Diesem Zustand ist nicht wirklich mit Gesetzen beizukommen, es zählt jede einzelne von uns. Wir wählen die Menschen, die die Regeln aufstellen, jede und jeder der Verantwortlichen verweist auf andere, die etwas verursachen: die Bauvorschriften verhindern das alte, heimelige Heim zugunsten eines kühlen Neubaus, die Pflegeversicherung braucht Kategorien zur Aufteilung der alten Menschen, die Sozialgesetzgebung schreibt vor, wieviel Geld der alte Mensch noch für sich behalten darf(151,- Euro). Und das Personal gerät in eine Situation, die nichts mit dem früher gewählten Beruf zu tun hat. 

Trotz alledem: Besuchen wir die Menschen in Heimen, machen wir Leben in der vertrauten Wohnung möglich, halten wir Kontakt. Und schauen wir genau hin, wer wann welche Entscheidungen trifft, und in wessen Interesse. Grundsätzlich sollten wir uns an einem soziales Netzwerk um uns beteiligen, auch mit jungen Menschen. 

                                                  -------------------------------------

 der schreckliche alte mann über dem teich hat seinen verstand verloren, wenn er ihn dann je hatte. er ist es nicht allein, und wir werden sehr darauf achten müssen, unsere offene gesellschaft mit demokratischen regeln zu behalten. wirtschaft hat auch bei uns macht, wenn es druck gibt. viele kleine schritte führen auch zum ziel der mächtigen alten männer. 

 

"Wir sind uns beide ganz einig, dass dieses Regime zusammenbricht.
Die Frage ist nur, wieviel Schaden es dabei noch anrichtet, und wie
das dann alles wieder repariert werden soll. J. sehr sicher, dass das
weit länger dauern wird als unsere noch verbleibende Lebenszeit."
(André Spiegel über die USA)  fortlaufend