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der Lampenputzer

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Revoluzzer
(Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet)

War einmal ein Revoluzzer,
im Zivilstand Lampenputzer;
ging im Revoluzzerschritt
mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: "Ich revolüzze!"
Und die Revoluzzermütze
schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten
mitten in der Straßen Mitten,
wo er sonsten unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus,
zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer
schrie: "Ich bin der Lampenputzer
dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!

Wenn wir ihn' das Licht ausdrehen,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.
Laßt die Lampen stehn, ich bitt! ­
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!"

Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zu Haus geblieben
und hat dort ein Buch geschrieben:
nämlich, wie man revoluzzt
und dabei do…

Sommerwolken

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Einen wunderbaren Tag wünsche ich- gleich gehe ich schwimmen, so fängt der Tag gut an.
Ringelnatz, Joachim (1883-1934) Sommerfrische Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir,
dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.


Handtaschen

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Handtaschen, Berge von Handtaschen, einst der Stolz ihrer Trägerinnen. Ich hatte immer besonders gerne große Taschen, in denen grub ich immer wieder nach irgendetwas... ________________________________________________________________________________

Geburtstage nach Fünfzig
Bitte keine Dinge, die herumstehen und abgestaubt werden müssen! Keine Schneekugeln, steinernen Tiere oder Bilder.
Das Leben ist voll wie die Regale und Schränke. Ich will die nächsten Jahre nicht unbeweglich in der Fülle verharren, oder im Vergangenen ersticken.
Schenkt mir eure Zeit, eure Freundschaft, euer Wohlwollen.
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Radio auf dem Flohmarkt

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Immer gibt es etwas zu entdecken auf dem Flohmarkt, hier ein Radio. Es war schwer, vermutlich aus Bakalit, aber nur ca. 25 cm breit und 15 cm dick.
Sehr stabil hat es Jahrzehnte überdauert und hoffentlich viel hörenswertes empfangen.

Pfarrers Parkplatz war belegt mit Schätzen die niemand kaufte, vielleicht sind Schränke und Regale überall zu voll.
Ich kaufte auch nichts, nicht mal das Radio,  es gäbe inzwischen auch keinen Empfang mehr, weil alles digitalisiert ist.

Besuch auf dem Amt

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Um die Ecke muss man gehen, um zu Ordnungsabteilung zu kommen. Sie haben ein umfangreiches Aufgabengebiet zu bearbeiten.  In anderen städtischen Abteilungen herrscht hoffentlich auch Ordnung.




Ich warte bei Behördengängen gerne neben dieser bunten Dame, der kann ich viel erzählen.

Besuch in Lübeck

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LebensregelErich Mühsam
An allen Früchten unbedenklich lecken;
vor Gott und Teufel nie die Waffen strecken;
Künftiges mißachten, Früheres nicht bereuen;
den Augenblick nicht deuten und nicht scheuen;
dem Leben zuschaun; andrer Glück nicht neiden;
stets Spielkind sein, neugierig noch im Leiden;
am eigenen Schicksal unbeteiligt sein -
das heißt genießen und geheiligt sein.


Danke einer anderen Bloggerin für ein Zitat aus Mühsams Text, danach suchte ich ihn. Und das Bild ist aus Lübeck, seiner Heimatstadt. Wir saßen auf seinem Platz im Ratskeller und dachten an ihn.

Berliner Bären

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Berlin Europacenter ca. 2005, drei Bären für Berlin

Bären in Berlin gibt es viele: im Zoo, verkleidet am Brandenburger Tor, und überall in der Stadt die Buddy-Bären, die als Botschafter der Stadt Berlin in die Welt geschickt wurden.
Mir gefallen diese bunten Bären, von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt wurden sie bunt bemalt.

Eine schöne Idee, die Stadt mit einem Tier zu verbinden, auch wenn ich den Ursprung der Idee nicht kenne.