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Bild: unsere Schnakenfänger

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„Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler begangen: ein Attentat auf sich selbst.“ — Émile Michel Cioran rumänischer Philosoph 1911 - 1995 E. M. Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein, Suhrkamp Verlag, 1993, ISBN 351837049-9, S.

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/weisheit-und-wahrheit/ „Wer gut schläft, geht besser, wer gut geht schläft besser doch warum können Schlafgestörte trotzdem laufen?
Clara Schumann
- https://gutezitate.com/autor/clara-schumann „Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht.“ — Hannah Arendt Wahrheit und Politik, S. 338 in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft", 2000

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/hannah-arendt/ Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs,
es ist mir die Luft, in der ich atme
Zitat von Clara Schumann   

Zweihundert Jahre sind seit ihrer Geburt am 13. September 1…

Herr Nebelkrähe, verwischt

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Herr Nebelkrähe geht heute auf zwei Füssen bummeln. Er wartet nicht zu Unrecht auf die Menschen,  die ihm immer wieder essbares zuwerfen. Leider wissen die Menschen nicht was Nebelkrähen bekommt, nicht einmal, was gut für sie ist.
Sonst würden sie mehr auf die Natur achten, in und außerhalb der Stadt! Über und unter der Erde, immer.


Marie Luise Kaschnitz Ohne Ort und Ziel
Keinen Ort mehr haben
Kein auszuweisendes Ziel
Nicht greifbarer sein
Als Spiegelbilder der Tauben
Auf der regenroten Terrasse
Als der Klagschrei der Eulen
Im Schwarznadelbaum.
Forttragen nichts
Als leichthin jenes mein Tal
In der offenen Hand.
Aufwachen nachts
Ins Tretrad springen
Meine kreisende Himmelsleiter.
Unten wie oben
Ist Anfang und Ende
Oben wie unten
Schlag ich mich frei.
(aus: M.L.K.: Dein Schweigen - meine Stimme. Gedichte 1958-1961, 1962)

Maar und Veränderung

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Eifelmaar

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

 Georg Christoph Lichtenberg


An manchen Tagen möchte ich keine Nachrichten mehr hören oder sehen, Ohnmacht und eine gewisse Lethargie überwältigen mich fast. Wenn ich dann Bilder wie dieses von einem Maar anschaue relativiert sich manches. Ich weiß wieder die Nachrichten einzuordnen. Die Aufgeregtheit des Tages von wirklich bedrohlichem zu unterscheiden ist wichtig.

Weisheit gesucht

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Aber will jeder/jede zur Weisheit finden?  Und was ist das? Meine Idee von Weisheit ist anders als die meines Nachbarn. Ist Weisheit nur individuell, oder gibt es eine allumfassende Weisheit? Ist es nicht wunderbar, wenn etwas gut ist und nicht schlechter wird? Ist Zufriedenheit nicht der Urgrund der Weisheit?


Es reden und träumen die Menschen
viel von besseren Tagen,
nach einem glücklichen, goldenen
Ziel,
sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wieder jung,
doch der Mensch erhofft
Verbesserung.

Autor: Friedrich von Schiller





Herbst ist es

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Herbstliche Wege

Des Sommers weiße Wolkengrüße
zieh'n stumm den Vogelschwärmen nach,
die letzte Beere gärt voll Süße,
zärtliches Wort liegt wieder brach.

Und Schatten folgt den langen Wegen
aus Bäumen, die das Licht verfärbt,
der Himmel wächst, in Wind und Regen
stirbt Laub, verdorrt und braun gegerbt.

Der Duft der Blume ist vergessen,
Frucht birgt und Sonne nun der Wein
und du trägst, was dir zugemessen,
geklärt in deinen Herbst hinein.
Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler

Feste überall läuten den Herbst ein, Musik und Essen, bunte Stände mit Früchten der Ernte locken.  Ein sehr angenehmes Wetter: zunächst Regen, damit gegossen ist, dann nachts kühl, um gut zu schlafen, und mittags wunderbar wärmende Sonne.


buntes Totholz

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Vorgefühl
Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen, und muß sie leben,
während die Dinge unten sich noch nicht rühren:
die Türen schließen noch sanft, und in den Kaminen ist Stille;
die Fenster zittern noch nicht, und der Staub ist noch schwer.
Da weiß ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer.
Und breite mich aus und falle in mich hinein
und werfe mich ab und bin ganz allein
in dem großen Sturm.Rainer Maria Rilke

(1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker

Ein Baum für Insekten und Kleintiere? Hoffentlich erschrecken sie nicht wegen der Fähnchen. Eine Idee zum Ausschmücken eines Totgehölzes? Wäre es sonst langweilig? Jedenfalls ist der Baum international geschmückt, schön.

altes Auto und junge Ehe

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Und dann war da gestern noch Hochzeit, das Auto begeisterte mich, obwohl ich sonst kaum Interesse an Autos habe. Es gefiel mir sogar mehr als die Braut, eine zierlich junge Frau mit schulterfreiem weißen Brautkleid. Und auf den Oberarmen hatte sie eine riesige Fratze von der Schulter bis zum Ellenbogen tätowiert, sah komisch aus.
Ich war nur zufällige Zuschauerin, bin wohl zu alt dafür, um dieses Schmerzen zufügen für Geld und die entstehenden Bilder zu verstehen.




Der schönste Anblick
Schön ist’s, wenn zwei Sterne
Nah sich stehn am Firmament,
Schön, wenn zweier Rosen
Röte ineinander brennt.

Doch in Wahrheit! immer
Ist’s am schönsten anzusehn:
Wie zwei, so sich lieben,
Selig beieinander stehn.
Autor: Justinus Kerner