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losgehen und weiter...

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Die Chance der Bärenraupe 
Rudolf Otto Wiemer Keine Chance. Sechs Meter Asphalt.
Zwanzig Autos in einer Minute.
Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk. Die Bärenraupe weiß nichts von Autos.
Sie weiß nicht, wie breit der Asphalt ist.
Weiß nichts von Fußgängern, Radfahrern, Mopeds. Die Bärenraupe weiß nur, dass jenseits
Grün wächst. Herrliches Grün, vermutlich fressbar.
Sie hat Lust auf Grün. Man müsste hinüber. Keine Chance. Sechs Meter Asphalt.
Sie geht los. Geht los auf Stummelfüßen.
Zwanzig Autos in einer Minute. Geht los ohne Hast. Ohne Furcht. Ohne Taktik.
Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk.
Geht los und geht und geht und geht und kommt an.----------------------------------------------------------------also los , packen wir unser leben weiter an, jede und jeder an seinem platz, und doch alle gemeinsam. lassen wir uns von viren und angstbesetzten …

frau im boot

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frau im boot (marianne wagner, breuberg)

Frau im Boot
Gleite, meine Schwesterspielerischumhüllt von Sonnenstrahlengleite schwerelosdein Lebensbootbraucht nicht den Fährmann.
Alles ist fließendvertrauelöse den Ankerlass dich treibenund komme an.
                                                              Roswitha
           Ein wundervolles Spätsommer- Wochenende wünsche ich allen!

brief an christian

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HerbstZu Golde ward die Welt;
            zu lange traf
    der Sonne süsser Strahl
        das Blatt, den Zweig.
                Nun neig
        dich, Welt, hinab
        in Winterschlaf.

Bald sinkt's von droben dir
    in flockigen Geweben
        verschleiernd zu -
        und bringt dir Ruh,
                o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
                Ruh.Christian Morgenstern
lieber christian, da hoffe ich doch mal, du hast recht! den schnee können wir wahrlich brauchen, ruhe auch, und die alpen wieder nachschub für die gletscher. und einige aufregung weniger wäre wunderbar. die versuchungen zum schwimmen, zur party im freien und zu versammlungen aller art klappen auch nicht so bei minustemperaturen.ich sammle schon einmal bücher und musik für den winterschlaf.

Balance

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Balance, Bronze von Marianne Wagner, Breuberg
Vor der frisch renovierten Grundschule in Großeicholsheim(Neckar-Odenwald-Kreis)wurde 1997 die Bronzestatue           BALANCEaufgestellt.In der Rhein-Neckar-Zeitung beschrieb damals Dorothee Roos die Skulptur:„Ein kleines Mädchen balanciert auf einem Stein: barfüßig, das Standbein fest eingestemmt, das andere Bein abgewinkelt und schräg nach hinten ausgestreckt, beideArme fast waagerecht ausgebreitet. Es ist nicht leicht, im Gleichgewicht zu bleiben:das verrät der konzentrierte, ein klein wenig angespannte Gesichtsausdruck. EinAugenblick nur, ein flüchtiger, und doch festgehalten für die Ewigkeit:denn das kleine Mädchen ist aus Bronze.“Marianne Wagner sagte zu ihrem Werk: „ Das Gleichgewicht zu halten ist das„Leichte“, das so schwer zu machen ist, in der Schule wie im Leben.“Bleiben wir, wenn möglich, im Gleichgewicht  

Augen suchen Hoffnung

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Skulptur: Marianne Wagner, Breuberg  Emily Dickinson: Wie sich die Augen treffenWie sich die Augen treffen- trennenMitten in der Mengeeingeprägt- manchmal- für immerSo mag eine Miene -Zu der Miene eines Anderen -Sprechen ohne Wort -Nachbarlicher Horizont -Kaum erkannt- schon fort-                    ---------------------------------------------------Habt eine gute Spätsommerzeit - Zeit zum Durchatmen und Ernten. Habt mit mir Hoffnung, dass sich bald etwas zum Guten ändert, vielleicht setzt sich doch wieder einmal positives Tun durch, und die Hoffnung ressourcensparenderes Handeln.

Georg Friedrich wird 250 Jahre

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Skulpturen : Günter Grass, Lübeck, Günter-Grass- Haus
250. Geburtstag von Georg Friedrich am 27.August 20: " Warum Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der im August 1770 in Stuttgart im heutigen Hegel-Haus unweit des heutigen Tagblattturms möglicherweise im Dachgeschoss (so genau weiß man es nicht) geboren ist, immer noch wichtig ist? 2020, im großen Hegel-Jahr zum 250. Geburtstag des bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts, werden Lobeshymnen und Ehrenbezeugungen ohne Ende erklingen. Wer dann im Überfluss der Zitate nur Bahnhof versteht, holt sich den Hegel-Satz vors geistige Auge, der seit 1993 die Fassade des Bonatz-Baus mitten in Stuttgart ziert: „. . . dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist.“ Und er sollte keine Furcht davor haben, mal was aus den Schriften des Vor- und Querdenkers nicht zu verstehen. Viel wichtiger nämlich ist, dass man selbst was denkt, nicht nur auf Oberflächlichkeiten wandelt, sondern in Ti…

Gipfelstürmer light

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Mit Mark Twain in der Bergen290 Seiten vom „Bummel durch Europa“ widmet er seinen Bergsteigererlebnissen in der Schweiz, es ist der abgehobenste, skurrilste Teil des Buches. Er stellt gewaltige Expeditionen zusammen, schafft gewaltige Ausrüstungen herbei, erlebt gewaltige Abenteuer – alles ist natürlich Lug und Trug, Übertreibung und Fantasie und eine herrliche Persiflage auf die vor allem britische Alpenbegeisterung, die zu der Zeit im Schwange war. Die Rigi besteigt er noch selbst: „Sind wir bald am Gipfel? Bald am Gipfel! Na, Gott segne Sie, Sie sind ja noch gar nicht richtig losgegangen.“ – „Wir stiegen und stiegen; und stiegen immer weiter; wir langten auf etwa vierzig Gipfel an; aber immer lag noch einer direkt vor uns.“ – „Eine Stunde lang saßen wir dort, mit klappernden Zähnen und zitterndem Leib, und stritten uns über alle möglichen Kleinigkeiten, aber die meiste Aufmerksamkeit widmeten wir der Tätigkeit, uns gegenseitig we…