weggefaehrtin
Montag, 3. August 2026
Dienstag, 28. Juli 2026
kinder und zukunft
die geburtenrate in D ist niedrig wie seit jahrzehnten nicht. gleichzeitig beklagen die politiker/-innen diesen umstand parallel zu neuen sparmaßnahmen gerade im bereich von kinder- und jugendförderung. mehr als siebzig kürzungsforderungen aus dem bundeskanzleramt wurden bekannt. jetzt hoffen die verbände des paritätischen wohlfahrtsverbandes dass das letzte wort zu diesen kürzungen noch nicht gesprochen wurde. jahrelange aufbauarbeit soll "in die tonne gekloppt" werden.
völlig unverständlich ist mir, wie es 52 % unterhaltspflichtiger eltern(meist väter) gelingen kann, sich vor zahlungen ganz(35%) oder teilweise zu drücken. jede(r) erwachsene hat eine steuernummer, es gibt sozialversicherungen und diverse andere listen, die neben der volkszählung menschen in unserem land erfassen. warum wird dieser personenkreis nicht verfolgt? die konsequenz kann doch nicht sein, alleinerziehenden für kinder über sechzehn jahren den von den kommunen vorgeschossenen unterhalt zu versagen, ausgerechnet der gruppe, die meist von armut bedroht ist.
wir sind keine kinderfreundliche gesellschaft. wir öffnen die schere zwischen gutgestellten und armen familien und alleinstehenden immer weiter. demokratie hat mit teilnehmen zu tun, bitte macht mit.
Christian Morgenstern:
Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.
Denn zu fragen ist
nach den stillen Dingen,
und zu wagen ist,
will man Licht erringen;
wer nicht suchen kann,
wie nur je ein Freier,
bleibt im Trugesbann
siebenfacher Schleier.
Mittwoch, 22. Juli 2026
weitere Reisen und Reisende
Ach, ich trage mein Herz mit mir herum
wie ein nördliches Land den Keim einer Südfrucht.
Heinrich von Kleist
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auch schwarzfahrende sind reisende, sie fahren an der grenze des erlaubten, knapp darüber. und was ist mit den pflanzen, die zu uns kommen? man nennt sie einwandernde, wie die waschbären und die asiatische wespe. raumfordernde tiere und pflanzen kommen um zu bleiben. ein graus für die sortierer und zählenden, erschrecken auf einheimischer und zugewanderter seite überall.
das leben ist insgesamt nicht so einfach planbar: du fährst um die halbe welt und triffst dich selbst, du steigst in einen zug und er fährt ab von der vorgesehenen strecke in eine fremde stadt.
manche suchen das vertraute in der fremde, andere suchen fremdes im vertrauten. unsere welt ist weit...
Donnerstag, 16. Juli 2026
Reisen
reisezeit ist, und die nicht reisenden reisen vielleicht in gedanken ebenso. als unser freund mir dieses bild schickte waren meine erinnerungen sofort in frankreich. den schönsten nachthimmel erlebte ich auf einer wiese liegend weitab jeder stadt in burgund. der himmel so weit und die sterne so nah.
wann sah ich zuletzt ein mohnfeld? als zwischensaat einmal neben einem friedhof hier in baden. wild gewachsen an der bahnstrecke nach florenz. ich war müde von der viele stunden dauernden zugfahrt, hatte gerade die schweiz verlassen. dann gab es wilden mohn entlang der schienen, eine unerwartete schönheit erfreute mich. als sei in der schweiz an den gleisen unkrautvernichter gesprüht worden, der kontrast war sehr augenfällig.
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Gedankenreise, Auszug:
Die Hängematte schaukelt im Baum,
der Wind streichelt dich,
die Sonne wärmt den Wind.
Der Baum wurzelt tief in der Erde,
bekommt Nahrung und Wasser aus ihr.
Die Erde nährt auch dich.
Ruhe, Wärme und Wohlgefühl
lassen dich ruhig atmen.
Es atmet in dir, ohne dein Zutun.
Du bist Teil der dich umgebenden Natur.
Du bist da wie der Apfelbaum,
die Vögel und Insekten, die Sonne.
Du atmest ruhig, ohne Anstrengung,
wirst gewärmt und gestreichelt.
Deine Sinne sind wach
und du bist ganz entspannt im Hier und Jetzt.
Kleine Wolken ziehen am Himmel,
reisen woanders hin, du bleibst.
- Roswitha -
Samstag, 11. Juli 2026
Kölner Dom und so weiter
die menschen fotografieren, schauen sie auch? ich stelle mir den stolz der handwerker vor, die dieses gebäude fertig sahen.
Sonntag, 5. Juli 2026
von technik und nachtgrüssen
wir haben eine neuerung in unserem haushalt, mitgebracht von einer enkelin. sie sah mich immer wieder, wie ich mit unserem radio kämpfte und schwierigkeiten bei der sendersuche hatte.
sie schenkte mir eine blaue kugel, etwas größer als ein tennisball, mit blinkendem fuß. wenn ich die kugel beim namen rufe, blinkt sie und sucht das gewünschte in sekundenschnelle. es ist für mich unfassbar, in welchem tempo ich einen sender, den wetterbericht oder ein bestimmtes musikstück hören kann. auch aus größerer entfernung versteht sie mich. sie findet popmusik, die andere kaum kennen, weil sie über fünfzig jahre alt ist und nie mehr im radio gespielt wird. ich teste ihre fähigkeiten und fand bisher nur eine musikgruppe, die sie nicht liefern konnte: elster silberflug. es sei ihr verziehen, diese gruppe hatte hauptsächlich regionale bedeutung und gehört zur sparte folksongs.
so konnte ich gestern von den beatles bis donovan, melanie oder bob dylan songs hören, auch mittelalterliche gesänge oder bach kamen problemlos und in besserer tonqualität als vom PC. ich starrte diese wunderkugel an, wie geht das, wo liegt der fehler? klar müssen strom und w-lan vorhanden sein, aber das ist ja beim radio auch so.
störend empfand ich den hinweis auf den verkäufer, die bei jeder änderung neu kam, das ist eine reklame für diese weltweite firma. wenn ich einfach radio höre, entfällt dies natürlich.
und sie verlangt ausdrücklich eine persönliche ansprache, ehe sie etwas neues einspielt, ich muß sie mit namen ansprechen. als ich mein musikprogramm beendete und so vor mich hinredete: alexa, nun ist schluß, kam aus dem lautsprecher: a guats nächtle!
ich bin erschüttert, dieses ami-spielzeug kann reden wie meine freundin von der rauhen alb.
wie kann ich ihren namen ändern? ich will keine alexa.
Freitag, 3. Juli 2026
bunte treffen statt grauschleier
die welt ist bunt, auch wenn es auf die jeweilige perspektive ankommt. unser blickfeld wird von der eigenen wahrnehmung begrenzt. und diese ist nicht zu allen zeiten oder jahreszeiten oder umständen gleich.
wir müssen oder sollten uns immer neu orientieren, wie wir uns und die welt sehen. im laufe der jahre gibt es grundsätzliche gedanken, ethische normen oder überzeugungen, alles spielt eine rolle.
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vor ein paar tagen sah ich im tv große gruppen von stadtmenschen verschiedenen alters, sie passten scheinbar nicht in eine gruppe, sportliche wie mehrgewichtige, mit turnschuhen oder im büro-outfit. alle treffen sich monatlich zu einem gemeinsamen spaziergang, weit über einhundert menschen. einer hatte dazu eingeladen, es werden jeden monat mehr, die redend und ohne handy durch einen park spazierengehen.
stuttgart gibt es einen termin, da sitzen verschiedene sich fremde menschen gemeinsam in einem raum und jeder/jede liest in einem anderen buch, das heißt lesetreff. es können eigene bücher mitgebracht werden, aber es gibt auch einen kleinen vorrat im raum.
beides sind für mich erstaunliche und freudige entwicklungen, zeigen sie doch, es besteht ein bedarf am miteinander. raus aus der vereinzelung der großstadtmenschen, hin zum zunächst unverbindlichen treffen und kennenlernen von mitmenschen.
zum glück braucht es keine große unglücke, damit das stattfindet. so etwas sollten wir überall anregen, in manchen orten gibt es eine "schwätzbank" mit schild. wer da sitzt, will sich gerne unterhalten. es gibt offene handarbeitstreffen in Hinterzimmern von geschäften.
gibt es ähnliches auch für männer? basteltreff mit fahrrädern? mit elektroeisenbahnen?
kommen wir miteinander ins gespräch...
Freitag, 26. Juni 2026
der sommer gibt auch bücher
Montag, 22. Juni 2026
winterbild zum abkühlen
der alte spruch: kommt zeit, kommt rat - er fordert uns ganz schön. und wenn unsere fachfrau für heizungen/ energie nicht für vorräte sorgt, dann können wir im winter vielleicht auch das gegenteil der hitze erfahren.
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S.102 "Alles, was man nicht wahrhaben will
und verdrängt, jeder Konflikt, der geleugnet und nicht offen
angesprochen wird - in einer Kultur ebenso wie im Leben jedes
Einzelnen - sucht sich ein Ventil und kehrt sich schließlich in
teuflischer Verkleidung gegen das Leben, gewaltsam und
vernichtend."
Connie
Palmen, 1955, niederländische Autorin,
aus 'Du sagst es'
Mittwoch, 17. Juni 2026
ACHTHUNDERTFÜNFZIG
trotzdem macht mir das schreiben freude, beschäftigt meine gedanken über den alltag hinaus. dieser ist wahrhaftig nicht einfach, aber es ist meiner, und ich nehme die herausforderungen meist an. immer wieder bin ich erstaunt, wenn ich etwas erlebtes erzähle und beim nachdenken feststelle: oh gott, das ist ja schon vierzig oder fünfzig jahre her. für mich ist es wie gestern, dazu kommen aber immer neue dinge im alltag, die es damals nicht gab. in der politik gibt es eindeutig einen rückschritt bei vielem. der freiheitsgedanke war schon einmal weiter, inzwischen hat oft die wirtschaftsmacht oder ein taktieren um vorherrschaft bei gremien und parteien zugenommen. das schränkt die spielräume der handelnden ein, ich freue mich über alle, die noch mut haben und weiter denken. oft schrieb ich, dass wir utopien brauchen, um ziele zu finden.
so wünsche ich zum wiederholten mal änderungen, sehne mich nach der aufbruchstimmung der späten sechziger jahre. damals hatte ich auch zuversicht, dass eine gerechtere welt möglich sei.
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Wahrscheinlich hat der Geist jedes Menschen einen Platz in der Zeit
zugewiesen bekommen: Einige sind für das, andere für jenes Zeitalter
geboren. - virginia woolf-
- mein blick vom schreibtisch, jetzt duftet die linde -
sommergedanken in hitze
fenster zum hof Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freih...
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Manchmal fahren zwei Eisenbahnzüge nebeneinander her, in derselben Richtung. Die Insassen des schnelleren Zuges machen dann fröhliche Gesic...
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FREITAGSTEXTER: Danke für die Ehre des Pokals, liebe Frau Lakritze! Ich freue mich, habe aber Probleme mit der Technik und kopiere ein...
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Buchladen Mosbach bob dylan wird heute 80 jahre. es ist , als sei es gestern gewesen...
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