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Es werden Posts vom Juli, 2019 angezeigt.

Pegasus

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Ein schnittiges Pferd auf einem stehenden LKW! Ist ja auch Pegasus... Komme wieder zurück auf Tucholsky, auch seine Sprüche sagen mir etwas. Und er ist für mich eng mit Berlin verknüpft. Was hätte er noch schreiben können... Wer schmeißt denn da mit Lehm Die Menschen heutzutage sind alle so nervös. Über jede kleine Kleinigkeit da werden sie giftig bös. Schimpft einer auf den andern, Dann sing ich voll Humor, Damit er nicht mehr schimpfen soll, Mein kleines Liedchen vor: Wer schmeißt denn da mit Lehm, Der sollte sich was schäm'! Der sollte auch was ander's nehm' Als ausgerechnet Lehm. 'Ne junge Frau die stößt sich an einem spitzen Stein. Der Bräutigam sagt liebevoll: "Mein armes Engelein!" Sind die zehn Jahr verheiratet, Dann sagt er prompt zu ihr: "Na heb doch dein Beene uff, Du olles Trampeltier." Wer schmeißt denn da mit Lehm, Der sollte sich was schäm'! Der sollte auch was ander's n

in der Stadt auf dem Land

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Ich schaute die Tunnelwände an und dachte, toll, da sind ja Malereien! Beim zweiten Blick sah ich, es war unser Handtuch, das wir gegen die Hitze nass auf die Ablage gelegt hatten. Aber schön wären die Wände gewesen! Acht Stunden Autofahrt (inkl. Pause) bei um 40 Grad Hitze am Freitag waren anstrengend, dabei waren es dank der geplanten Zwischenübernachtung nur 450 km. Nun brauche ich einige Zeit zum Ankommen. Ich grüße alle Leserinnen und Leser und hoffe, ihr habt es inzwischen auch kühler, in Berlin sind es heute 22 Grad. ______________________________________________________________ Übers Meer Rio Reiser Tag für Tag weht an uns vorbei, bringt das Boot in den Wind! ... So viele Jahre und so viele Sterne ist es schon her... Quelle:  Musixmatch - wir hörten das Balladen- Album auf der langen Autofahrt,

auf Reisen

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Wir sind ab morgen unterwegs und freuen uns auf Begegnungen mit Verwandten und Freunden in Berlin. Ab 12. August bin ich wieder hier. Gerne möchte ich mich dorthin zoomen lassen, leider technisch noch nicht möglich. Sicher werde ich nach einer Woche mein Bett vermissen, unseren schönen Hof, unsere Wohnung.  Aber die Konsequenz wäre, nie mehr zu verreisen. Unsere Enkelin fährt mit uns und freut sich sehr, wir auch auf die gemeinsame Zeit. Ich werde neue Fotos machen und alte Erinnerungen auffrischen. Habt eine gute Zeit. Falls ich mit der Technik zurecht komme, werde ich zwischendrin mal bloggen.  __________________________________________________________________________ Die Badewanne Sie hielt sich für das Mittelmeer Und ihre eine Seitenwand Für Helgoländer Küstenland. Die andre Seite - gab sie an - Sei das Gebirge Hindostan Und ihre grosse Rundung sei Bestimmt die Delagoabai. Von ihrem spitzen Ende vorn, Erklärte sie, es sei Kap Horn. Den Kettenzug am Regulat

Tierisch ?

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Mein Kräutervogel hat sich den Zeh gebrochen, nun kann er nicht mehr weglaufen, aber er steht tapfer an meiner Tür. Es ist überhaupt fraglich, ob es ein Vogel ist, das Gesicht hat so bekannte Züge. Es erinnert an jemanden... Die Hitze macht mich zu müde zum Schreiben! _________________________________________________________________________  Fliege und Wanze Die Fliege hat zur Wanze gesprochen: "Leih' mir doch eine Mass Blut, Ich habe den Bürgermeister gestochen. - - Aber der roch nicht gut. Und ich habe sein Blut, ohne was zu sagen, In die Nase von seiner Frau übertragen, Und gab auch der Tochter und dem Sohn Eine kleine Portion. Und nun riecht die ganze Familie Nach Quecksilber und Petersilie, Und ist voller Pickel und Flecke, Und es ist ein Vergnügen, von der Decke Aus zuzugucken, wie sie sich jucken."

Früchte

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Marktfrüchte, die Ernte ist reichlich trotz der Trockenheit. Es ist wunderbar einen Wochenmarkt zu besuchen und dort einkaufen zu können. Ein sinnliches Erlebnis, die Farben und Gerüche der angebotenen Waren bereiten mir Freude. Das Reden mit den Verkäuferinnen und Verkäufern und anderen Marktbesuchern sind eine Bereicherung des Alltags. Manchmal gibt es Kochtipps, es wird nachgefragt ob ich mich wohlfühle, die kleine Ortspolitik wird beredet. Der Anteil der Sprache an der Kommunikation mit anderen ist nur ein Teil, Körpersprache und Mimik sind wichtig. Der Marktbesuch schenkt uns, so wir offen sind, Austausch mit anderen Menschen, optische und gerüchliche Eindrücke, Anregungen für den häuslichen Speiseplan und wir erfahren nebenbei etwas über den Ort, in dem wir uns befinden. Eine wichtige Gelegenheit auch, sich selbst als Teil der Einwohnerschaft im Wohnort wahrzunehmen.  Dies gilt ebenso für die Einzelhandelsgeschäfte vor Ort, in denen noch Personal Kundenservice

Vögel

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Bildausschnitt Raben, Maler Heiko Pippig Wie man einen Vogel malt Jacques Prevert Male zuerst einen Käfig mit einer offenen Tür dann male irgend etwas Hübsches irgend etwas Einfaches irgend etwas Schönes irgend etwas Nützliches was nur den Vogel angeht Dann lehne die Leinwand an einen Baum in einem Garten in einem Wäldchen verbirg dich hinter dem Baum ohne zu sprechen ohne dich zu rühren... Bisweilen kommt der Vogel bald aber er kann ebensogut viele Jahre brauchen bis er sich dazu entschließt Verlier nicht den Mut warte Warte wenn es sein muß jahrelang denn der rasche oder langsame Anflug des Vogels hat nichts zu tun mit dem Gelingen des Bildes Wenn der Vogel kommt falls er kommt so sei ganz still Warte bis der Vogel in den Käfig schlüpft und wenn er hineingeschlüpft ist schließe mit dem Pinsel leise die Tür dann tilge nacheinander alle Gitterstäbe aus wobei du keine einzige Feder des Vogels berühren darfst Sodann male den Baum und

Sommer ist es!

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Sommerabend (Rainer Maria Rilke) Die große Sonne ist versprüht, der Sommerabend liegt im Fieber, und seine heiße Wange glüht. Jach seufzt er auf: "Ich möchte lieber ..." Und wieder dann: "Ich bin so müd ..." Die Büsche beten Litanein, Glühwürmchen hangt, das regungslose, dort wie ein ewiges Licht hinein; und eine kleine weiße Rose trägt einen roten Heiligenschein. __________________________________________________________________ Wo sind die Glühwürmchen geblieben?  Seit Jahren sehe ich keine...

Brücken und Ginkgo- Gedicht

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Eine Brücke über den Rhein, zwischen zwei Bundesländern.  Brücken sind für mich besondere Bauwerke weil sie verbinden. Es gibt gedankliche Brücken, Eselsbrücken genannt, die an etwas erinnern sollen. Dann gibt es die Brücke der Freundschaft, sogar eine Europabrücke gibt es. Und es gab eine Luftbrücke die Menschen das Überleben sicherte. Es gibt in manchen Mündern eine Brücke, diese wird kleinteiliger gebaut, Teile davon aber mit gleichen Bezeichnungen. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ein altes Gedicht ist eine Brücke zu uns in die Gegenwart, es verbindet auch! Goethes Ginkgo-Gedicht Diese Baumes Blatt, der von Osten Meinem Garten anvertraut, gibt geheimen Sinn zu kosten, wie's den Wissenden erbaut. Ist es ein lebendig Wesen, das in sich selbst getrennt; sind es zwei, die sich erlesen, daß man sie als eines kennt? Solche Fragen zu erwidern Fand ich wohl den recht

der Lampenputzer

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Revoluzzer (Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet) War einmal ein Revoluzzer, im Zivilstand Lampenputzer; ging im Revoluzzerschritt mit den Revoluzzern mit. Und er schrie: "Ich revolüzze!" Und die Revoluzzermütze schob er auf das linke Ohr, kam sich höchst gefährlich vor. Doch die Revoluzzer schritten mitten in der Straßen Mitten, wo er sonsten unverdrutzt alle Gaslaternen putzt. Sie vom Boden zu entfernen, rupfte man die Gaslaternen aus dem Straßenpflaster aus, zwecks des Barrikadenbaus. Aber unser Revoluzzer schrie: "Ich bin der Lampenputzer dieses guten Leuchtelichts. Bitte, bitte, tut ihm nichts! Wenn wir ihn' das Licht ausdrehen, kann kein Bürger nichts mehr sehen. Laßt die Lampen stehn, ich bitt! ­ Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!" Doch die Revoluzzer lachten, und die Gaslaternen krachten, und der Lampenputzer schlich fort und weinte bitterlich. Dann ist er zu Haus geblieben und hat dort ein Buch geschrieb

Sommerwolken

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Einen wunderbaren Tag wünsche ich- gleich gehe ich schwimmen, so fängt der Tag gut an. Ringelnatz, Joachim (1883-1934) Sommerfrische Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß, Das durch den sonnigen Himmel schreitet. Und schmücke den Hut, der dich begleitet, Mit einem grünen Reis. Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser Weil`s wohltut, weil`s frommt. Und bist du ein Mundharmonikabläser Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt. Und lass deine Melodien lenken Von dem freigegebenen Wolkengezupf. Vergiss dich. Es soll dein Denken Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Handtaschen

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Handtaschen, Berge von Handtaschen, einst der Stolz ihrer Trägerinnen. Ich hatte immer besonders gerne große Taschen, in denen grub ich immer wieder nach irgendetwas... ________________________________________________________________________________ Geburtstage nach Fünfzig Bitte keine Dinge, die herumstehen und abgestaubt werden müssen! Keine Schneekugeln, steinernen Tiere oder Bilder. Das Leben ist voll wie die Regale und Schränke. Ich will die nächsten Jahre nicht unbeweglich in der Fülle verharren, oder im Vergangenen ersticken. Schenkt mir eure Zeit, eure Freundschaft, euer Wohlwollen. ©

Radio auf dem Flohmarkt

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Immer gibt es etwas zu entdecken auf dem Flohmarkt, hier ein Radio. Es war schwer, vermutlich aus Bakalit, aber nur ca. 25 cm breit und 15 cm dick. Sehr stabil hat es Jahrzehnte überdauert und hoffentlich viel hörenswertes empfangen. Pfarrers Parkplatz war belegt mit Schätzen die niemand kaufte, vielleicht sind Schränke und Regale überall zu voll. Ich kaufte auch nichts, nicht mal das Radio,  es gäbe inzwischen auch keinen Empfang mehr, weil alles digitalisiert ist.

Besuch auf dem Amt

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Um die Ecke muss man gehen, um zu Ordnungsabteilung zu kommen. Sie haben ein umfangreiches Aufgabengebiet zu bearbeiten.  In anderen städtischen Abteilungen herrscht hoffentlich auch Ordnung. Ich warte bei Behördengängen gerne neben dieser bunten Dame, der kann ich viel erzählen.

Besuch in Lübeck

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   Lebensregel Erich Mühsam An allen Früchten unbedenklich lecken; vor Gott und Teufel nie die Waffen strecken; Künftiges mißachten, Früheres nicht bereuen; den Augenblick nicht deuten und nicht scheuen; dem Leben zuschaun; andrer Glück nicht neiden; stets Spielkind sein, neugierig noch im Leiden; am eigenen Schicksal unbeteiligt sein - das heißt genießen und geheiligt sein. Danke einer anderen Bloggerin für ein Zitat aus Mühsams Text, danach suchte ich ihn. Und das Bild ist aus Lübeck, seiner Heimatstadt. Wir saßen auf seinem Platz im Ratskeller und dachten an ihn.  

Berliner Bären

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Berlin Europacenter ca. 2005, drei Bären für Berlin Bären in Berlin gibt es viele: im Zoo, verkleidet am Brandenburger Tor, und überall in der Stadt die Buddy-Bären, die als Botschafter der Stadt Berlin in die Welt geschickt wurden. Mir gefallen diese bunten Bären, von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt wurden sie bunt bemalt. Eine schöne Idee, die Stadt mit einem Tier zu verbinden, auch wenn ich den Ursprung der Idee nicht kenne.

Frauenmantel

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Im Garten Frauenmantel Sommerschwüle. Unerträgliche Hitze. Endlich ein Gewitter. Auf den Wegplatten verdampft das Wasser des kurzen Regengusses. Sie geht barfuss zum Kompost. Der würzige Geruch des Kräuterbeetes ist betörend. Die Rosenblüten strahlen mit Eisenhut und Rittersporn in wunderbarem farbigem Dreiklang rosa-weiß-blau. Fasziniert betrachtet sie die Blätter des Frauenmantels, die letzten Regentropfen liegen als kleine Diamanten auf den feinzahnig geränderten Blättern. Die Blattform gleicht einem ausgebreiteten Cape. Üppig breiten sich die gelblich- grünen Blüten über dem dunkelgrünen Blatthorst aus. Seltsam der Namen : Frauenmantel. Sie denkt über die Wirkung des Krautes nach, zusammenziehend, entzündungswidrig, beruhigend, krampflindernd. Ein Geschenk für die Frauen, für die Fotografin, für den Garten, für die Floristin. Und für alle Freunde, die gerne einen Ableger der fleißig aussamenden Staude wollen.

Gedanken an einen Straßensänger

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Palast der Republik, vor dem Abriß - Theater- Leuchtprobe ca. 2005 Bald sind wir in Berlin, wir machen Urlaub und Stadtbummel gleichzeitig. Abends ist dann Ruhe und Schwimmen, und Löcher in der Luft suchen. Ich hoffe, wir wohnen nicht in der Einflugschneise des Flughafens! Gedanken an einen singenden Freund   Lieder singen und Körbe voller Freude durch die Welt tragen, Nachdenkpäckchen versteckt im Wörterreigen. Momente voller Melodien geschenkt an die, die zuhören möchten, Klänge von gestern und übermorgen und jetzt. Manchmal kommt etwas Trauer dazu, Erstaunen über die Welt, wie sie ist. Und der Wunsch, für die zu singen, die etwas aus der Spur laufen, sie locken mit der Gitarre. Unterwegs sein als Lebensform ist nur etwas für starke Menschen, die anderen sind Nesthocker, mauern sich ein zwischen Kegelverein und Bausparvertrag.

Orte für Worte suchen

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von heiner müller zum berauschen: nämlich die worte müssen rein bleiben denn ein schwert kann zerbrochen werden und ein mann kann zerbrochen werden aber die worte fallen in das getriebe der welt uneinholbar Ich suche mit meinem Blog Orte für Worte, für die Worte anderer Menschen und für meine eigenen. Ich ertrage die Welt nicht stumm, ich möchte mich an den Worten entlang vortasten zu meinem Ziel, eine weise alte Frau zu werden. Mutwillig und unerschrocken, mit viel Lachen und Kraft. Anderen Menschen will ich Freude schenken mit dem, was ich schreibe. Und mir selbst helfen die gefundenen Worte dazu, meine Gedanken klar zu formulieren. Außerdem macht Schreiben mir Freude!

Weinbergsmauer am Neckar

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Sonnenuntergang am Neckar Du sitzt an einer alten Weinbergmauer auf der Erde. Die Erde ist warm, Gräser und Kräuter duften. Die Mauer ruht auf einem Fundament aus großen Steinen, fest in die Erde eingegraben. Du lehnst dich an die Mauer, sie stützt dich. Du siehst weit in das Flusstal. Der Fluss gleitet ruhig und wellenlos dahin. Deine Gedanken folgen dem Fluss durch Dörfer und Städte. Die Sonne geht unter, ihr Licht wandert den Fluss hinab. Aber, als wolle sie ihre ganze Kraft noch mal zeigen bevor es Nacht wird, bringen ihre Strahlen den Fluss zum Leuchten, während sie langsam hinter den Horizont zurückweicht. Die Wärme der Sonne bleibt noch lange in den Steinen an deinem Rücken, in der Erde, die dich ausruhen lässt. Du bist Teil der Mauer und bist doch soviel reicher: Du sahst den Sonnenuntergang und dachtest dich am Flussufer entlang. Diese Reise, die Wärme der Mauer und der Duft der Pflanzen um dich machen dich froh un

Brief an einen reisenden Freund

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„… er war überall a bissl ungern!“ K. Valentin Lieber Freund, nun gehst Du wieder auf Reisen! In fremde Welten eintauchen, geht das noch, wenn man so erwachsen ist wie wir? Sind wir nicht angefüllt mit unserer Welt, wie immer sie aussieht, und mit unseren bisherigen Erfahrungen zementiert in Denkweisen, die denen des Eintauchens in fremde Welten widersprechen? Die Sehnsucht nach fremden Welten, nach anderen oder neuen Erfahrungen ist da. Aber auch die Bereitschaft, den alten Ballast abzuwerfen? Schmerzhaft sich die Wurzel auszureißen - nur wir selbst sollten dies tun! - und mit der Verletzung so offen sein, dass wir neue Erfahrungen machen können, das wäre es. Einerseits ist es so, dass dies die Grundvoraussetzung zur Reise sein sollte, wenn sie der Bereicherung der Person und nicht nur dem Zeitvertreib dienen sollte. Anderseits machen wir uns in unserem eigenen Denksystem schnell mal was vor, und erkennen es nicht, obwohl wir es bei anderen Menschen…

Entspannung

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    Hängematte im Baum Du liegst in der Hängematte im Schatten eines großen Apfelbaumes. Um dich ist Wärme und Ruhe. In einiger Entfernung hörst du Schafe blöken. Die Hängematte schaukelt leicht, der Wind umweht dich. Die Hängematte trägt dich, der große knorrige Ast trägt die Hängematte, biegsam und fest. Die Hängematte schaukelt im Baum, der Wind streichelt dich, die Sonne wärmt den Wind. Der Baum wurzelt tief in der Erde, bekommt Nahrung und Wasser von ihr. Die Erde nährt auch dich. Ruhe, Wärme und Wohlgefühl lassen dich ruhig atmen. Es atmet in dir, ohne dein Zutun. Du bist Teil der dich umgebenden Natur. Du bist da wie der Baum, die Tiere, die Sonne. Du atmest ruhig, ohne Anstrengung, wirst gewärmt und gestreichelt. Deine Sinne sind wach und du bist ganz entspannt im Hier und Jetzt. Kleine Wolken ziehen am Himmel, betupfen das strahlende Blau. Es riecht nach Heu und Kräutern. Eine Amsel beschimpf

fremd gehen

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ca. 2005, Berlin, Hamburger Bahnhof fremd gehen - fremdgehen Ging man in Berlin über die Brücke, sah man auf dem Hamburger Bahnhof die Installation in kühlem Neonlicht. Literarisch ist Fremdgehen eines der populärsten Themen in allen Kulturen der Erde. Täuschung, Verkleidung, Verwechslungskomödien und „gehörnte“ Partnerinnen und Partner, Dramen wie Komödien bietet Fremdgehen den Handlungsrahmen. Das Wort ist geheimnisumwittert. Für Menschen, die die deutschen Sprache nicht gut beherrschen, erschließt sich die Bedeutung schwer. Ist das Gegenteil von fremdgehen „bekanntgehen“? Dieses Wort gibt es nicht! Fremdgehen ist kein neutrales Wort. Von größter Empörung bis zur größten Wonne kann es Gefühle in Menschen wecken. Ich finde es interessant, das die ursprüngliche Bedeutung der Worte Gehen und Fremd in dieser Kombination verloren ging und eine ganz neue Bedeutung der Worte Eingang in unsere Sprache gefunden hat. Außerdem ist