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Es werden Posts vom Dezember, 2019 angezeigt.

Guten Rutsch ins Jahr 2020!

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Da kämpft sich eine Anemone durch die Lindenblätter, sehr verwegen am 25.12....

Ich wünsche allen Leserinnen und Leser ein gutes Jahr 2020, möge es nicht mehr Streß geben als zu ertragen ist und soviel Freude, dass wir stark und froh durch das Jahr kommen.

Heute hörte ich im TV wieder von den Bemühungen der Wissenschaftler intelligentes Leben im Weltall zu finden, ihnen eine Botschaft zu senden(SETI, New Mexiko). Wenn doch nur die Bemühungen darauf gerichtet wären, zunächst die Erde, diesem kleinen Stern im All, zu befrieden. 



Ein Jahr ist nichts Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts; wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,
das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich,
das uns getroffen mit des Geistes Streich.
Ein le…

Balance

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Skulptur BALANCE, Bronze, Marianne Wagner, Breuberg



Das Leben ist wie ein Fahrrad.
Man muss sich vorwärts bewegen,
um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Albert Einstein
Die Tage "zwischen den Jahren" sind besonders zur ruhigen Besinnung geeignet weil soviel Pause in der Geschäftigkeit sein kann, eine Reihe von Feiertagen/Ruhetagen/Urlaub läd ein.
Balance- jener Zustand zwischen Bewegung und Stillhalten scheint mir begehrenswert. Auch den Wechsel zwischen Aktivitäten und ruhigem Sitzen und Lesen, der geistige Austausch mit Menschen im Gespräch und das alleine Nachdenken.
Könnte ich nochmal so stehen wie dieses Mädchen, denke ich. Und dann schaue ich doch nach vorne, ich kann dafür nun andere Dinge.


Frohe Weihnachten 2019

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Unsere Krippe, die uns seit Jahren begleitet, ist für die Enkelkinder ein Symbol für Kontinuität. Die kleinste Enkelin hatte sie vor Jahren mit drei Schafen vervollständigt, da die Figuren nicht bewegt werden können. Die ganze Krippe ist aus Lindenholz geschnitzt, an einem Stück!

Sie erinnert an eine Geburt vor langer Zeit.

Oft muss ich aber an die Mutter eines Freundes denken, die in den 70-er Jahren zum Weihnachtsfest nach Israel geflogen war. Am 24. Dezember stand sie in einer langen Besucherschlange, um die Geburtskirche in Bethlehem zu besichtigen. Es war heiß, sie hatten Sommerkleidung an.
Sie erzählte: " Ich stand und schwitzte in der Sonne an Weihnachten. In meinem Geburtsort in Schlesien war es dann immer bitterkalt, es lag meist hoher Schnee. Voll Mitgefühl hatte ich damals an die arme Maria und das Kindchen gedacht, weil sie kein Haus hatten und keinen Ofen. Und nun stellte ich fest, es war nicht kalt in Bethlehem. Waren wir dumm!"
Else, Jahrgang 1908, musste noc…

der 95. Geburtstag

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Zum 95. Geburtstag einer wunderbaren Dichterin, deren Werk weiter wächst, deren Entdeckungslust ungebrochen ist:


mich interessiert das nicht was in meinem
Körper vorgeht was mit meinem
Körper geschieht, solange er noch
sitzen kann und Wörter schreiben auf der Maschine."


 Friederike Mayröcker


"An dem Tag, an dem an Peter Handke der Nobelpreis in Stockholm verliehen bekommt, liest Friederike Mayröcker am Abend im Wiener Literaturmuseum aus ihrem unveröffentlichten Buch, das Publikum lauscht: "Engelgleich nämlich ein Joint / Ich meine der Engel heftige Natur und so weiter / Nämlich am 20. Dezember 1924 etwa zur 14. Stunde kam ich auf die Welt / Die Hebamme hob mich hoch und sagte: Engelgotteskind / Die sehr junge Mutter beugte sich vor, um mich zu erkennen / Die Hebamme aber sagte: Legen Sie sich zurück / Das Unfassbare, das Blutige war geschehen, ich war geboren / Es hat mich vorher noch nie gegeben."

Zitat aus einem Interview von Mia Eidlhuber, Der Stan…

hier und jetzt

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Oh, wer nur ernst und fest die Stunde greift,
den Kranz ihr auch von bleicher Locke streift,
dem spendet willig sie die reichste Beute.

Doch wir, wir Toren, drängen sie zurück,
vor uns die Hoffnung, hinter uns das Glück,
und unsere Morgen morden unser Heute.

- Annette von Droste-Hülshoff-
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Ein orientalisches Sprichwort sagt: Ein Heute ist besser als zwei Morgen.  Es ist die offene Suche und das Schauen auf das, was der Tag uns bringt. Diese Haltung entspricht nicht der hektischer Menschen, die ständig " ich muss" denken und sagen. Oder den Machern, die alles im Griff haben möchten.
Wir beeinflussen unseren Tag durch unsere Aufmerksamkeit, durch unsere Achtsamkeit im Augenblick. Wenn ein Baby lacht, ist es ganz Lachen, ebenso wenn es weint. Es denkt noch nicht darüber nach, was es erreichen will, es ist authentisch im Augenblick.

Entspannung mit Palmström

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Die Kugeln

Palmström nimmt Papier aus seinem Schube.
Und verteilt es kunstvoll in der Stube.

Und nachdem er Kugeln draus gemacht.
Und verteilt es kunstvoll, und zur Nacht.

Und verteilt die Kugeln so (zur Nacht),
daß er, wenn er plötzlich nachts erwacht,

daß er, wenn er nachts erwacht, die Kugeln
knistern hört und ihn ein heimlich Grugeln

packt (daß ihn dann nachts ein heimlich Grugeln
packt) beim Spuk der packpapiernen Kugeln ...
Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer


Statt Brexit und Trump  lieber Spiele mit Christian, die bekommen meinem Blutdruck besser. Zu seiner Lebenszeit war es auch nicht besser, nur anders. Ich bin dieses in meinen Augen schädliche Tun so leid, dass ich keine Nachrichten mehr mag.  Aber das wird sicher wieder anders! 

Advent und Sehnsucht

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Ohne mildernde Umstände Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil:
Die angeklagte Sehnsucht ist uneingeschränkt schuldig.
Begründung:
Die Sehnsucht hat voll verantwortlich sich selbst hervorgebracht. So wurde der Gedanke geboren, nicht mehr warten zu wollen. Das Auge entdeckte die Gestalt dieser Sehnsucht  und will nicht mehr warten. Worte gaben Sehnsucht und Gestalt ein "bis morgen" und das will nicht mehr warten. Terminkalender gaben der Sehnsucht Unerträglichkeit und sie will nicht mehr warten. Berührung gab der Sehnsucht ein Du und das will nicht mehr warten. Die Sehnsucht entblößte ein wir, wir wollen nicht mehr warten.
Die Sehnsucht ist schuldig! Ihr Verbrechen: nicht mehr warten!
Mildernde Umstände gibt es nur für einen Advent der auch schön brav nicht mehr will als ein Advent zu bleiben!
Christoph Stender

Alltägliche Vorsicht

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Eine Frau
Noch keine Seniorin, ist sie gleichwohl vergreist. Das macht die Angst vor dem Unfassbaren, Angst, die sich nicht an bestimmten Dingen festmachen lässt, sozusagen frei galoppierende Angst. Kein besorgniserregenden Vorkommnisse, keine schlimmen Lebensumstände oder körperliche Bedrängnis gehören zu ihrem Leben. Sie lebt jeden Tag einzeln, die Tage sind unendlich lang. Wenn sie zurück schaut, sehr selten, sind die Tage einfach verschwunden, es bleibt wenig an Erinnerung. Sie sagt, das Leben geht zu schnell vorbei.
Sie ist niemanden wichtig, nicht einmal sich selbst. Andere Frauen in ihrer Situation hätten sich eine Liebhaberei zugelegt, manche sogar einen Liebhaber. Dazu fehlt ihr die Phantasie. „Leben ist Arbeit und anständig seine Pflicht tun.“ Sie fühlt sich zu unwichtig, um Ansprüche zu stellen. Schnell ist sie gekränkt, wenn von ihr als selbstverständlich angesehene Normen von anderen nicht erfüllt werden. Die Mauer zwischen ihr und dem Leben ist hoch, fast unüberwi…

unterwegs im Leben, oder?

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"Wir waren jene,die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung.
So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten."

Roger Willemsen
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Und wer ist jetzt für uns zuständig?   Werden wir so zu unmündigen Kindern?

Ps.: War eigentlich früher keine Adventszeit, weil es nicht überall Lichterketten und Beleuchtung gab?

Lichtstrahl durch Wolken

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Der Versuch den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produzierte stets die Hölle.Karl Popper, österreichisch-britischer PhilosophIch bin in Eile, daher schaue ich mir meine Fotos an und staune, dieses Foto gefällt mir.Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich heute, dass ein Lichtstrahl auf sie treffe, vielleicht auch einige Sonnenstrahlen.