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Es werden Posts vom Februar, 2021 angezeigt.

ungewollte musikinflation

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zum denken benötige ich ruhe, keine mir unpassende musik, kein dauergeplauder um mich herum. deshalb ist mir mein uralter mp3-player wichtig, wenn ich zum entspannen musik hören will. da kann ich auswählen aus ganz verschiedenen alben. dafür kaufe ich cds, die komponisten und musiker-/innen müssen ja auch geld verdienen.   im fernsehen wähle ich, da schaue ich mal eine musiksendung, mal einen film oder bericht. gerne schauen wir dokumentationen an oder z.B. berichte aus der reihe "länder-menschen -abenteuer ", wie unterhalten uns über das gesehene, kommentieren es. auch beiträge über alte handwerkskunst oder gärten machen uns freude. es ist schön, die arbeits- oder naturgeräusche dabei zu hören. leider ist diese freude in letzter zeit zunehmend getrübt, weil zu allen möglichen passenden oder unpassenden momenten in diesen sendungen musik eingespielt wird. eine mail an die landesschau BW hat nun ergeben, dass z.b. die jeweiligen macher des berichtes die musik aussuchen. ich de

biotop berlin mit eukalyptus

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WÜNSCHE  Berlin, U- Bahnhof Kochstrasse, 8.30 Uhr am Morgen: In der Nähe des Kiosks stehen zwei mittelalte Männer, sichtbar betrunken schlürfen sie ihr flüssigen Frühstück aus den Bierdosen. Danach geht einer der beiden zur Frau an den Tresen und fragt: „Hamse nich en richtig starken Kaugummi?“ „ Wofür?“ „Icke hab gleich en Termin of et Arbeitsamt, die Tante soll nicht direktemang det Bier riechen. Hab grad een Bierchen getrunken!“ „Da nimmste mal am besten Eukalyptus“, empfiehlt die Dame hilfreich und reicht Bonbons rüber. Ob das auch gegen schwankenden Gang reicht? Und überhaupt? ------------------------------------------------------------------------------------------------------ das biotop berlin hat viele facetten. ich schlenderte weiter mit offenen augen und ohren und hoffte, der eukalyptusgeruch hatte an diesem morgen ausgereicht.  

monddinge im frühling

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 bald blühen auch bei uns die obstbäume, frühlingshaft ist das wetter. unglaublich, dass in so kurzer zeit  40 grad temperaturunterschied sein kann. in der tageszeitung stand, dies habe es noch nie gegeben, seit es die temperaturaufzeichnungen bei uns gibt. die tage rennen an mir vorbei, ich warte auf änderungen, nur das wetter darf bleiben wie es will.                                                                      Christian Morgenstern:                                                                             Mondendinge  Dinge gehen vor im Mond, die das Kalb selbst nicht gewohnt. Tulemond und Mondamin liegen heulend auf den Knien.   Heulend fletschen sie die Zähne auf der schwefligen Hyäne. Aus den Kratern aber steigt Schweigen, das sie überschweigt.   Dinge gehen vor im Mond, die das Kalb selbst nicht gewohnt. Tulemond und Mondamin liegen heulend auf den Knien... 

ins Zeitloch gefallen

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  Wenn du einen Schneck behauchst, Schrumpft er ins Gehäuse. Wenn du ihn in Kognak tauchst, Sieht er weiße Mäuse . Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler Quelle: Ringelnatz, J., Gedichte. Reisebriefe eines Artisten, 1927. Aus: Überall ----------------------------------------------------------------- mit sonne gehen sie besser, diese ziellosen spaziergänge durch die stadt. wenn ich mich jetzt noch auf einen kaffee mit einer freundin an einen tisch im cafe setzen könnte, wäre ich fast glücklich.  ich plane für später und habe angst vor dem unverstand meiner mitmenschen, die ich trotzdem gut verstehe. viele warten nur darauf, irgendwo hin zu fliegen oder zu fahren.  ich warte auf entspanntes lachen, auf musik und fröhliches zusammensein mit brot und wein, und einigen beilagen.  (ich warte ohne kognak, ich will keine weissen mäuse sehen!)

die buche

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Die Buche  Eine Frau pflanzte eine kleine Buche, die sie am Wegrand entdeckt hatte. Sie hegte das Pflänzchen, goss es in trockenen Zeiten, jätete das Wildkraut in seiner Umgebung. Sie tat alles, damit aus dem Sämling eine große Buche werden konnte. Diese Frau, meine Ahnin vor mehr als hundertzwanzig Jahren, erlebte mit dem Baum die Jahreszeiten. Sie sah ihn viele Jahre wachsen. Als sie alt war, spendete ihr die Buche Schatten. Ihre Kinder bauten eine Bank unter das Blätterdach. Manchmal stellten sie im Sommer Tische und Stühle dazu und feierten. Im Winter setzten Kinder einen Schneemann auf die Bank, ein altes Foto zeigt sie lachend mit ihrer Schöpfung. Abends traf sich manchmal ein Liebespaar auf dieser Bank und träumte sich in eine gemeinsame Zukunft.  Während der großen Kriege hüteten die Nachfahren der Frau die inzwischen stattliche Buche, damit sie nicht zu Brennholz würde. Ihr Anblick war ihnen Trost und schenkte Gedanken an Dinge, die über die täglichen Aufregungen hinausgingen

briefe

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  in unserer tageszeitung stand gestern ein bericht über eine örtlichen grundschule. die dortige deutschlehrerin hatte die drittklässler aufgefordert, einen brief an das coronavirus zu schreiben. höflich und förmlich beginnen fast alle kinder ihren brief. aber danach lassen ihre aussagen und fragen nicht an ihrer haltung zweifeln: "kannst du nicht endlich mal aufhören, krank zu machen? ""wenn du zu unserer gesellschaft gehören möchtest, dann darfst du keinen mehr krank machen." "wenn ich dir eine note geben müsste, dann ist das eine 6!" "ich gehe gerne zur schule, aber wegen dir muss ich jetzt onlineunterricht machen. dabei macht der mir keinen spass." "ich weiß, dass wir dich irgendwann zerstören werden, schreibt ein mädchen." wegen corona könne er kein fussball spielen, nicht ins schwimmbad, nicht ins kino, geburtstag ohne freunde feiern, schreibt einer. auch in die zukunft sehen die kinder: "wenn du weg bist, renne ich zur schul

trügerisches Eis

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Gefroren hat es heuer noch gar kein festes Eis Das Büblein steht am Weiher und spricht zu sich ganz leis: „Ich will es einmal wagen das Eis, es muss doch tragen Wer weiß? “ Das Büblein stapft und hacket mit seinem Stiefelein Das Eis auf einmal knacket und krach! schon bricht´s hinein. Das Büblein platscht und krabbelt als wie ein Krebs und zappelt mit Arm und Bein „O helft, ich muss versinken in lauter Eis und Schnee O helft, ich muss ertrinken im tiefen, tiefen See“ Wär nicht ein Mann gekommen – der sich ein Herz genommen o weh! Der packt es bei dem Schopfe und zieht es dann heraus vom Fuße bis zum Kopfe wie eine Wassermaus Das Büblein hat getropfet, der Vater hat´s geklopfet zu Haus Text: Friedrich  Güll (1812 – 1879) Musik: anonym ? aus Fliedners Liederbuch – in Großheppacher Liederbuch (1947) bitte weitersagen: Auch wenn Schnee auf dem Eis liegt trägt es keine Menschen! Jetzt habe ich schon mehrere Unfälle gehört. Weiß niemand mehr, wie man sich verhalten sollte? Alles vergesse

kanaldeckel

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  kunstwerke auf dem boden sind manche dieser kanaldeckel, sie zeigen geschichte und den stolz der stadt auf ihre bauwerke. früher gab es mal bei einer bloggerin viele kanaldeckel, leider habe ich sie verloren, diese bloggerin, oder sie hat den namen gewechselt. seit jahrzehnten fotografiere ich als reiseandenken diese ungetüme aus gußeisen. da passt es gut, dass mir nichts einfällt. verzagt will ich nicht schreiben, und mit fröhlichkeit kann ich gerade nicht dienen. schaut doch mal wie die arme stadt wuppertal ihre deckel poliert hat! ich grüsse aus winterlichem schnee und coronamässigem wartestand.

unterwegs im leben

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„Aber warum Trübsal blasen, wenn das ganze goldene Land vor einem liegt und alle möglichen ungeahnten Ereignisse auf einen warten, einen überraschen und glücklich machen wollen, weil man lebt und sie erleben kann.“ — Jack Kerouac, buch Unterwegs Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/1312256-jack-kerouac-aber-warum-trubsal-blasen-wenn-das-ganze-goldene/                                                                      pfälzer berge im nebel  „Aber warum Trübsal blasen, wenn das ganze goldene Land vor einem liegt und alle möglichen ungeahnten Ereignisse auf einen warten, einen überraschen und glücklich machen wollen, weil man lebt und sie erleben kann.“ — Jack Kerouac, buch Unterwegs es wird ein wind kommen der die wolken vertreibt, und es wird wieder frühling geben, die ersten schneeglöckchen sprießen schon in den blogs.   ich möchte rufen: haltet durch, es hat bisher ja geklappt. es gibt auch keine wahlmöglichkeit, da wir nicht allmächtig sind. also pflegt die hoffnung a

vermischtes im februar 21

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heute ist maria lichtmeß, ab diesem tag konnte man laut erzählung unserer großtante hedwig (geb. 1907) "bei tag zur nacht" essen. ein silberstreif am horizont des winterverlaufes. die grellweißen masken habe ich mit wasserfarbe verbessert, ich arbeitete ja nicht im op. die wasserfarbe  perlt ab, aber farbig wird es trotzdem. das design ist noch verbesserungswürdig, die regierung hat mir ja genügend masken geschenkt. die wenigen menschen unterwegs freuen sich jedenfalls, wenn sie die bemalten larven sehen.  Frühling Die Bäume im Ofen lodern. Die Vögel locken am Grill. Die Sonnenschirme vermodern. Im übrigen ist es still. ... Es lohnt sich manchmal, zu lieben, was kommt, nicht ist oder war. Ein Frühlingsgedicht, geschrieben im kältesten Februar. Joachim Ringelnatz