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Es werden Posts vom August, 2020 angezeigt.

Augen suchen Hoffnung

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                                                Skulptur: Marianne Wagner, Breuberg   Emily Dickinson: Wie sich die Augen treffen Wie sich die Augen treffen- trennen Mitten in der Menge eingeprägt- manchmal- für immer So mag eine Miene - Zu der Miene eines Anderen - Sprechen ohne Wort - Nachbarlicher Horizont - Kaum erkannt- schon fort-                     --------------------------------------------------- Habt eine gute Spätsommerzeit - Zeit zum Durchatmen und Ernten. Habt mit mir Hoffnung, dass sich bald etwas zum Guten ändert, vielleicht setzt sich doch wieder einmal positives Tun durch, und die Hoffnung ressourcensparenderes Handeln.

Georg Friedrich wird 250 Jahre

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                                       Skulpturen : Günter Grass, Lübeck, Günter-Grass- Haus 250. Geburtstag von Georg Friedrich am 27.August 20: " Warum Georg Wilhelm Friedrich Hegel , der im August 1770 in Stuttgart im heutigen Hegel-Haus unweit des heutigen Tagblattturms möglicherweise im Dachgeschoss (so genau weiß man es nicht) geboren ist, immer noch wichtig ist? 2020, im großen Hegel-Jahr zum 250. Geburtstag des bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts, werden Lobeshymnen und Ehrenbezeugungen ohne Ende erklingen. Wer dann im Überfluss der Zitate nur Bahnhof versteht, holt sich den Hegel-Satz vors geistige Auge, der seit 1993 die Fassade des Bonatz-Baus mitten in Stuttgart ziert: „. . . dass diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist.“ Und er sollte keine Furcht davor haben, mal was aus den Schriften des Vor- und Querdenkers nicht zu verstehen. Viel wichtiger nämlich ist, dass man selbst was denkt, nicht nur auf Oberf

Gipfelstürmer light

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                                        Mit Mark Twain in der Bergen 290 Seiten vom „Bummel durch Europa“ widmet er seinen Bergsteigererlebnissen in der Schweiz, es ist der abgehobenste, skurrilste Teil des Buches. Er stellt gewaltige Expeditionen zusammen, schafft gewaltige Ausrüstungen herbei, erlebt gewaltige Abenteuer – alles ist natürlich Lug und Trug, Übertreibung und Fantasie und eine herrliche Persiflage auf die vor allem britische Alpenbegeisterung, die zu der Zeit im Schwange war. Die Rigi besteigt er noch selbst: „Sind wir bald am Gipfel? Bald am Gipfel! Na, Gott segne Sie, Sie sind ja noch gar nicht richtig losgegangen.“ – „Wir stiegen und stiegen; und stiegen immer weiter; wir langten auf etwa vierzig Gipfel an; aber immer lag noch einer direkt vor uns.“ – „Eine Stunde lang saßen wir dort, mit klappernden Zähnen und zitterndem Leib, und stritten uns über alle möglichen Kleinigkeiten, aber die meiste Aufmerksamkeit widmeten wir der Tätigkeit, uns gegenseitig we

Vor der Ernte

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Ein Weizenfeld (Friedrich Hebbel) Weil es die Ähre verschmäht, sich mit der Farbe zu zieren, Hat die Natur ihr den Mohn dicht an die Seite gestellt; Jener hat sie die Kraft vertraut, den Menschen zu nähren, Diesem verlieh sie den Reiz, welcher sein Auge erfreut. Jene frage drum nicht: Wo sprießen dir nützliche Körner? Oder dieser: Wo trägst du den erquicklichen Schmuck? Wenn die eine uns fehlte, so könnten wir freilich nicht leben, Aber wir möchten es nicht, wäre der andre nicht da! Friedrich Hebbel (1813-1863) Weil es so trocken ist war auch der Wuchs der Ähre spärlich. Immerhin bemüht sie sich um Fortpflanzung. Und dann fuhren die Autos auf den Feldrand weil Menschen nicht gehen wollten...

Rituale

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Täglicher Dorftreffpunkt zum Gedankenaustausch(oder Tratsch). DU MUSST AUS DEINER GEGEND ALLES HOLEN, DENN AUCH VON REISEN KOMMST DU LEER ZURÜCK. Melancholie, Gottfried Benn Das glaube ich nicht, aber was wir mitbringen hat mit der eigenen Sicht auf das Leben und die Welt zu tun. Ein extrovertierter Mensch erfährt andere Dinge als ein in sich zurückgezogener. Die Regelmäßigkeit, in der sich diese Herren täglich zur gleichen Zeit trafen, gefiel mir. Sie struktuierten ihren Tag und redeten immer miteinander, ohne das ein Wortführer auszumachen war. Irgendwann habe ich einmal gelesen, Frieden sei Ruhen in der Ordnung(Illies?). Es hilft und trägt jedenfalls manchmal.   

zuhause ankommen

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                                                            Porta Nigra, Trier Es ist viel zu heiß, mein Hirn muss erst regenerieren in kühlen Mauern, um wieder klare Gedanken zu fassen. So viele Erinnerungen an Jahrzehnte, die mir gegeben waren. Ich freue mich wieder in meinem Bett zu schlafen. Ich finde Urlaub wird überbewertet. Abenteuer, so ich sie suche, gibt es überall.  Altes Gemäuer Ein Mauerwerk zerbröckelt in das Schweigen, Worein die Fugengräser sinken, steigen: Das Mittelalter in ihm rührt sich nicht, Das Altertum in ihm, es spürt sich nicht. Die Ritzengräser heben sich und sinken, Wenn Windeskrüppel durch die Stille hinken. Die gehn vorbei, sie haben keine Stecken, Die Jugend im Gemäuer aufzuwecken. Vielleicht, daß wir sein Einst uns nur erdachten Und Treppen in den Zeitenspuk uns machten. Vielleicht, daß Gott uns Zeitenträume gönnte, Doch Welt nicht ist, was je erwachen könnte. Denn alles ist schon wach, was um uns her ist, Was rispenleicht u

Unterwegs

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Frau im Boot Gleite, meine Schwester schwerelos umhüllt von Sonnenstrahlen gleite schwerelos dein Lebensboot braucht nicht den Fährmann. Alles ist fließend vertraue löse den Anker lass dich treiben und komme an. RGP 22.01.02 Ich werde einige Tage Urlaub vom Bloggen machen, mal sehen... Allen wünsche ich genug Wasser für kommende heiße Tage!