Das Abkommen, das der deutsche Bundesminister für Arbeit Anton Storch und der italienische Außenminister Gaetano Martino am 20. Dezember 1955 in Rom unterzeichnen, war das letzte einer langen Reihe von Abkommen, die Italien seit 1946 mit europäischen, südamerikanischen und ozeanischen Ländern abgeschlossen hatte.
heute morgen hörte ich im radio, dass vor genau achtzig jahren mit italien ein abkommen über die entsendung von arbeitern nach deutschland unterzeichnet wurde. im interview ein mann, der damals als siebzehnjähriger mit seinem vater nach geislingen gekommen war, sie sollten bei WMF arbeiten. untergebracht wurden sie in baracken hinter stacheldraht. er sei damals sehr erschreckt gewesen, erzählte er. die bevölkerung wurde als ablehnend erfahren, sie blieben lange in ihrer gruppe.
in dem jahr begann mein schullaufbahn, ich wusste noch nichts von italien. später wurde italien unser traumziel für urlaubsreisen, die wir nie antraten. aber bald gab es auch erste eisdielen, und es gab viele schlager, die das italienische lebensgefühl besangen. im jahr 1962 gewann conny froboess mit dem lied "zwei kleine italiener" den 6. platz beim grand prix. aber es gab auch degenhardts lied(1971) über tonio schiavo, den gastarbeiter, der bei einer auseinandersetzung auf dem bau starb. in dem lied beschrieb degenhardt die wohnungen der gastarbeiter:

"Tonio Schiavo" war immer Unterrichtsgegenstand, wenn es um Balladen ging in meinem Deutschunterricht in der Gesamtschule - daran erinnerst du mich jetzt. Und an die griechischen & tunesischen Männer, die ich kannte und die unter dem Leben als Arbeitsimmigranten gelitten hatten. ( Die Frauen übrigens nicht: die haben die größeren Freiheiten gegenüber denen in ihrem Heimatland, die ihnen institutionell wie privat geboten worden sind, zu nutzen gewusst und ihr Ding gemacht. Das fällt mir jetzt gerade so auf. Auch türkische Bekannte waren darunter. ) Hat vielleicht auch was mit patriarchalen Hierarchien zu tun, die ja auch Männern schaden.
AntwortenLöschenEine gute letzte Vorweihnachtswoche!
Astrid
liebe astrid, schön das du auch da ähnliche gedanken hattest, ich habe diese lieder sehr gemocht. auch in erinnerung daran, dass es dieses ideale land nicht gab, was uns vorgegeben wurde. für mich hatte es damals viel mit gerechtigkeit und bewältigung der kriegszeit, aber auch rebellion gegen kirchengebote zu tun. ich fand kirche unchristlich in der wahrnehmung und bekam mehrmals streit deshalb. herzlichen gruß in die weihnachtswoche von roswitha
LöschenTja, da waren und sind wohl viele traurige Geschichten dabei. Integration war auch für die damaligen Gastarbeiter sehr schwer.
AntwortenLöschenBei einigen hat es aber dann doch erstaunlich gut geklappt, vor allem bei denen, die "eingeheiratet" haben.
Einen lieben Gruss in die dritte Adventswoche,
Brigitte
die eingeheirateten sind heute meist integriert, aber es wuchsen ja auch neue gruppen nach. es ist unsere aufgabe die menschen in den arbeitskräften zu sehen, und manchmal herausforderung.
Löscheneine freudige weihnachtswoche wünsche ich dir, liebe brigitte, herzlich, roswitha
Übersicht mit KI
AntwortenLöschenEin Zitat für einen "Zusatzteller zu Weihnachten" (also für mehr Liebe, Freude oder Besinnlichkeit) könnte sein:
"Weihnachten ist, wenn die besten Geschenke am Tisch sitzen und nicht unterm Baum liegen!" oder "Die schönsten Geschenke kann man nicht in Geschenkpapier wickeln: Liebe, Freundschaft und Zeit." (unbekannt). Es geht um das Gefühl, die Gemeinschaft und die kleinen Dinge, die wirklich zählen, wie es viele Zitate betonen, z.B. von Roswitha Bloch oder Charles Dickens.
Besinnlich herzl. Gruß in die 4. Adventswoche und Nächstenliebe für alle Menschen 🎄✨ wünscht Annette 💞🙏
die zitate über die geschenke sprechen eine einfache wahrheit klug aus, mögen es viele menschen spüren. du sollst von wohlwollenden und frohen menschen umgeben sein, herzliche grüsse in die weihnachtswoche von roswitha
Löschen