Mittwoch, 19. Juni 2024

in der welt (und bei sich) sein


" ...  an meinem Spiegel klebt das, weil ich es auch für mich selbst brauche. Als Erinnerung, jedesmal, wenn mein Gesicht mir entgegenschaut: Frieden beginnt bei mir. Und zwar längst, bevor ich mich irgendwie engagiere für jemand anderes, für die Familie, für die Gemeinde, in der Politik. Damit Friede anfangen kann, jeden Tag wieder und jeden Tag ein bisschen mehr, sollte ich erst einmal Frieden haben mit mir selbst. Einverstanden sein, jedenfalls grundsätzlich; zuversichtlich für heute – weil ich auch heute hoffen darf, dass ich etwas Gutes erleben darf, dass jemand mir freundlich entgegenkommt und mir hilft. Oder natürlich auch, dass ich was Anständiges zustandebringe, jemand anderem helfe oder was Gutes sage…"

Altfried G. Rempe, Trier (SWR  2, Wort zum Tag, 17.06.24)

schwer ist es, diesen satz für sich selbst zu bejahen. und das ist ganz dumm, weil wir ja zunächst nur uns haben und uns treu sein wollen. tagtäglich schwirren in unserem kopf gedanken, hören und sehen wir viel verschiedenes als eine art hintergrundrauschen.  es kommt darauf, was ich aussuche, worauf ich mich fokussiere.

heute war in der tageszeitung eine erfreuliche meldung:

die sozialaktivistin marlene engelhorn, nachfahrin des gründers des ludwigshafener chemieriesen BASF, hat über einen bürgerrat fünfundzwanzig millionen euro ihres erbes an rund achtzig organisationen und vereine verteilen lassen. der fokus lag darauf, die ungleichheit in der gesellschaft zu verringern und benachteiligten chancen zu eröffnen. das geld erhalten initiativen, die sich mit klima und umwelt, lezahlbarem wohnraum, gesundheit und bildung beschäftigen.

50 repräsentativ ausgewählte bürgerInnen zwischen sechzehn und fünfundachtzig jahren hatten sechs wochenenden über die verteilung des geldes diskuttiert und dann entschieden.

wenn jetzt die politikerInnen begreifen, dass teilhabe für menschen mit geld heißen müsste, vermögenssteuer zu zahlen und an die sozialversicherungen beiträge zu leisten, ja dann wäre ein anfang gemacht.   


 

6 Kommentare:

  1. Ach ja, das ist schöne Zukunftsmusik! :--)
    Aber die Millionenerbin zeigt ja, dass es geht, wenn man will, und schreitet mit bestem Beispiel voran: Bravo und Dankeschön!
    Einen lieben Gruss,
    Brigitte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. so freuen wir uns dass es geschehen konnte, lieben gruß, roswitha

      Löschen
  2. Eines meiner Lieblings - Zitate und hier, auch schon öfters gepostet:

    "Sei Du selbst die Veränderung,
    die Du Dir wünschst für diese Welt."

    Mahatma Gandhi

    Positive Beispiel braucht' s 🙏 🤑❣️

    Herzlichen Regengruß 🍃☔

    und Toi Toi Toi - heute - für die EM - Fußballbegeisterten ⚽ von Annette 🙋‍♀️

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. wir sind praktisch auch vorbilder, auch ohne millionen, da mal dran denken hilft manchmal. herzlichen gruß, liebe annette, roswitha

      Löschen
  3. Von Marlene Engelhorn habe ich schon öfter gehört und gelesen, auch TV-Beiträge gesehen. Das ist eine sehr reife Leistung, ich würde allerdings gerne wissen, wie ihre Familie zu ihrer Haltung steht. Das habe ich noch nicht herausgefunden.
    Grundsätzlich bin ich davon abgekommen, Spenden an bekannte große Vereine (mit aufgeblähten Verwaltungen) zu geben. Mir sind kleine Initiativen lieber oder direkt an Menschen Geld zu geben, die es sehr schwer haben, aus unterschiedlichen Gründen. Ich möchte immer wissen, was konkret mit dem Geld passieren wird.
    (Es gibt leider schon einige Organsiationen, die mit echten Keilermethoden vorgehen und alten Menschen den Fuß in die Türe stellen, damit diese jährliche - und recht üppige - Beträge via Abbucher spenden. So geht es in meinen Augen gar nicht!)

    Traurig ist, dass Politiker*innen von uns gewählt werden - und sich nach der Wahl oft nicht mehr daran erinnern können. Ja, es wäre wunderbar, würde es so geschehen, wie Du es formulierst, liebe Roswitha!
    Frieden beginnt bei mir selbst. Ich glaube, Menschen, die überall Unfrieden säen, sind sehr unglückliche Menschen. Ein Mensch, der mit sich und der Welt zufrieden ist, wird sich nicht so verhalten. Zumindest habe ich das immer wieder so beobachten können.
    Ganz liebe Grüße zu Dir, C Stern

    AntwortenLöschen
  4. ich freue mich über diese spenden und die art, wie sie das organisiert hat, einfach großartig. ich selbst spende immer direkt, ohne Werber oder verwaltungskosten an lebende menschen, beim ahrhochwasser z.b. an einen buchladen und den DLRG. ich kenne leider viele menschen die hilfe sehr brauchen können, deshalb regt mich unser system ja so auf. liebe abendgrüsse zu dir, c stern, herzlich, roswitha

    AntwortenLöschen

Ahoi, wir haben die wahl

zur ruhe gekommen in einem rahmen die kugel läuft nicht mehr geborgen oder gefangen? "Aufmerksamkeit ist alles, was um uns her vorgehet...