Mittwoch, 17. April 2019

Notre Dame


Es macht mich traurig, diese Kirche in Paris brennen zu sehen, die so viele Jahrhunderte alles überstand.
Der amerikanische Cowboy D.T. hätte gerne mit Löschflugzeugen gelöscht, dann wäre von der Kirche nichts mehr übrig, sagt die Feuerwehr. Dieser Twitter passt zu ihm, "Hau-Ruck" und fertig, und dann Scherben begucken, oder auch nicht.

Dienstag, 16. April 2019

Mut zum eigenen Weg?



Manche treten in Fußstapfen die nicht zu ihnen passen. Sollten sie hineinwachsen oder schnell zurückweichen?
Was ist mutiger?

Sonntag, 14. April 2019

erinnerung an meine freundin

Elisabeth

schimpft wie ein Rohrspatz bayrisch
sie ist laut
und schleicht leise durch den Wald
um Tiere zu beobachten

sie fotografiert um ihre Erinnerungen
zu bebildern
wirft dann alles in den Müll
und sammelt neu:

Erinnerungen, Bilder, vierblättrige Kleeblätter,
getrocknete Blüten, Bierfilze...

Elisabeth:
je größer die Verzweiflung wurde
je mehr schrumpfte der Körper
übrig blieben bis zuletzt
der Humor und die Fähigkeit
lauter zu lachen als alle
meine anderen Freundinnen
 


Freitag, 12. April 2019

Junge Maikäfer



Damit alle sich wärmen können, hier schnell ein Feuereimer. Am Montag geht der Frühling weiter...
Dann kommen verfrüht auch die Maikäfer.
Aber vielleicht macht Paradiesvogel zu sein mehr Spaß!


Es ist besser, ein junger Maikäfer,
als ein alter Paradiesvogel zu sein.

Donnerstag, 11. April 2019

Heimat in Europa

HEIMAT - eine Annnäherung


Erinnerungen: Ostern 1978, Theaterfestval in Avingon. In der wogenden Menschenmenge schrie plötzlich eine Frau meinen Vornamen, begeistert fielen wir uns in die Arme. Sie war wie ich aus Daun!

Fast an der spanischen Grenze sah ich ein Auto mit Dauner Nummer, meine Freude war groß, ich winkte bis hinter den Horizont.
Warum freute ich mich über ein Auto mit Nummerschild von unbekannten Kreisbewohnern? Warum umarmte ich eine Frau, von der ich kaum mehr wusste als ihren Namen und wo sie wohnte?

Und trotzdem: Ich spürte "Heimatgefühle", spüre Verbundenheit mit fremden Menschen, weil sie aus der gleichen Gegend wie ich kamen. Für mich war dies eine seltsame Entdeckung! Es hatte nichts mit Rationalität zu tun.

Die "Heimatfilme " meiner Kindheit und Jugend, die meine Mutter liebte, waren für mich der Gipfel des Kitsches. Das Liedgut meines sangesbegeisterten Vaters war mir früher verdächtig, erinnerte mich an das tausendjährige Reich. Meist völlig zu Unrecht, wie ich später feststellte!

Irgendwann war ich mit einer Jugendgruppe zu einem internationalen Treffen in Frankreich. Abends am Lagerfeuer sang jede Gruppe ein Lied aus ihrer Heimat. Es war wunderbar, bis unsere deutsche Gruppe singen sollte. Sie wollten nicht, begannen dann verhalten von den im Wald rasenden Affen zu singen. Das Lied wurde am Ende gegrölt - ich schämte mich.

Ich gehöre zur ersten Generation der "nach dem Krieg" geborenen, der Heimatbegriff war uns lange suspekt. Wir wollten WeltbürgerInnen, mindestens EuropäerInnen sein!

Was ist es, dass mich Heimat fühlen läßt, Vertrautheit mit der Sprachmelodie? Warum freue ich mich in der Ferne, wenn jemand die Eifel als schöne Landschaft lobt? Weshalb ist mir das rheinische Temperament, der Umgang miteinander, soviel müheloser als ein bayrisches oder westfälisches Miteinander?
Alles ist mir von Geburt an vertraut! Inzwischen bin ich dafür, dass der heimische Dialekt auch als Kurs gelehrt wird(damit er nicht ausstirbt), das Kinder Volkslieder lernen sollten(nicht nur die 1. Strophe!) und das wir bei ihnen ein Selbstverständnis fördern, welches einen Platz für Freude an der Herkunft aus einer bestimmten Region Europas zuläßt.
Wir haben allen Grund zur Freude, es gibt viele weniger angenehme Gegenden in der Welt als dieses Fleckchen Erde in Mitteleuropa! 

Und ich hoffe immer noch auf ein gemeinsames, demokratisches Europa.






Mittwoch, 10. April 2019

Schiffe in Berlin vor Bauwerken








Das Fräulein stand am Meere...

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.
"Mein Fräulein! sein Sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück."         

Heinrich Heine (1797-1856)

 

 

Dienstag, 9. April 2019

Optimierung der Milchkühe

Ein Wissenschaftler aus München erzählte davon, dass die Kuhfladen auf Weiden im Allgäu nicht mehr von Fliegen und anderen Insekten aufgesucht werden.
Der Grund ist: die Kühe haben in ihrem Mägen weniger Bakterien(Zuchterfolg!), dadurch brauchen sie weniger Energie von der Kuhnahrung für den Zersetzungsprozeß. Diese freie Energie wird für eine erhöhte Produktion von Milch gebraucht. Die Kühe geben bis zu 40 Liter Milch täglich.
Die Kuhfladen ohne Bakterien bleiben monatelang auf der Wiese liegen...


Wenn ich dann noch höre, dass die niederländischen Agrarunternehmer ihre Gülle in der Eifel auf die Äcker fahren weil sie mehr Kühe haben, als sie Gülle ausbringen können, dann graust mir.



Sonntag, 7. April 2019

Kater und Freundin






Das ist die Freundin von Obi, dem Kater. Hat er unterwegs gefunden und mit in seine Futterstelle gebracht. Ein antiautoritär erzogenes, pfiffiges Kätzchen, lauerte auf einen Kuchenrest bei einem gemütlichen Kaffeeplausch.
Aber Katzen bekommen keinen Kuchen, hätte ihr Obi auch erzählen können!




Und über der Wäscheleine hockt Obi, tarnfarben auf seiner Ausguckstange.


Samstag, 6. April 2019

Bunte Vielfalt

BUNT

Jeder einzeln, einmalig,
traurig, nachdenklich, 
froh, ängstlich,offen.

 verschieden,
alle gemeinsam: Menschen



                                    Wegen des Datenschutzes nur ein Berliner-Bären-Bild!

frieden und mehr?

da hängen die socken im schaufenster, gesammelt für obdachlose, zum glück brauchen sie diese wollsocken im moment nicht. eigentlich brauchen...