Samstag, 19. September 2020

eingesponnen oder frei


 

Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe.“
(Hermann Hesse)

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Ein mir sehr sympathisches Zitat von Hesse. Vieles von ihm las ich vor Jahrzehnten, nicht alles spracht mich an.

Diese Worte berühren mich in meiner Auffassung, wie ich mit der gegenwärtigen Situation umgehen will. Außer dem Virus gibt es auch verrinnende Lebenszeit, die ich nicht vorbeiziehen lassen möchte. Also gehe ich Schritt für Schritt für Schritt...

Ich will nicht eingesponnen sein in ein Netz aus Angst und Panikmacher-Zitaten. Gerne verzichte ich auf die Ratschläge selbsternannter Zukunftsdeuter, die ihr eigenes Süppchen kochen. Mein eigener Sinn lässt mich verantwortlich handeln, in meinem Rahmen. Mit der Geduld dem Virus gegenüber hapert es, aber ich bin lernfähig.

Einiges im Internet kann ich eigentlich nur mit lautem Gelächter sehen, so komisch ist es.   





6 Kommentare:

  1. Selber denken hilft. Tapferkeit und Geduld helfen wohl auch. Und der Eigensinn, wenn es nicht Starrsinn ist, kann tatsächlich Spass machen. :--)
    Lieben Sonntagsgruss,
    Brigitte

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  2. Eigensinn,
    liebe Roswitha,
    den eigenen Sinn bewahren, ist etwas Gutes und ist wie eine 'Lebensstütze'.
    Er sollte einfach nicht in in Sturheit umschlagen...

    Ja, Hermann Hesse!
    Ich las damals in der Schule nur, was Pflicht war...
    Andere wiederum liebten und verehrten ihn.

    Lieben Gruss in den Sonntag
    Hausfrau Hanna

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    1. danke, ich glaube außerdem, mein rheinisches gemüt hält sturheit nicht aus, ich lache so gerne(und sturheit kann sehr komisch sein).
      lieben gruss, roswitha

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  3. alle dreie sind gute weggefährten, wobei mir der eigen-sinn grad am besten gefällt. tapferkeit und vor allem geduld sind tägliche übungsfelder... nicht immer haben die übungen erfolg. aber vielleicht wärs auch langweilig, wenn immer gleich alles klappen würde:-))).
    viele abendgrüße
    Sylvia

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    1. liebe sylvia, auch dir einen gruß zur nacht. so üben wir weiter, vollkommen werden wir ohnehin nie. lieben gruss, roswitha

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