Freitag, 21. April 2023

Betrachtungen


Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.

 - Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller -

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wartet doch einfach, bis die gelbe blüte verblüht ist. danach kommen die durchsichtigen kugeln, samen ihrer art streut die ausdauernde pflanze in alle richtungen. und jedes kind hilft gerne dabei, indem es mit blasen die samen auf ihre reise schickt. wer hilft mit?

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aus: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge ist der Titel eines 1910 veröffentlichten Romans in Tagebuchform von Rainer Maria Rilke: 

es gibt eine menge menschen, aber noch viel mehr gesichter, denn jeder hat mehrere. da sind leute, die tragen ein gesicht jahrelang, natürlich nutzt es sich ab, es wird schmutzig, es bricht in den falten, es weitet sich aus wie handschuhe, die man auf der reise getragen hat. das sind sparsame, einfache leute; sie wechseln es nicht mehr, sie lassen es nicht einmal reinigen. es sei gut genug, behaupten sie, und wer kann ihnen das gegenteil nachweisen? nun fragt es sich freilich, da sie mehrere gesichter haben: was tun sie mit den andern? sie haben sie auf. ihre kinder sollen sie tragen. aber es kommt auch vor, dass ihre hunde damit ausgehen. weshalb auch nicht? gesicht ist gesicht.


ich wünsche euch allen ein inspirierendes wochenende, mit träumen, schauen, hören oder sehen, hauptsache ist wohl, sich lebendig zu fühlen. vielleicht spürt ihr die frühlingssonne...


noch ein paar Buchempfehlungen, am 23. April ist Buchsonntag:
Jana Simon, Sei denoch unverzagt, Fischer tb., Enkelin im Gespräch mit ihren Großeltern Christa und Gerhard Wolf  - hat mir sehr gefallen und ich erfuhr viel über den DDR - Kulturbetrieb. 

Judith Hermann, Wir hätten alles gesagt, S. Fischer, ein Buch über das Schreiben und Familie, Sommer am Meer und Suche nach Identität.

Antoine Laurain, Der Hut des Präsidenten, Knaur TB, die außergewöhnliche Reise eines Hutes, den jemand vergißt, ganz ohne Zauber verändert ein schwarzer Filzhut die Leben der Träger. 
„Es muss übrigens darauf hingewiesen werden, dass die Gesellschaft, die so heftig bestrebt ist, die Rechte des Embryos zu verteidigen, sich um die Kinder nicht kümmert, sowie sie auf der Welt sind.“

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/autoren/simone-de-beauvoir/
„Es muss übrigens darauf hingewiesen werden, dass die Gesellschaft, die so heftig bestrebt ist, die Rechte des Embryos zu verteidigen, sich um die Kinder nicht kümmert, sowie sie auf der Welt sind.“

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/autoren/simone-de-beauvoir/



6 Kommentare:

  1. Ja, der Schmetterling von Andersen weiss definitiv, worauf es im Leben ankommt.
    Danke auch für die übrigen Impulse.
    Beste Wünsche und Grüsse zum Wochenende,
    Brigitte

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    1. gerne, liebe brigitte, ich freue mich mit. lieben gruß, roswitha

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  2. Ein schönes,
    liebe Roswitha,
    Zitat des dänischen Märchendichters und Schriftstellers! :)
    Stimmt, morgen ist internationaler Tag des Buches!
    Soeben habe ich 'Tamangur' der Schweizer Lyrikerin und Autorin Leta Semadeni fertig gelesen.
    Nun liegt eines des französischen Schriftstellers Michel Bussi bereit:
    'Das Kind in den Wellen'.
    Ich wünsche dir frohe Stunden beim Lesen sowie ein schönes Wochenende
    Hausfrau Hanna

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    1. liebe hausfrau hanna, danke für deine tipps, ich werde mich umschauen. die guten stunden beim lesen hatte ich, du hoffentlich auch. lieben gruß, roswitha

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  3. Liebe Roswitha, das Zitat von Andersen gefällt mir auch sehr - und ich würde mir wünschen, dass das für ALLE Menschen auf der Welt gelten würde, doch davon sind wir leider Lichtjahre entfernt.
    Ich habe das Gefühl, dass es leider eher schlechter als besser wird.
    Zum Lesen in Büchern komme ich viel zu wenig, weil die meiste Zeit für das Lesen und Schreiben hier am Computer gebraucht wird.
    Ich wünsche dir noch einen schönen restlichen Sonntag - Grüße von Clara

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    1. liebe clara, du bist ja besonders emsig am pc, die zeit nach 22 uhr gehört immer mir ohne pc(meist), dann lese ich immer. die welt wird nicht schlechter, brauchst dir nur vorstellen, wie es während der kriege war. und auch da konnte man noch andersens wunsch umsetzen. manchmal müssen wir halt helfen, ein blümchen rübereichen. herzlichen gruß, roswitha

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