Donnerstag, 11. April 2024

tanzende frau und zugfahren


beim anblick dieser selbstbewußt tanzenden frau ahne ich ihre lebensfreude und weltvergessenheit und ihr körpergefühl. diese frau schuf marianne wagner in seckach vor vielen jahren aus ton. 

sie zeigt mir: hier bin ich, ich spüre kraft in mir, ich nehme mir den mir zustehenden raum. dabei lerne ich zu lachen und zu singen, und mit alldem vertreibe ich angst und zaghaftigkeit. ich werde mir andere menschen suchen, die ähnliche ziele wie ich haben. es ist an der zeit, dass wir veränderungen verlangen. viele sind unterwegs...

                                                   -------------------------------------

etwas zum lachen oder kopfschütteln aus der heutigen tageszeitung(Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg):  

"Fahrt Neckar-Ried-Expressam Mittwoch gegen 9.20 Uhr auf der Strecke von Weinheim nach Heidelberg. Dieser Zug setzt sich zusammen aus den Regionalbahnen 67 und 68. Die beiden Züge werden am Halt Neu-Edingen/Friedrichsfeld geteilt- die RB 67 fährt weiter Richtung Mannheim, die RB 68 setzt ihren Weg in Richtung Heidelberg fort. Stets bildet die RB 68 den ersten Zugteil. Ärgerlich wird es am Ort der Zugtrennung. Statt wie sonst üblich, soll dieses Mal der erste Zugteil nach Mannheim und der hintere Teil nach Heidelberg fahren.

Bruchteile von Sekunden nach der Durchsage wird es hektisch. Die einen Fahrgäste müssen nun in den hinteren, die anderen in den vorderen Teil. Gedränge auf dem Bahnsteig... wenige Minuten später entspannt sich die Lage, alle Fahrgäste sitzen nun im vermeintlich richtigen Zugteil...

Erneute Durchsage: Nun fahre doch der vordere Zugteil nach Heidelberg. Bruchteile von Sekunden danach wird es hektisch. Wieder Gedränge...

Ein Fahrgast vermutet, dass wohl Loriot Regie führt, eine andere bringt die "Verstecke Kamera" ins Spiel. Dem älteren Herren, der den Überblick verloren hat, ist das Lachen vergangen. Nach dem "Doppelwechsel" ist er nun endgütig im falschen Zug."
 

als ich einem freund dies erzählte, gab er mir folgende ergänzung:

Beliebt in Mannheim, wo ich zuweilen von der S-Bahn in den ICE umsteige, ist eine Anzeige/-sage kurz vor der geplanten Abfahrt, der Zug fahre heute nicht auf diesem Gleis (zB) 5 ein, wo er natürlich angezeigt ist, sondern auf Gleis (zB) 1. Alles setzt sich in Bewegung, von Gleis 1 beobachtet man dann die Einfahrt des Zuges auf Gleis 5 und setzt sich erneut in Bewegung. Es folgen dann zwei Möglichkeiten: entweder ist der Zug dann, wenn man sich und das Gepäck transportiert hat, schon weg, oder aber er steht noch und man wird von dem Personal angemacht, man solle sich gefälligst beeilen... (dies passierte nicht nur einmal!)

wie war das noch, was bekommen die verantwortlichen monatlich gezahlt, plus boni?  da ist nicht das personal vor ort schuld, das ist demotiviert. die DB ist ein unternehmen das uns allen gehört, was darf noch passieren? hoffnungsvoll verkündete der neue verkehrminister pünktliche fahrzeiten ab fahrplanwechsel im dezember. sollten wir uns freuen?

10 Kommentare:

  1. «Es wird in keinem meiner Filme irgendwo gelacht, nirgendwo.
    Lachen sollen die Zuschauer.»

    LORIOT

    Tja, das Leben an für sich ist - für den Betrachter - ein trauriges Lustspiel = KOMÖDIE 🎭 ❣️
    DA gehört das Bahnfahren auch dazu 😉

    Herzlichen WE - Gruß 🍃🌼
    von Annette 👩‍❤️‍👩

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. lachen wir, besser als weinen, da wir fast machtlos sind. herzlichen gruß, roswitha

      Löschen
  2. Früher hiess es mal... // viel früher hiess es mal: Post und Bahn sind lahm. Von der Post spricht niemand mehr und die Bahn ist weitgehend unberechenbar geworden. Seit die Gehälter der Manager berechenbar Jahr für Jahr steigen ohne entsprechende Gegenleistung...
    Schöne Grüsse
    Robert

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. was sollen wir tun, das beobachten nicht reicht? schönen gruß zurück, ratlos, roswitha

      Löschen
  3. Es gibt halt beides: starke Frauen und schwache Kommunikation. ;--)
    Lieben Gruss, halb lächelnd, halb gequält,
    Brigitte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. da bin ich mit dir bei den starken frauen, wir rocken es irgendwann, gruß roswitha

      Löschen
  4. Mir geschah,
    liebe Roswitha,
    auch beides: Ich schmunzelte , und ich schüttelte den Kopf...
    Ja, informieren, damit alle klar wissen, was Sache ist, scheint eine Kunst zu sein (nicht nur bei der DB...) !
    Lassen wir die Bahn Bahn sein heute und tanzen dafür Schritt für Schritt ins Wochenende - herzliche Grüsse
    Hausfrau Hanna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. tanzen macht auch mehr freude, und sonst können wir immer noch beobachten. eine gute woche wünscht roswitha

      Löschen
  5. Die DB kommt einfach nicht aus ihrem Stottern heraus. Ich wundere mich sooft, wenn ich darüber lese - früher mal waren Präzision und Pünktlichkeit zwei Begriffe, die ich untrennbar mit Deutschland verbunden habe. Und dann noch ein Verkehrsminister - ein Herr namens Wissing -, der ganz schön keck das Rasen auf den Autobahnen weiter beibehalten möchte. Immerhin, die Autoindustrie erfreut sich sicher an ihm!

    Da blicke ich lieber auch auf die selbstbewusste Frau, die sich von niemandem schlechte Laune machen lässt! Da lachen, tanzen und singen wir doch gerne mit.
    Hoffentlich sind diese völlig überbezahlten DB-Funktionäre bald Geschichte! Ich wünsche es meinem Nachbarland und seinen umweltfreundlich Reisenden!
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  6. liebe c stern, der posten des verkehrministers bekommt immer der mann, der am wenigsten ahnung hat, glaube ich, das ist tradition. tanzen wir lieber mit der starken frau, das gibt kraft. schönen abend wünscht roswitha

    AntwortenLöschen

es war mal eine Gebäudeversicherung

Markgraf Carl Friedrich von Baden richtete am 25. September 1758 eine Monopolanstalt ein, die Badisch-Durlachische Brandversicherung, durch ...