Sonntag, 30. November 2025

Gedankensplitter

    Was wird?

 

                                                                           "Wenn wir es mit einem Geschöpf Satans zu tun haben,                                                                                                          müssen wir gegen Satan Krieg führen.                                                                                     Das heutige Europa in seiner gegenwärtigen                                                                  Form ist eine Schöpfung des Satans, und dies ist ein Heiliger Krieg."

Sergej Karaganow, Berater Putins & des Kremls
Zitat: Lemondedekitchi.blogspot.com

  Dieses Zitat  geht mir seit einigen Tagen nicht aus dem Sinn. Es erinnert mich daran, wie zerbrechlich unser Friede ist, welches Geschenk das Aufwachsen in einer Zeit ohne Krieg ist. Und es ist nichts gewonnen, würden wir wie ängstliche Karnickel vor einer Schlange verharren, unfähig des Denkens und Handelns. Es sind "allüberall" in dieser Weihnachtszeit nicht die Tannenspitzen, die unsere Aufmerksamkeit fordern, sondern machtgeile alte Männer. Was ist geschehen, ehe es zu diesem Zustand kam? 

Waren wir blind für alles außer der Maximierung der Gewinne und Rekorde, blind auch gegenüber den Schäden in den Ländern, die sich abgehangen fühlen gegenüber Europa? Sind deren Drohgebärden entstanden aus Neid oder aus Unvermögen? Die Erde ist unserer aller einziger Lebensraum.

Einige der Astronauten  "haben für diese Erfahrung das alte Wort "Ehrfurcht " verwendet, haben im Angesicht der unendlich empfindlichen Hülle der Biosphäre von "Respekt" und "Achtung" vor der Schöpfung ... gesprochen, haben aus diesem Erleben ein Gefühl der Verantwortung abgeleitet und sich in einer tieferen Bedeutung als "Erdenbürger" erkannt. (Roger Willemsen, Wer wir Waren, Fischer, 2016)  

Es klappt leider nicht, diese alten Männer zur Weltumrundung zu zwingen. Was führt uns weiter?

                                           -------------------------------------- 

gelesen haben ich unter anderem:

Helga Schubert, Luft zum Leben, DTV 2025 : Vom Einverstandensein mit dem Leben, so, wie es ist(Klappentext). Ein Buch, das mir auch neue Details übers Schreiben in der DDR nahebringt, zum Teil nicht nachvollziehbare Schikanen. Besonders der Versuch eines Interviews in Moskau mit einer Primaballerina, den ich wunderbar lakonisch beschrieben finde.

Linde Unrein, ARABESKENWERK, Königshausen & Neumann, 2024: Köstliche und überraschende Beobachtungen einer alternden Psychiaterin im ungewohnten Umfeld. Es geht auch um Vergänglichkeit und die Schuld der modernen Gesellschaft Europas. Vierzehn Tage in der Neubausiedlung in Stadtnähe.

    

                                                                             

 

13 Kommentare:

  1. "Advent -
    Tage der Vorfreude;

    Tage der hohen Zeit
    des Herzens."
    Sir Kristian Goldmund

    Damit wünsche ich DIR 🕯️🎄✨
    lb Roswitha 👩‍❤️‍👩 eine besinnlich friedvolle, lichterfüllte Adventszeit,
    herzlichst von Annette 🤶🏻

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    1. danke für deine wünsche, liebe annette. möge es auch bei dir eine gute zeit sein. herzlich grüßt roswitha

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  2. Es irritiert mich ein wenig, dass du die Einzige scheinst, der das Zitat aufgefallen ist und darüber nachdenkt. Schön, dass du es hier an dieser Stelle noch mal aufgreifst. Wie fragil alles geworden ist und welche alte Bilder & Vorstellungen wieder aussprechbar sind und vor allem geglaubt werden.
    Dennoch eine gute Nacht, in der wenigstens die Knochen ausgeruht werden können oder?
    Astrid

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    1. liebe astrid, ich finde es wichtig wahrzunehmen, was um uns geschieht. ich überlege, wie ich damit umgehe und sehe es auch als mahnung, unser gewohntes leben nicht als selbstverständlich anzunehmen. die mehrzahl der erdenbewohner lebt mit weniger als wir, verbraucht weniger ressourcen, ist weniger frei. wir können diese politiker nicht ändern, unsere kraft und zuversicht sollten wir nicht diesen gedankenspielen opfern, sondern es soll unsere phantasie anstacheln zu widerstand gegen den zeitgeist. ja, meine müden, schmerzenden knochen erholen sich nachts, ich habe atemübungen und radio und mp3-player, falls nötig. trotzdem finde ich mich in einer unerwarteten situation, nachdem mein weltbild ein anderes war. einen herzlichen gruß von roswitha

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  3. Danke für deinen Klartext. Wie sehr und gefährlich doch die Grundfesten der Demokratie ins Wanken gekommen sind!
    Man könnte weinen.
    Dir trotzdem gute Wünsche und liebe Grüsse in den beginnenden Advent hinein, Brigitte

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    1. liebe brigitte, wir wissen ja, alles gibt es gleichzeitig, nichts ist nur schwarz oder weiß. wir hoffen und sind frohgemut, neben dem unverständnis über diese machtgier. liebe grüsse, roswitha

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Respekt,
    liebe Roswitha,
    Verständnis und Achtung für die Menschen und die Umwelt ist mir (und war mir immer) wichtig.
    Aber genauso wichtig sind mir die Freudenmomente des Alltags, die man zusammen erleben und teilen kann. Auch und gerade jetzt im Advent.
    Ich wünsche dir eine gute erste Adventswoche, mit lieben Grüssen
    Hausfrau Hanna

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    1. so soll es sein, liebe hausfrau hanna, beides ist da und wir tun gut daran, das nie zu vergessen. auch dir gute adventstage, lieben gruß, roswitha

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  6. Liebe Roswitha, das, was Lemondedekitchi hier bei dir im Zitat gesagt hat, ist so wahr, so unendlich wahr - und leider glaube ich kaum, dass wir aus dieser "Schleife" wieder rauskommen.
    ganz lieben Gruß von Clara

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    1. liebe clara, wir sind doch nicht "drin", dieser typ kann uns erstmal garnichts und wir leben in frieden. die menschen in vielen anderen ländern leiden. wir machen hoffentlich die welt etwas freundlicher da, wo wir leben. mehr macht haben wir nicht, aber das ist nicht nichts. herzlich grüßt dich roswitha

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  7. Nicht nur Neid macht Drohgebärden - ich erlebe ebenso Angst als Motor zur Aggression. Vor allem bei Männern.
    Ein Mensch, der weiß, wie sich echtes Glück anfühlt, ist meines Erachtens nicht in der Lage, Kriege auszurufen oder zu führen. Es gibt keinen heiligen Krieg. Aber wohl viele unglückliche Menschen, unfähig der Herzensfreude.
    Verlernt zu haben, friedlich zu denken und zu handeln, ist eine weitere Katastrophe der Menschheit.
    Nachdenkliche Grüße, C Stern

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    1. das ist dann sowas wie die "angstbeisser" bei hunden, ja, das gibt es. du hast recht, liebe c stern, diesen machtgierigen menschen fehlt etwas. da sind wir ja auch wieder bei deiner profession, die anfänge der menschen im kindesalter sollten gut sein. seien wir in unserer umgebung achtsam und mit emphatie, so ändert sich etwas. das einzige, was wir tun können, ist nicht wenig. liebe grüsse von roswitha

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