Montag, 26. Januar 2026

Schulkameraden irgendwo

                                                              Bild: Anna- Lena (wo ist das?)
  

 auf der suche nach ideen für diesen blog fahren sich meine gedanken wieder im tal der angst fest: wieviel darf ich preisgeben von meinem leben, von dem anderer menschen und von meinen gedanken über manches. dann ärgere ich mich, ich möchte kein ängstlicher mensch sein. 

wie sollte sich etwas ändern, wenn ich und du und ihr euch nicht ändert? nichtstun heißt die kräfte zur änderung verschenken, die freude an der eigenen wirksamkeit im leben nicht erfahren. ich gehe in mich und trage mich nach außen.

manni ist gestorben, ein von vielen gut gelittener schulkamerad, ein halbes jahr jünger als ich. ich muß zur kenntnis nehmen, dass mein jahrgang und jünger immer häufiger bei den todesanzeigen vorkommt. wie ist es beim nächsten klassentreffen, wie viele werden fehlen bei unserem fünfjährigen rhythmus?  ich fände es wichtig, bei diesem treffen auch nach vorne zu schauen. wir sind einen langen weg gegangen, dieser weg endet unterschiedlich für uns. und alle bereits gestorbenen sind in unseren erinnerungen mehr oder weniger präsent. aber die noch lebenden sollten ihre lebendigkeit spüren...

manni war politisch wach und informiert, auf ihn konnte ich mich verlassen. wichtig war auch sein humor, dass miteinander spotten können über den irrwitz der bürokratie. möge er dort sein, wo er hinwollte.  

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