Foto: Stadtpark, Nina
ich fühle mich einem grottenolm ähnlich, obwohl ich nie einer war: in abgedunkeltem zimmer gehe ich umeinander, bin müde vom schlaflosen liegen im bett, die augen brennen und ich suche jeden tropfen wasser.
aber warum auch nicht? sonst geht es mir und uns ja gut, ich kann schreiben und lesen und radio und TV nutzen. ich suche mir heute einmal die gründe zusammen, weshalb ich meine dankbarkeit trainieren sollte. unsere enkelin brachte uns eis, mein mann brachte mir matjes- so gibt es heute matjessalat mit pellkartoffeln(von gestern), rote bete und äpfeln.
außerdem habe ich eine neues buch von mely kiyak gekauft: Gute Momente - ich liebe ihre beobachtungen. im klappentext steht: "Gute Momente sind eine fabelhafte Hymne auf den Alltag und ein großes Lob der Menschlichkeit."
ich empfinde es als großes, unerwartetes geschenk meines alters, dass ich mir einfach so ein buch kaufen kann. das erste selbstgekaufte buch erarbeitete ich mit vierzehn jahren, indem ich in der spülküche einer gaststätte über die kirmes geld verdiente. immer die große sehnsucht nach büchern, die mir neue welten öffneten.
Wieso Grottenolm? Gibt doch noch so schöne andere Tiere, die sich der Sonne entziehen 😆...
AntwortenLöschenSalate helfen wirklich über diesen unerwartet frühen heißen Sommer. Und ja, Bücher auch. Was war ich da schon als Kind offensichtlich privilegiert, denn ab sechzehn durfte ich mir Bücher kaufen ( Kafka! Brecht! Frisch! ), da legten die Eltern wohl Wert drauf. Vorher waren es die Büchereien. Bei Büchern gucke ich bis heute nicht aufs Geld ( ähnlich wie bei den Blumen & Vasen ). das sind meine Glücksmomente. Und deswegen ist das Grottenolmdasein zur Zeit auch so gar nicht unangenehm.
Ich trinke ein Glas eiskaltes Wasser auf dich!
🩵 lich
Astrid