die menschen fotografieren, schauen sie auch? ich stelle mir den stolz der handwerker vor, die dieses gebäude fertig sahen.
Der Kölner Dom hatte eine Bauzeit von 632 Jahren (1248 bis 1880). Grundsteinlegung am 15. August 1248 unter Erzbischof Konrad von Hochstaden. Von 1528 bis 1823 ruhten die Arbeiten für fast 300 Jahre. Der Dom war in dieser Zeit ein unvollendetes Provisorium. Nach Wiederaufnahme der Bauarbeiten (1842) wurde der Dom am 15. Oktober 1880 im Beisein von Kaiser Wilhelm I. vollendet.
die meisten der handwerker und planer sahen ihr werk nach der bauphase nie, es gab zeichnungen und pläne, aber diese unterlagen waren ja nicht jedem zugänglich. wieviel mut gehörte dazu, voller vertrauen auf ein ziel diesen bau zu beginnen?
da kann man den berliner hauptbahnhof oder den stuttgarter bahnhof mit ihren langen planungs- und bauzeiten vernachlässigen. ob die handwerker hinterher stolz auf ihre arbeit sein werden?
seit diesem monat kostet die besichtigung 12 €, ermäßigt 6 €, die kosten der instandhaltung und reinigung und aufsicht verlangten es. wer beten will, kann am nebeneingang kostenfrei eintreten.
da fällt mir eine geschichte von josef reding ein, die während der rassentrennung in den US- südstaaten spielte, hier verkürzt erzählt:
eine dunkelhäutige frau geht im seitenschiff der kirche. da kommt ein rassist und schnauzt sie an, wieso sie in dieser für weiße vorbehaltenen kirche sei. sie sagt, sie putze nur. da sagte der rassist, sie solle keinesfalls beten in dieser kirche.


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