federgleich hingetupfte wolken künden leichtigkeit, hoffe ich. die alten behäbigen fachwerkhäuser sind ein schöner kontrast. so wars dieser tage bei uns...
ich schrieb vor einiger zeit:
Mehr als jedes Geschenk wünsche ich mir lebendigen Austausch von Gedanken, gegenseitige freundschaftliche Anteilnahme am Leben der Anderen, Reflexion des jeweiligen Standortes. Mich beschäftigt sehr die Veränderung beim Älterwerden. Was passiert mit uns, was wollen wir, was wollten wir nie?
ich möchte keine böse alte frau sein, zu der kann ich aber werden, falls ich nicht aufpasse. meine ungeduld ist heftiger an manchen tagen. auch mein verständnis für einige verhaltensweisen hat abgenommen. warum sind wir nicht ehrlicher miteinander, spielen uns etwas vor? eigentlich reichte einfache freundlichkeit, es tut so wohl unterwegs angelächelt zu werden. lassen wir uns doch nicht von nachrichten treiben, auf die wir kaum einfluß haben. sie belegen unsere gedanken und halten uns ab davon, wirklich in unserer welt zu sein.
Marie Ebner-Eschenbach . 1830-1916
Ein kleines Lied
Ein kleines Lied, wie geht’s nur an,
dass man so lieb es haben kann?
Was liegt darin? erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang,
ein wenig Wohllaut und Gesang
und eine ganze Seele.
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