Samstag, 31. August 2019

Nachttheater

                             Spanisches Theater im Berliner Postbahnhof- vor längerer Zeit, OLE`!

Dieses Straßentheater mit viel Akrobatik und Feuer hat mich sehr beeindruckt- ich würde weit reisen, um diese Truppe nochmal zu sehen. Es war spannend, philosophisch, sportlich und bunt, voller Feuer und Licht. Die Darsteller waren auf Metallgestellen und Stelzen!


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" Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser   Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein."

 -Christian Morgenstern-


Freitag, 30. August 2019

Alter Spielplatz



Durchgang gegenüber des Hauses der Familie Mann in Lübeck - ich stelle mir vor, dort spielten die Kinder Heinrich und Thomas bei Regen.

Zwei Zitate von Erika Mann, sie starb am 27.August 1969 in Zürich::

„Die Fremde ist herrlich, solange es eine Heimat gibt, die wartet.“

"Gleichgültigkeit, dies kühlste Ruhekissen, ist sehr gefragt und allgemein beliebt."

„Der Propagandaminister -- Herr über das geistige Leben eines Millionenvolkes -- humpelte behende durch die glänzende Menge, die sich vor ihm verneigte. Eine eisige Luft schien zu wehen, wo er vorbeiging. Es war, als sei eine böse, gefährliche, einsame und grausame Gottheit herniedergestiegen in den ordinären Trubel genusssüchtiger, feiger und erbärmlicher Sterblicher. Einige Sekunden lang war die ganze Gesellschaft wie gelähmt vor Entsetzen. Die Tanzenden erstarrten mitten in ihrer anmutigen Pose, und ihr scheuer Blick hing, zugleich demütig und hassvoll, an dem gefürchteten Zwerg. Der versuchte durch ein charmantes Lächeln, welches seinen mageren, scharfen Mund bis zu den Ohren hinaufzerrte, die schauerliche Wirkung, die von ihm ausging, ein wenig zu mildern; er gab sich Mühe, zu bezaubern, zu versöhnen und seine tief liegenden, schlauen Augen freundlich blicken zu lassen. Seinen Klumpfuß graziös hinter sich her ziehend, eilte er gewandt durch den Festsaal und zeigte dieser Gesellschaft von zweitausend Sklaven, Mitläufern, Betrügern, Betrogenen und Narren sein falsches, bedeutendes Raubvogelprofil.“ — Klaus Mann Mephisto

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/klaus-mann/


„Der Propagandaminister -- Herr über das geistige Leben eines Millionenvolkes -- humpelte behende durch die glänzende Menge, die sich vor ihm verneigte. Eine eisige Luft schien zu wehen, wo er vorbeiging. Es war, als sei eine böse, gefährliche, einsame und grausame Gottheit herniedergestiegen in den ordinären Trubel genusssüchtiger, feiger und erbärmlicher Sterblicher. Einige Sekunden lang war die ganze Gesellschaft wie gelähmt vor Entsetzen. Die Tanzenden erstarrten mitten in ihrer anmutigen Pose, und ihr scheuer Blick hing, zugleich demütig und hassvoll, an dem gefürchteten Zwerg. Der versuchte durch ein charmantes Lächeln, welches seinen mageren, scharfen Mund bis zu den Ohren hinaufzerrte, die schauerliche Wirkung, die von ihm ausging, ein wenig zu mildern; er gab sich Mühe, zu bezaubern, zu versöhnen und seine tief liegenden, schlauen Augen freundlich blicken zu lassen. Seinen Klumpfuß graziös hinter sich her ziehend, eilte er gewandt durch den Festsaal und zeigte dieser Gesellschaft von zweitausend Sklaven, Mitläufern, Betrügern, Betrogenen und Narren sein falsches, bedeutendes Raubvogelprofil.“ — Klaus Mann Mephisto

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/klaus-mann/

„Der Propagandaminister -- Herr über das geistige Leben eines Millionenvolkes -- humpelte behende durch die glänzende Menge, die sich vor ihm verneigte. Eine eisige Luft schien zu wehen, wo er vorbeiging. Es war, als sei eine böse, gefährliche, einsame und grausame Gottheit herniedergestiegen in den ordinären Trubel genusssüchtiger, feiger und erbärmlicher Sterblicher. Einige Sekunden lang war die ganze Gesellschaft wie gelähmt vor Entsetzen. Die Tanzenden erstarrten mitten in ihrer anmutigen Pose, und ihr scheuer Blick hing, zugleich demütig und hassvoll, an dem gefürchteten Zwerg. Der versuchte durch ein charmantes Lächeln, welches seinen mageren, scharfen Mund bis zu den Ohren hinaufzerrte, die schauerliche Wirkung, die von ihm ausging, ein wenig zu mildern; er gab sich Mühe, zu bezaubern, zu versöhnen und seine tief liegenden, schlauen Augen freundlich blicken zu lassen. Seinen Klumpfuß graziös hinter sich her ziehend, eilte er gewandt durch den Festsaal und zeigte dieser Gesellschaft von zweitausend Sklaven, Mitläufern, Betrügern, Betrogenen und Narren sein falsches, bedeutendes Raubvogelprofil.“ — Klaus Mann Mephisto

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/klaus-mann/



Donnerstag, 29. August 2019

Zollverein Essen

                                                Zeche Zollverein Essen


Gegenwart und Vergangenheit vereint, viel Schweiß beim Bau der Förderanlage und beim Umspannwerk. Die Erbauer sind längst tot, sie waren stolz auf ihre Arbeiten.

Das Kubusgebäude davor ist wunderbar bunt bemalt, viele Puzzlestücke, ich kann nicht ausprobieren, ob sie ein Gesamtbild ergeben. Und was würde es für ein Motiv?
Beides zusammen gefällt mir, alles hat seinen Sinn.
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Bertold Brecht:

Zwei Städte
Herr k. zog die Stadt B der Stadt A vor. In der Stadt A, sagt er: liebt man mich; aber in der Stadt B war man zu mir freundlich. In der Stadt A machte man sich mir nützlich; aber in der Stadt B brauchte man mich. In der Stadt A bat man mich an den Tisch, aber in der Stadt B bat man mich in die Küche.


Dienstag, 27. August 2019

verschiedene Zeiten

                                                 Wuppertal, Uhrmachergeschäft


Liedchen
Die Zeit vergeht,
Das Gras verwelkt,
Die Milch entsteht,
Die Kuhmagd melkt.

Die Milch verdirbt.
Die Wahrheit schweigt.
Die Kuhmagd stirbt.
Ein Geiger geigt.

Joachim Ringelnatz

(1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler

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Es ist auch Glück, dass die Zeit vergeht! Wer will schon immer Zahnweh haben, oder immer eine ungeliebte Arbeit tun?
Wenn wir auf jemanden warten, vergeht die Zeit zu langsam, weil wir uns freuen.
Aber wenn uns etwas Unangenehmes erwartet, ist die Zeit im Nu da. 

Und in der Ewigkeit ist eine Stunde nicht messbar...

Sonntag, 25. August 2019

Sonntag im August

                     






Ringelnatz, Joachim (1883-1934)

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir,
dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.


-Der August

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau'n,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.
Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?
In Büchern liest man groß und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit.
Man ist gescheiter als gescheit, -
das Unverständliche bleibt unverständlich.
Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht's nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle ...
Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
https://lyricstranslate.com

Der August

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau'n,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.
Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?
In Büchern liest man groß und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit.
Man ist gescheiter als gescheit, -
das Unverständliche bleibt unverständlich.
Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht's nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle ...
Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
https://lyricstranslate.com

Freitag, 23. August 2019

Lebensreise mit Schiff Erde


 

Schiff Erde

»Ich will den Kapitän sehn«, schrie
die Frau, »den Kapitän, verstehn Sie?« –
»Das ist unmöglich«, hieß es. »Gehn Sie!
So gehn Sie doch! Sie sehn ihn nie!«

Das Weib, mit rasender Gebärde:
»So bringen Sie ihm das – und das –.«
(Sie spie die ganze Reling naß.)
Das Schiff, auf dem sie fuhr, hieß ›Erde‹.
Christian Morgenstern
Aus der Sammlung Der Gingganz


Wer bin ich auf meinem Lebensschiff?  Laß ich das Boot treiben, wo greife ich ein?
Beschäftige ich mich mit der Gestaltung des Schiffes oder mit seiner Mechanik?
Wen rufe ich an Bord?

Mittwoch, 21. August 2019

Unterwegs mit Strom


                                Berliner S- Bahnhof, eigentlich ein schönes Häuschen zum Wohnen.

 »Guten Tag«, sagte der kleine Prinz.   »Guten Tag«, sagte der Weichensteller.
»Was machst du hier?«, sagte der kleine Prinz.
»Ich sortiere die Reisenden Tausenderweise«, sagte der Weichensteller. »Die Züge, in denen sie reisen, schicke ich mal nach rechts, mal nach links.«
aus: Der kleine Prinz
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Und so fahren wir und stehen, so die Bahn will, dann fahren wir wieder. In zu vollen Zügen, in denen die Fenster nicht zu öffnen sind und die Klimaanlage versagt.
Und bei diesen Fahrten starren viele Menschen wie gebannt auf Laptop oder Smartphone, egal was um sie passiert.
Und sie glauben dabei, ihr Leben "im Griff" zu haben,  lebendig zu sein.

Manchmal denke ich, ein Stromausfall wäre eine Chance.




Montag, 19. August 2019

Überlegungen zur Arbeit






Künstler sind diese Bodenleger gewesen, und konnten sich doch kein Haus mit einem guten Boden leisten. Wer beurteilt den Wert der Arbeit, und warum ist diese körperliche Arbeit, die auch ein präzises Denken voraussetzt, soviel weniger wert als andere Leistungen?




Sonntag, 18. August 2019

Erinnerungen an Düfte

                                                Landesgartenschau Bad Rappenau



Morgenstern, Christian (9.5.1871-1914)

Der Duft der Dinge
ist die Sehnsucht,
die sie uns
nach sich erwecken.
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Lavendel duftet für mich auch nach Provence, nach Erinnerung an Gitanes und Rotwein, nach Rosmarin und Thymian.
Damals, vor über vierzig Jahren, war diese Kombination Aufbruch.

Geblieben ist alles, außer Zigaretten, und ich bin ziemlich froh darüber!







Freitag, 16. August 2019

Gewinne und Flüge

Zitat von Mark Twain:

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Was will uns Esso damit sagen? Sie freuen sich, Gewinne zu erwirtschaften?  Sollten wir uns darüber freuen? Sie holen ein Naturprodukt aus der Erde und verkaufen es verarbeitet für viel Geld.

Wo ist unsere Freude daran, so wir keine Aktionäre sind?



Und dann war da noch der Himmel über Berlin, an dem flogen zu bestimmten Zeiten Flugzeuge im 30-Sekunden-Takt. Wie lange reicht der Sprit?

 




erwartungen

leider stand die bank zu weit vom parkschild und ich hatte die befürchtung, die ruhe der katze zu stören... ruhe erwarte ich auch, und beweg...