Donnerstag, 7. Januar 2021
kaiser trumph?
Montag, 4. Januar 2021
brücken bauen
Rheinbrücke bei Speyer
ich mag brücken weil sie verbinden. brücken als bauwerke bewundere ich wenn sie sich gelungen in die umgebung einfügen und rücksicht auf mensch und natur beim bauen beachtet wurden.
zwischen menschen gibt es auch brücken, den ersten schritt auf eine von einem anderen menschen angebotenen weg zu gehen fällt pubertierenden jugendlichen schwer(manchen erwachsenen auch). wir bauen brücken durch freundlichkeit zu uns fremden menschen. bei enttäuschung brechen wir jeden kontakt ab, zerschneiden eine verbindung. brücken zwischen menschen sind notwendig, ebenso brücken zwischen den generationen.
um die vergangenen feiertage gab es die berühmten brückentage, mit ihnen kann man bei geschickter wahl mehr erholung für weniger urlaubstage erreichen. es gibt die eselsbrücke, die nicht für esel ist und nur eine gedachte "baumeisterin" braucht.
lasst uns weiter brücken bauen, vordringlich zwischen menschen, keine autobahnbrücken.
ich wünsche allen hier lesenden ein gutes jahr 2021, zuversicht und geduld.
Mittwoch, 30. Dezember 2020
Brauchen Menschen Silvester?
Silvester Gedicht
Joachim Ringelnatz
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mein großvater war ein wunderbarer mann, ich war sein erstes enkelkind. ehe ich schulkind wurde ging er oft mit mir durch die kleinstadt. er ließ manchmal heimlich einen groschen fallen und machte mich dann darauf aufmerksam, dass dort geld läge. ich hob den groschen auf und war sehr froh, durfte ich mir nun beim bäcker allein etwas kaufen.
morgen würde er einhundertvierzig jahre alt! es war schön dass er silvester geburtstag hatte, außerdem hatte er noch am nikolaustag namenstag - auch der wurde in der katholischen gegend gefeiert. Steinhauer war er, während des 2.WK hausmeister in unserer volksschule und totengräber auf dem städtischen friedhof. ich wurde in der hausmeisterwohnung meiner späteren schule geboren.
mein opa war sehr ruhig, vieles in seinem leben war schwer, sinnlose kriege und der tod eines sohnes trafen ihn.
was würde er zu diesem jahr 2020 sagen? ich denke, er hätte geduld gehabt, er wäre seiner wege gegangen, hätte holz für den winter gehackt und sein pfeifchen geraucht. er war froh über freundliche menschen, machte gerne mal einen scherz mit meiner oma oder mir.
brauchen menschen silvester? vielleicht um ein jahr "zu den akten" zu legen, neu zu beginnen. es fühlt sich merkwürdigerweise neu an, das neue jahr. ich hoffe darauf, dass meine wurzeln mir kraft geben, dass mein denken mich weiterträgt und ich dazu beitragen kann, dass dieses NEUE JAHR für viele menschen ein gutes jahr wird - mit vielen gemeinsam will ich daran arbeiten.
und nicht zuletzt hoffe ich auf ein wunderbares gartenfest mit meinen lieblingsmenschen.
Sonntag, 27. Dezember 2020
Zeit zum (Um-)Denken
Kingsnorth und Hine beschäftigten sich nach 2008 mit der Finanzkrise und den Folgerungen und erarbeiteten ein Manifest. Unter amderem schrieben sie:
"Uns geht es darum, die Geschichten in Frage zu stellen, die unserer Zivilisation zugrunde liegen: den Mythos des Fortschritts, den Mythos, dass sich alles um den Menschen dreht, und den Mythos unseres Getrenntseins von der Natur. Die Mythen sind umso gefährlicher, da wir vergessen haben, dass es Mythen sind." Zitat aus Natalie Knapp, Der unendliche Augenblick, Rowohlt 2016
das schlagwort von der krise als chance geistert immer mal wieder umher, aber kaum jemand meint es ernst. der mensch ist nicht krone der schöpfung, sondern mitbewohner in dem biotop erde. es ist kein fortschritt, wenn die vermögen einer minderheit sich vergrössern und aktien gewinn abwerfen und gleichzeitig menschen das lebensnotwendige fehlt.
wir brauchen ein umdenken, vorallem aber ein anderes handeln. was ich fast unerträglich finde sind z.b. die vielen tipps wo man die besten schnäppchen machen kann. schnäppchen kosten woanders, bei den herstellern, bei der ernte, beim transport. es ist sklavenarbeit auf den schiffen, auf den plantagen für kaffee oder kakao. auch die "günstigen" kleidungsstücke gibt es nur, weil menschen und natur woanders ausgebeutet werden. und im winter in allen wohnräumen so zu heizen das ein unterhemd zum wohlfühlen reicht ist auch ressourcenverschwendung.
tausend dinge fallen mir ein, im blog zu viele ideen. ich bitte nur darum, die zeit der pandemie auch dazu zu nutzen, wo jede/-jeder selbst zum wandel beitragen kann.
Mittwoch, 23. Dezember 2020
Chressdaach Morje/ Weihnachten
Chressdaach Morje
von Peter Zirbes(1825- 1901)
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Ob Chressdaach Morje woaret kalt |
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un kneppelhort jefror, |
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doh kräht de Honn un aller Freh: |
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„De Heiland oß jebor!"
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Doh bellt da Hund: „Wowoh, wowoh, |
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woh oß en daan zefunne?" |
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Doh bläzt die Jeeß: „Ze Bedleheem!" |
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un bleift net langä hunne.
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Da Hund, da sät: „Ech loten doar, |
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un wären et hunnert Stunne, |
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un lack nimm sein kaal Feßcher woarm, |
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wenn ech en hon jefunne." |
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Doh sät de Honn: „Ech zierene schien |
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mot Feddern sunnerjleichen!" |
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Doh sät die Jeeß: „Ech Jan em Meilich, |
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Sankt Jusep soll mech streichen!"
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Un waat jeß dou, o Mänschekund, |
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deinem Jott aus treuem Herzen? |
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Wells dou un Sund un Unverstand |
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dei Sielenheel verscherzen?
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Dou brauchst net iwwer Land un Meer |
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no Bedleheem ze rennen, |
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dän Heiland findste iwweraal, |
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wenn dou en wellst erkennen. (Übersetzung wäre möglich!, laut lesen hilft) Dieser Text hat auch etwas vom dem Mönch, der um die Welt läuft und das Gesuchte am Ende in seiner Klause am Ausgangsort findet. |
Sonntag, 20. Dezember 2020
unverstand und hoffnung trotzdem
»Möge die Kraft, die immer wieder eine Balance anstrebt, doch diesen
gequälten Erdball nun auch bald wieder in ein Gleichgewicht bringen
damit die Besten der Spezies Mensch wieder zum Wirken kommen können und
nicht mehr die Destruktiven, die rohen Egoisten, die geistig
Beschränkten, Viehischen.«
Hannah Höch in ihrem Notizkalender am 25. Januar 1946
dieses zitat scheint mir sehr passend. vielleicht kommen in krisenzeiten die besten und die destruktivsten eigenschaften von menschen ans licht.
ich freue mich an der gewissheit, dass ich von menschen weiß, die gemeinsam mit anderen diese krise überstehen wollen. denen nicht kurzfristiger spass das wichtigste ist, oder konsum um jeden preis. diese zeit macht mich müde, trotz alledem sind wir nun eine gute strecke gegangen und werden auch die letzte mauer überwinden. wenn ich an den zustand im deutschland im januar 1946 denke, bewundere ich die kraft der menschen damals umso mehr.
hoffentlich lernen alle und helfen mit , die erde könnte ein bewohnter garten sein, zu mindestens die armut ist skandalös. niemand braucht für sein leben mehr als beispielsweise zehn millionen euro, oder?
Freitag, 18. Dezember 2020
reiten und miteinander leben
es war wohltuend über die wiesen zu reiten. die luft war klar und alle dummen gedanken verwehten. bürostress abbauen und gedanken über manchmal sinnlose planungen waren vergessen.
schritt für schritt für schritt nehme ich raum ein, mit meinem pferd. coronaabstände und maske brauche ich hier nicht, hände wasche ich ohnehin hinterher immer. das pferd ist warm und lebendig, ich spüre seine bewegungen und es spürt mich.
das verhalten mancher mitbürger ist sehr erschreckend. ein mann führte sich völlig unangebracht wie ein blockwart auf und beschimpfte eine ehrenamtliche mitarbeiterin. dann musste ich von einer dame lesen, die mit positivem covid- test noch schnell zum friseur wollte mit der begründung " man wolle ja anständig aussehen im krankenhaus".
solidarität braucht es in krisen, verantwortungsvolles handeln und fürsorge, auch für mitmenschen.
ich konnte mir die kurz aufkommende genugtuung bei der nachricht, dass der afd-abgeordnete, der im bundestag letzthin mit kaputter maske zum pult lief und nun mit covid ins krankenhaus kam, fast nicht verkneifen. er wurde ermahnt und bekam eine andere maske, zu spät?
Dienstag, 15. Dezember 2020
Advent- Vorfreude
Engel neben dem gruseligen Relief am alten Haus
sie lachen, die beiden, über die rennenden menschen, die heute panisch letzte weihnachtseinkäufe erledigen? jeder/jede würde auf befragen sagen, das sein nicht so wichtig. warum rennen so viele menschen trotzdem wie aufgescheucht durchs städtchen?
entspannt schauen die beiden, haben schon viel gesehen. und sie wissen auch, jede zeit hat ihre plage, und ihre freude.
Vorfreude auf Weihnachten
Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.
Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. -
Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.
Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.
(Aus: J. Ringelnatz, 103 Gedichte, Berlin 1933)
Samstag, 12. Dezember 2020
Winterschlaf?
Dienstag, 8. Dezember 2020
was ist KUNST?
EINE KÜNSTLERISCHE TÄTIGKEIT IM SINNE DES
ARTIKELS 5, ABSATZ 3 GG ist eine
GEISTIGE, EMPFANGSORIENTIERTE, SINNGEBENDE
TÄTIGKEIT,
DIE DURCH EIGENWERTIGES UND SELBSTÄNDIGES
GESTALTEN ERNSTHAFT EIN
FERTIGES WERK ANSTREBT, DAS ALS
SINNERWARTUNGSTRÄGER BEIM EMPFÄNGER
subjektiv originäres erleben auslöst oder auslösen will.
Ist das nicht schön?
selbstversorgung und suche
lebenskrisen können wichtige anreize zur veränderung anstossen. bücher können die erinnerungen an eine teilweise vergessene vergangenheit wa...
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Manchmal fahren zwei Eisenbahnzüge nebeneinander her, in derselben Richtung. Die Insassen des schnelleren Zuges machen dann fröhliche Gesic...
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FREITAGSTEXTER: Danke für die Ehre des Pokals, liebe Frau Lakritze! Ich freue mich, habe aber Probleme mit der Technik und kopiere ein...



