Montag, 29. Januar 2024

alles gleichzeitig, bunte welt

die ersten hasen sitzen im schaufenster und warten auf ostern. vielleicht finden sie ja irgendwo im grünen einen schönen platz, so zwischen primeln und schneeglöckchen.

zeitungsnotiz WochenTAZ: "Amerika diskutiert über ein Loch. Trump hat die Kandidatur fast sicher, ein Mann stirbt qualvoll an einer neuen Hinrichtungsmethode. Doch was beschäftigt die Amerikaner/-innen? Ein Schlagloch in Form einer Ratte. Seit einiger Zeit legen Leute Käse, Zigaretten und Münzen am Loch im Asphalt von Chicago ab. Doch jemand hatte nun genug und schüttete das Loch zu. Noch am selben Tag schaufelten es die Anwohner /-innen wieder frei."                                                                                                                                                                es gibt also noch magisches denken unter den menschen, oder was ist es? das ist auch nicht auf bestimmte länder beschränkt, da bin ich sicher. 

wir freuen uns über die ersten vorfrühlingstage und darüber, dass die tage merklich länger werden. hoffnungsvoll und gestärkt mit dem erlebnis der vielen zehntausend menschen, die gegen rechts auf die strasse gingen, gehen wir nun auf die wahlen zu. das schlagloch oben ist ein beispiel dafür, was menschen bereit sind zu glauben. und die kirchen sind ebenso ein beispiel: der ethisch-moralische anspruch der verkündigung hatte und hat nichts mit dem verhalten einzelner menschen zu tun. und sind diese menschen in einer starren hierarchie, begünstigt dieses system fehlverhalten und verdeckung von straftaten. 

ich las: Was ich nie gesagt habe, Roman, Susanne Abel, DTV - es geht um Familiengeheimnisse,  Spermaspenden und Experimente an Frauen während der Nazizeit. Alles eingebunden in Kölner Stadtgeschichte während und nach dem zweiten Weltkrieg. Der Roman hat mich bewegt.  


 

Donnerstag, 25. Januar 2024

in der kleinstadt gesehen

ein neues nagelstudio ist eröffnet, von den beispielbilder im schaufenster bin ich ganz fasziniert. ich denke an ganz normale dinge, die ich so im laufe das tages tue: gemüse putzen und bücher umblättern, salat schneiden oder fenster putzen, staubwischen...

wie geht das mit solchen fingernägeln? werden die vorher abgezogen und nachher wieder draufgesteckt? ein altes gedicht von erich kästner fiel mir ein, in einer strophe heißt es:

"Sogenannte Klassefrauen(1930 geschrieben)

Sind sie nicht pfuiteuflisch anzuschauen?
Plötzlich färben sich die Klassefrauen,
weil es Mode ist, die Nägel rot !
Wenn es Mode wird, sie abzukauen
oder mit dem Hammer blauzuhauen,
tun sie's auch. und freuen sich halbtot.

Wenn es Mode wird, die Brust zu färben,
oder falls man die nicht hat, den Bauch . . .
Wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
oder sich die Hände gelbzugerben,
bis sie Handschuhn ähneln, tun sie's auch."

...  sucht euch den weiteren text im netz. in einem geschäft bedient eine junge frau die kasse und muss beim tippen immer die fingerspitzen abgespreizt halten. mir ist das unverständlich, aber jede wie sie mag.

 

wandmalerei gekonnt und ein lustig gemeinter zusatz, leider hatte er nur schwarzes spray. 

und morgen gibt es auch bei uns eine demo gegen rechts. hoffentlich sehen/hören die politiker/ - innen diesen ruf nach mehr bürgernähe und weniger bürokratie. diese demos sind ein anfang, ein gemeinsames ziel der demonstrierenden für menschlichkeit und gegen nazis, für mehr gerechtigkeit und gemeinsamkeit.

eine heldin meiner jugend ist gestorben: https://www.youtube.com/watch?v=LL4BHMSreF8

Freitag, 19. Januar 2024

trüber tage sehnsuchtsbild


 eigentlich sind die tage für mich garnicht so trüb, auch wenn das wetter im wintermodus ist und reichlich grau, inzwischen auch etwas weiß/schnee. am 2. februar ist schon maria lichtmess, unsere uralte tante zitierte immer: "spinnen vergeß, bei tag zur nacht ess". (hatte nichts mit insekten zu tun)

ich freue mich wie bolle über die vielen demos gegen rechts und hoffe sehr, dass dieses wache engagement über die wahlen vorhält. außerdem tagte ein bürgerrat, eine neue form des dialoges für mehr bürgernähe, ergebnis des koalitionsvertrages. einhundertsechzig ausgeloste teilnehmerinnen und teilnehmer, ihre empfehlungen sollten als bürgergutachten für den bundestag zusammengefaßt werden. die vorschläge wurden priorisiert, auf nummer eins landete ein kostenfreies, gesundes mittagessen für alle kinder in kitas und schulen, es soll die gesunde ernährung gefördert werden. auf dem zweiten platz waren labels, die bewusstes und gesünderes einkaufen leichter machen sollen. und um die verschwendung der lebensmittel zu verhindern, sollten märkte ab einer bestimmten grösse verpflichtet werden, überzählige nahrung zu verschenken an die tafel o.ä. , auch die lebensbedingungen der tiere und ihre herkunft müsse transparenter dargestellt werden. mit einer änderung des mehrwertsteuer-dickichts sollen biogemüse und obst preiswerter werden, zucker, fleisch aus massenzucht und energydrinks teurer.   

immer wieder wird den bürgerinnen und bürgern eine ganz andere sichtweise unterstellt. ich jedenfalls bin heute mal stolz auf die gewählten menschen, die kluge entscheidungen in dialogen trafen. 

übrigens ist es auch keine pflicht, mit über 130 kmh über autobahnen zu fahren, das verlangt nicht einmal die FDP. wenn jetzt noch gegen die ausufernde bürokratie und fehlgeleitete landwirtschaft ähnlich gute entscheidungen gefunden werden, wird manches einfacher. dann kommt bald frühling, dann müssen die bauern auch wieder arbeiten, statt zu demonstieren.

  

 

Montag, 15. Januar 2024

Auszüge aus einem Brief an einen Freund

                                                                       Fassadendetail 

Aus einem Brief an einen Freund:

... Mir ist etwas eingefallen (passiert häufiger):

Ich ertappte mich bei dem Gedanken, zuerst muss ich etwas erledigen, dann einkaufen, später die Büroarbeiten erledigen. Und wenn alles in Ordnung ist, dann werde ich eine Stunde im Park spazieren gehen. So irrlichtern wir durch das Leben, das so nie richtig losgeht, es kann ja auch gar nicht, es ist nämlich immer schon mittendrin, wir leben ja schon! Dieses Mittendrin ist der eigentliche, uns zur Verfügung stehende Zustand. Die abgedroschenen Reden von „carpe diem“ oder ähnlichem, das ist es, Änderungen können nur sofort eingeleitet werden, oder sie kommen nie.

Den Albtraum mit dem Kampf um den inneren Schweinehund, der knurrt, wenn ich ihm etwas versage, der Ärger mit der Steuer, um den Parkplatz…, all das ist mein Leben, es gibt kein anderes für mich. Das ist das Menschenleben mit seinen Begrenztheiten, der Selbstüberschätzung, Glücksmomenten und immer wieder Trauer um Verlust, Kampf wegen unerwarteter Reaktionen, unverhofften Hürden, Fluchten in Buchwelten und Reisen.

Und um mich sind Menschen, denen geht es nicht anders, manche haben etwas weniger hiervon, dafür etwas mehr davon… Gelegtlich eine Ahnung von Leichtigkeit, in Momenten mit anderen Menschen, bei gelungenen Gedanken, Lachen über sich selbst und den eigenen Eifer, beim Beobachten…

Ja, mein Freund, beim Schreiben all dieser Gedanken spüre ich, ich liebe das Leben, will gern offen bleiben für dieses Mittendrin, handeln und reagieren. So habe ich Dir heute diese Gedanken aufgeschrieben, ich will, dass es Dir besser geht, aber ändern kannst nur Du etwas. Statt genaue Pläne zu auszudenken, lebe doch einfach mal ins Unreine.

Besuch kommt nächste Woche, so sausen wir durch die Zeit!

Gestern beim Gespräch mit den Berlinern bemerkte ich, mir war ein ganzes Jahr abhanden gekommen, aber ich habe es erlebt. Keine Spuren? Keine wichtigen scheinbar, sonst wüsste ich es doch noch, oder?                               

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Buchempfehlung: Ursula Krechel, Stark und leise (Pionierinnen), eine spannende Sammlung von Lebensgeschichten ungewöhnlicher Frauen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft. btb- TB

Mittwoch, 10. Januar 2024

stürmische zeiten


 

Überlass es der Zeit
Erscheint Dir etwas unerhört,
Bist Du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tag wirst Du feige Dich schelten,
Am zweiten läßt Du Dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast Du's überwunden;
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
Theodor Fontane

 die aufgeregtheiten der vergangenen tage sind beunruhigend, nicht weil menschen ihr recht auf demonstration wahrnehmen, sondern wie sie es tun: rücksichtslos, verletzend und maßlos. wann merken die landwirte endlich, dass für die steuer herr lindner zuständig ist? wann begreifen sie, dass nicht herr habeck die strompreise macht, sondern die börse? die riesigen traktoren haben ohnehin ein bedrohungspotenzial, wenn sie durch städte fahren mit den hohen, breiten reifen. viele der behaupteten dinge stimmen einfach so nicht, z.b., das sie für unsere nahrung arbeiten. für tierfutter werden 58 % der ackerflächen gebraucht, weitere 17 % zu energiegewinnung. der streik der GDL fördert weiter eine ungute stimmung.

wer ging für die pflegekräfte auf die strasse? wer protestierte, als ministerin paus der etat zusammengestrichen wurde mit dem effekt, das beim bundesfreiwilligendienst nur noch die hälfte geld da ist, die schulbegleitungen reduziert wurden? wer hört die rufe, dass unsere schulen und brücken langsam verrotten? sind wir eine gesellschaft, in der nur noch die macht der stärkeren zählt? in deutschland sind die nahrungsmittel billiger als in den nachbarländern und der lohn höher(ausser schweiz). die menschen fahren lieber weg in urlaub, als geld fürs essen auszugeben. und wem gehört eigentlich die umwelt? allen, nicht fabriken oder agrarlobby, die wasser verbrauchen ohne wassermanagment. entweder lernen wir bald solidarität und manchmal verzicht, oder wir gehen gemeinsam unter.       ich will keinen neid schüren, herr rukwied ist nur ein beispiel, die höchsten subventionen erhalten die agrarkonzerne:

Der Vorsitzende des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, bewirtschaftet im Nebenerwerb 350 Hektar Ackerfläche und bekommt dafür Agrarsubventionen in Höhe von rund 100.000 Euro (Wikipedia via Spiegel Online). Rukwied hält überdies acht vergütete Mandate in Aufsichts- und Verwaltungsräten, darunter bei Südzucker und dem Agrarhandelskonzern BayWa (Bauernverband).

wieviel stunden hat sein tag, damit er seine arbeit überall tun kann? 

die zeit heilt alle wunden, sagt man. das klappt aber nur, wenn die umstände dazu günstig sind. dazu müssen alle demokraten und demokratinnen in ihren bereichen wach und informiert sein, wählen gehen und zu ihrem denken stehen.                                                          heilsam ist es sicher auch, manchmal in gelächter auszubrechen über die aufruhr, die hauptsächlich männer zur zeit anzetteln.

es braucht viele schritte, damit viele menschen ein gutes leben haben können, von uns allen.

 

Freitag, 5. Januar 2024

Zweikampf in uns

                                                                    Eifelmaar 

Ein alter Indianer sitzt mit seinen Enkelkindern am Lagerfeuer und erzählt ihnen folgende Geschichte:

"In jedem Menschen wohnen zwei Wölfe. In jedem von euch, auch in mir. Die zwei Wölfe kämpfen miteinander.                                                                                                                                             Der eine Wolf ist böse. Seine Waffen heißen Hass, Neid, Eifersucht, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Emphatielosigkeit, Lüge, Überheblichkeit, Narzissmus, Egoismus und Missgunst.                               Der andere Wolf ist gut. Seine Waffen sind Liebe, Freude, Friedfertigkeit, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Heiterkeit, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.                               Da fragt die jüngste Enkelin: "Welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?"

Der Großvater schweigt eine Weile, dann antwortet er: "Der, den du fütterst."   
Zitat aus: Carl Achleitner, Das Geheimnis eines guten Lebens, edition a, Wien 

wir tun also gutes, indem wir unsere hoffnung "füttern", mit dem, was uns auffällt oder uns wiederfährt. heute sah ich einige meisen unentwegt um ein kleines bäumchen fliegen. ich weiß nicht, was sie sich dabei zuriefen, aber sie waren ausdauernd. in der stadt kam mir eine fremde frau mit finsterem gesicht entgegen, als ich sie grüßte, grüßte sie lächelnd zurück. 

meine beine ärgern mich, weil ich nicht so kann, wie ich will. aber mit selbstmitleid gehe ich nicht besser, sondern schlechter. ich lerne auch, den menschen hier in den von mir gelesenen blogs zu vertrauen, sie wollen eine gute welt für alle, spüre ich. allein wäre es vielleicht wenig, aber in meiner familie und in meinem umfeld kenne ich überall menschen, denen dies und die demokratie wichtig sind. das lässt auch meine dankbarkeit wachsen, ich bin aufgehoben und helfe mit die welt lebenswert zu gestalten. und dies weitab von konsum und freier fahrt für alle...

Montag, 1. Januar 2024

begegnung im neuen jahr

Song: No-one on Earth

keiner auf erden hat dies jemals so gefühlt.

freude überwältigt mich. ich bin ganz hin und weg.

es muss ein engel sein, der mit meinem herzen spielt.

ich gehe in einen leeren raum und plötzlich schlägt mein herz höher:

da ist ein ganzes orchester von engeln

und sie spielen mit meinem herzen.

(es kann nur ein engel sein, mit dem ich rede.)

und wenn ich meine, dass ich eigentlich allein bin,

scheint`s doch, noch andere sind bei mir zu haus.

eine menge engel sind`s

und sie spielen mit meinem herzen.

annie lennox und david a.stewart, Eurythmics

aus: Engel, eine bedrohte Art, Malcolm Godwin,                                                                    zweitausendeins 1991

        
möge euch allen hier im jahr 2024 etwas begegnen, das euch bewegt. ich wünsche euch munterkeit, kraft und flexibilität, damit wir alle gemeinsam die herausforderung an uns bewältigen können. 




Donnerstag, 28. Dezember 2023

jahreskreis zum anpacken

                           Statt Feuerwerk gibt es bei mir Lichtspiele, die sind leise und machen keinen Dreck. 

Immer wieder

Der Winter ging, der Sommer kam.

Er bringt aufs Neue wieder den vielbeliebten Wunderkram

der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr, betracht ich fast mit Sorgen. 

Was lebte, starb, was ist, es war, und heute wird zu morgen.

Stets muss die Bildnerin Natur den alten Ton benützen

in Haus und Garten, Wald und Flur

zu ihren neuen Skizzen.   (Wilhelm Busch, 1832 - 1908)


da haben wir ja glück, dass uns diese bildnerin den ton nicht um die ohren wirft und immer wieder von vorne beginnt. das sollte uns vorbild und ansporn sein unseren teil zur welt beizutragen. die zukunft fällt nicht über uns her, sondern wir können ihr schritt für schritt entgegen gehen. wenn wir dann noch gegenseitig aufeinander achten, so können wir gemeinsam etwas bewegen. 

eigentlich haben wir keine andere chance, daher seid mutig, macht den mund auf, geht wählen. denkt eure eigenen gedanken und jagt die vordenker/-innen zum teufel. es gibt für uns keinen ersatzplaneten.

ich wünsche allen hier lesenden ein gutes jahr 2024, ich beginne mein 76. lebensjahr und hoffe auf mitstreiter/-innen.

 



Sonntag, 24. Dezember 2023

jahreswechsel siebzig und älter



Nun ist wieder ein Jahr vorbei – wir sind hoffentlich etwas „gelassener“ geworden. Ist dies das richtige Wort? Manchmal könnte es auch „gleichgültiger“ heißen, oder müder, von den vielen Aufregungen, die sich später als weniger aufregend herausstellten. Und manche Dinge waren für uns unlösbar.

Ist dies nicht auch ein Ergebnis des Älterwerdens: Erkennen, das es Verhältnisse/ Umstände/Ergebnisse gibt, die nicht in unsere Macht liegen?

Wir mussten erkennen, dass sich Erfahrungen im Leben der Einzelnen und das Leben der Welt in unendlicher Kette wiederholen.

Als Kinder wussten wir, wie wir glücklich sein konnten, worauf es ankam. In unserem Erwachsenenleben können wir sehen, dass wir gut daran tun, uns immer wieder darauf zu besinnen, weil individuell gutes Leben möglich ist mit dieser Erfahrung.

So um die Siebzig wird uns bewusst, dass sich wahrscheinlich nichts wirklich Neues mehr in unserem Leben ereignen wird. Keine uns unbekannten Gefühle werden wir entwickeln, keine bisher unbekannte Lichtspiegelung wahrnehmen, keine ganz fremden Begegnungen in einer Stadt oder in einer Landschaft finden.

                                                                                                                                                        Das meiste ist Wiederholung, diese Erkenntnis erschreckt zunächst, verleitet vielleicht zur Sehnsucht nach irrationalen Abenteuern. Dies würde, da wir ja wir selbst sind, auch nicht zu völlig neuen Erkenntnissen führen, eher Erworbenes zerstören(wir haben immer uns dabei).

Nun heißt es unseren Platz im Leben annehmen und gleichzeitig, als Übung für das Kommende, loszulassen. Wenn wir nicht lernen, Augenblicke statt Antiquitäten zu sammeln, nicht Lachen und Freude statt Aktien und Schmuck, werden wir schwerer mit den Beschränkungen des Alters umgehen können. Die Begegnungen mit Menschen helfen uns, wir werden nicht allein inmitten der gesammelten Sachen sitzen und nichts zu erinnern haben.

Unsere Freundin Else, aber auch unsere Tante Hedwig (beide wurden weit über 90 Jahre), lehrten uns auch, das Glück mit Runzeln, grauen Haaren und verbogenen Knochen möglich ist, wenn wir lernen, wie Kinder den Augenblick zu spüren, ihn mögen, und nicht Vergangenem nachtrauern.Vielleicht gibt es nicht mehr so viel Neues, aber umso intensiver können wir spüren.

Hilfe, 23.00 Uhr: der Text war verschwunden, neu geschrieben, er hat jetzt eine Formatierung, warum? Wo war er?

Donnerstag, 21. Dezember 2023

warten auf das neue jahr

                                                                  Heiko Pippig

"Ohne liebevolle Fürsorge können wir nicht überleben, ohne liebevolles Handeln vermissen wir den Sinn des Lebens."        - Tina Turner - 


"Das Vergangene ist die einzige Form sicheren Lebens."       -  Viktor Frankl -       


diese zwei sätze sollen euch begleiten und einladen zum weiteren nachdenken. ich melde mich samstag oder sonntag, da ist nämlich weihnachten. und schon drei tage näher am frühling. gerne möchte ich schwimmen im see oder freibad, da wird mir immer der winter lang.

noch eine Buchempfehlung:

Schneeflocken wie Feuer, Elfi Conrad, Mikrotext 2023 -SWR Bestenliste Platz 1                                    eine jugend in den 50/60-er jahren, eine elterngeneration, die der krieg beschädigt hat und die unbändige kraft einer jungen frau(jahrgang 1944), sich heraus zu bewegen und bei sich anzukommen.  



 

selbstversorgung und suche

lebenskrisen können wichtige anreize zur veränderung anstossen. bücher können die erinnerungen an eine teilweise vergessene vergangenheit wa...